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85 Prozent der österreichischen Milchexporte gehen an Mitgliedsländer der EU

Heimische Milchexporte legen wieder zu

12.01.2017

Milchexporte sind weiterhin ein wichtiges Standbein für die heimische Milchwirtschaft. Das Jahr 2016 war aufgrund internationaler Vorgaben auch im Export mit einer äußerst schwierigen Marktlage konfrontiert. Ab dem Sommer zeichneten sich positive Tendenzen ab, und die Milchexporte konnten im 2. Halbjahr 2016 wieder zulegen.

„Milchexporte tragen mit ca. 50 Prozent der Erlöse ganz wesentlich zur Absicherung der heimischen Milchwirtschaft bei“, erklärte Helmut Petschar, Präsident der Österreichischen Milchverarbeiter (VÖM), angesichts der nunmehr vorliegenden Außenhandelszahlen der ÖSTAT für die ersten drei Quartale 2016.

Die österreichische Milchwirtschaft hat in den ersten neun Monaten 2016 Milch und Milchprodukte um 848 Mio. Euro exportiert (ca. 50 % des Gesamtumsatzes), importiert wurden Milchprodukte im Ausmaß von 527 Mio. (ca. 30 % des Umsatzes), was den hohen internationalen Wettbewerb verdeutlicht. Das wichtigste Exportprodukt ist Käse, gefolgt von Flüssigmilch und fermentierten Produkten (z.B. Joghurt), wichtigste Importprodukte sind ebenfalls Käse, darüber hinaus Milchpulver, flüssige Milchprodukte und Butter. Diese Importprodukte gehen zu einem großen Anteil in die Eigenmarken des Lebensmittelhandels, sowie in die industrielle Weiterverarbeitung.

Insgesamt werden 85 Prozent der Produkte werden in Mitgliedsländer der Europäischen Union exportiert, die wichtigste Abnehmerländer sind aber Deutschland und Italien,  Der Anteil der Drittlandexporte konnte zuletzt auf 15 Prozent deutlich gesteigert werden, vor allem mit Spezialprodukten. Auch im Ausland setzt die österreichische Milchwirtschaft auf Qualität. Regionale Spezialitäten, Gentechnikfreiheit, Bioprodukte, Bergprodukte und Spezialprodukte sind dabei wichtige Themen.

„Die österreichische Milchwirtschaft wird auch im heurigen Jahr wieder große Anstrengungen unternehmen, um den Export weiter auszubauen. Hervorragende Produkte und hohe Umwelt- und Verarbeitungsstandards sind dafür eine gute Basis, weiters die Zusammenarbeit mit staatlichen Stellen und der AMA Marketing. Nur durch eine optimale Ausschöpfung des Marktpotenzials im In- und Ausland kann die heimische Milchwirtschaft bestmöglich weiterentwickelt werden“, ergänzte Petschar.

Autor:
Redaktion.Handelszeitung
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