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Stück um Stück Glück

16.08.2016

Auf Süßigkeiten und Snacks will niemand gerne verzichten, doch alles mit Maß und Ziel. Kleinere Portionen bewahren vor übermäßigem Genuss.

Der Süßwarenmarkt ist im rollierenden Jahr um 0,5% gewachsen, (Nielsen, roll. KW 23/16). Pralinen erreichten ein Plus von 2,1%, Riegel +1,7% und Bite Sizes +0,9%. Der Markt für Kekse & Biskotten war mit +0,2% relativ konstant im Vergleich zum Vorjahr (Nielsen, Wert, LEH exkl. H/L, 2014 vs. 2015). Während der Markt „Traditioneller Keks mit Schokolade“ mit –2,8% rückläufig war, konnte das Segment „Traditioneller Keks ohne Schokolade um +3,3% wachsen (Nielsen, Wert, LEH exkl. H/L, 2014 vs. 2015). Ein anhaltender Trend sind saure Fruchtgummis, da sie auch den Kritikern der hohen Kalorien in die Hände spielen. Der Gesamtmarkt Bonbons inkl. Hustenbonbons hat per Halbjahr sowohl wert- als auch mengenmäßig gegenüber dem Vorjahr leicht verloren (Quelle Nielsen). Am Markt sind sehr viele Line-Extensions zu beobachten und weiterhin ein starker Zuwachs an Eigenmarken. Zwei konträre Trends sind zu sehen: jener zu den Tafelschokoladen und der andere zu kleinen Einheiten.

GfK Austria hat die Süßwarentrends im 1. Halbjahr 2016 folgendermaßen erhoben:

In den letzten Jahren ist die generelle Kauffrequenz der Österreicher im LEH+DFH stetig gesunken. Als Impulskategorie stehen Süßwaren kaum auf dem Einkaufzettel und sind vom Trend seltener einzukaufen betroffen, da Kontaktchancen reduziert werden. So wurden die Süßigkeiten im 1. Halbjahr 2016 etwa 29 mal gekauft. Auch im 1. Halbjahr 2016 entwickeln sich die Süßwaren im LEH +DFH verhalten positiv, dies ist  ausschließlich auf geringfügige Käufergewinne zurückzuführen. Die Ausgaben pro Käuferhaushalt bleiben stabil.

Die Kategorie mit der höchsten Käuferreichweite im in-home consumption Bereich sind die Kekse & Waffeln – 9 von 10 österreichischen Haushalte haben im 1. Halbjahr 2016 mindestens einmal Kekse & Waffeln gekauft. Müsliriegel, gekühlte Riegel und die Kategorie Dragées können im 1. Halbjahr 2016 deutlich Käufer dazugewinnen. Die Kategorie hat für den Handel eine extrem große Umsatzbedeutung und belegt im FMCG (Fast Moving Consumer Goods) Warenkorb-Ranking Platz 3. Discounter haben bei Süßwaren eine überdurchschnittlich starke Bedeutung: Der Umsatzanteil liegt im Totalmarkt (inkl. Harddiscount, Fachgeschäfte,…) bei 31 % und absatzmäßig haben die Discounter sogar einen Marktanteil von 39 %.Trotzdem haben Eigenmarken bei Süßwaren nur einen unterdurchschnittlichen Umsatzanteil. Während bei FMCG der Private Label Share bei etwa 33 % liegt, sind es bei Sweets nur etwa 20 %. (Ausnahme bilden die Kekse & Waffeln bei denen Eigenmarken einen Umsatzanteil von knapp 40 % haben.)

Im Vergleich zum Vorjahr ist der Umsatzanteil von Private Labels bei Sweets gestiegen, dies liegt jedoch nicht an den Discountern sondern an den Verbrauchermärkten und Supermärkten. Letztere haben im 1. HJ verstärkt auf Eigenmarkenprodukte gesetzt. Im Discount ist hingegen in den letzten Jahren durch verstärkte Markenlistungen der Eigenmarkenanteil gesunken. Süßwaren werden auch gern in Aktion* gekauft  - etwa 30% des Umsatzes entfallen auf Aktionsware, was leicht unter dem Durchschnitt von FMCG (exkl. Frische Produkte) liegt. Rekordhalter bei Promotions ist Tafelschokolade mit einem Promotionshare von etwa 50%. Man kann gespannt sein, wie sich die Weihnachtssaison in diesem Jahr entwickelt. Hoffen wir auf viele süße Überraschungen.

Die Produkte des Sortiments finden Sie in der Handelszeitung Ausgabe Nr. 16-17/2016.

Autor:
Redaktion.Handelszeitung
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