Direkt zum Inhalt
Zwettl: Wachstum vor allem durch die Bierwerkstatt Weitra und durch Spezialprodukte

Erfolgskurs der Zwettler hält an

19.01.2017

Die Privatbrauerei Zwettl konnte auch 2016 zulegen. Steigerungen gab es vor allem bei den Bierspezialitäten, bei der Bierwerkstatt Weitra Bräu und bei den alkoholfreien Getränken. Aber auch der Gastro-Umsatz wächst.

Der Umsatz der Privatbrauerei Zwettl und der zum Unternehmensverbund gehörenden Bierwerkstatt Weitra lag bei 23,6 Millionen Euro, der Gesamtausstoß bei 206.100 Hektolitern – davon 187.500 Hektoliter Bier. Damit hält der Erfolgskurs der letzten Jahre an. „Wir erleben permanent Veränderungen des Getränke-Marktes und freuen uns, dass unsere Produkte sowohl in der Gastronomie als auch bei Endkonsumenten so gut ankommen“, erklärt Karl Schwarz, Geschäftsführer und Inhaber des Traditionsbetriebes. Sein Erfolgsrezept: Regionale Rohstoffe, Forcierung von Spezialitäten und handwerklich gefertigten Produkten sowie ein Produktportfolio, das in jüngster Zeit auch alkoholfreie Getränke umfasst. Als Wachstumsmotor fungierten im Vorjahr die Bierwerkstatt Weitra (+4,14 Prozent Menge) sowie Spezialprodukte wie Zwettler Zwickl und das Zwettler Premium-Pils Saphir, die sich „dem besonderen Geschmack verschrieben haben.“ Erneut wachsende Gastronomie-Umsätze sowie das alkoholfreie Neuprodukt „Korl“ trugen das ihre zum Erfolg bei. „Wichtig im ‚Jahr eins nach Zielpunkt‘ war die Kompensation der weggefallenen Umsätze“, so Schwarz. Für das aktuelle Geschäftsjahr stehen die langfristige Absicherung der Rohstoff-Quellen der Brauerei, Craft-Biere sowie ein weiteres alkoholfreies Getränk auf dem Programm. Schwarz sieht sein Unternehmen „gut für die Zukunft aufgestellt.“

Kreative Impulse für den modernen Geschmack

Der anhaltende Trend zu „Craft-Bieren“, die Karl Schwarz trefflich als „handwerklich gefertigte Biere“ beschreibt, wurde im vergangenen Jahr gerade von mittelständischen Brauereien wie Zwettler getrieben. „Unser Anspruch ist es, außergewöhnliche Biere abseits des Mainstreams zu brauen. Wir nehmen uns die Freiheit heraus, Visionen und Vorgaben zu interpretieren und daraus kreative Biertypen zu erzeugen.“ Die Konzentration auf regionstypischen Geschmack gepaart mit innovativen und „mutigen“ Bieren waren und sind Erfolgsfaktoren. So lancierte Zwettler im Vorjahr mit „Black Magic“ und mit dem streng limitierten „Wild Affairs“ – einem obergärigen Indian Pale Ale, welches mehrere Monate in einem Chardonnay-Fass reifen durfte – zwei Neuheiten am heimischen Biermarkt. „Black Magic“, ein tiefschwarzes Austrian Porter, steht für die zeitgemäße Übersetzung eines Bier-Klassikers ins „hier und heute“. Dass sich die Brauerei darauf versteht, belegt die Tatsache, dass „Black Magic“ aufgrund des großen Erfolges aktuell erneut eingebraut wird.

Autor:
Redaktion.Handelszeitung
Werbung
Werbung