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Sauwohl fühlen sich die Tiere, die auf Hütthalers Musterhof leben

Tierwohl 4.0

26.01.2017

Das Familienunternehmen Hütthaler hat sich in der Fleisch- und Wurstproduktion dem Tierwohl verschrieben. Nächster konsequenter Schritt: 2017 lässt Firmenchef Florian Hütthaler einen Tierwohl-gerechten neuen Schlachthof bauen.

"Das Tierwohl-Motto muss sich durchziehen von der Geburt bis zur Schlachtung", sagt Florian Hütthaler

Auf einer Pressereise am 25. Jänner 2017 ins Herz der Tierwohl-Region rund um den Firmensitz der Hütthaler KG in Schwanenstadt hat sich die Handelszeitung ein Bild gemacht vom Unterschied zwischen herkömmlicher und Tierwohl-gerechter Viehhaltung. Zusammengefasst lautet unser Eindruck: Die Schweine und Rinder, die unter dem Hütthaler-Label „Hofkultur“ bzw. „fairHof“ (in Zusammenarbeit mit dem Diskonter Hofer) gehalten werden, sehen gesünder aus, sind lebendiger und fühlen sich so richtig sauwohl. Der Auslauf ins Freie, das eingestreute Stroh und die frische Luft machen die Tiere lebendig und zufrieden. Selbst die niedrigen Außentemperaturen der letzten Tage schrecken sie nicht ab.

Der Musterhof des Vorreiters für Tierwohl in Österreich ist das Herzstück der Vision Hofkultur. Philipp Hütthaler und Lebensgefährtin Daniela führen den Hof und schaffen so die perfekte Verbindung zwischen dem bestehenden Familienbetrieb und dem Zukunftsbild, die Standards in der Tierhaltung stetig zu heben, um so zu erstklassiger und verantwortungsvoller Qualität zu kommen.

Zur Erinnerung: Florian Hütthaler, der heutige Firmenchef, mittlerweile in 4. Generation, hat aus der Vision „Hofkultur“ ein Projekt zum Angreifen (und Verkaufen) gemacht. Die Handelszeitung hat Hütthaler dafür im Jahr 2015 mit dem „Goldenen Merkur für Nachhaltiges Wirtschaften“ ausgezeichnet.

„Heute produzieren 14 Schweinemäster unter unseren strengen Tierwohl-Kriterien, rund 70 weitere stehen auf unserer Warteliste. Die Grundsätze unserer Hofkultur-Vision umfassen wertvolle Fütterung, langsame Aufzucht, ausreichend Auslauf und ein verantwortungsvolles Zusammenleben von Mensch und Tier. So stellen wir sicher, dass unsere Tiere natürlich, gesund und stressfrei aufwachsen können“, erklärt Florian Hütthaler.

Das „fairHof“-Projekt, das Hütthaler vor kurzem mit dem Diskonter Hofer gestartet hat (wir haben hier berichtet), sichert den beteiligten Landwirten eine 5 Jahre dauernde Abnahmegarantie. Sie erhalten zudem einen Aufschlag auf den – derzeit sehr niedrigen – Marktpreis für Schweinefleisch.

Neuer Schlachthof

Noch in diesem Jahr möchte Hütthaler einen neuen Schlachthof in Redlham bauen, auf die Grüne Wiese und ganz unter das Tierwohl-Motto gestellt. „Das Tierwohl-Motto muss sich durchziehen von der Geburt bis zur Schlachtung“, ist Hütthaler konsequent. Spätestens Anfang 2018 soll der Schlachthof in Betrieb gehen.

Im vergangenen Jahr belief sich Hütthalers Umsatz auf 80 bis 85 Mio. €, heuer soll die 100-Mio.-Marke geknackt werden. Insgesamt beschäftigt Hütthaler 350 Mitarbeiter, Hauptabnehmer für seine Produkte ist der Lebensmittelhandel. Rund 15 bis 20 Prozent seiner Produkte sind in Bio-Qualität, damit ist Hütthaler nach eigenen Angaben Österreichs größter Bio-Verarbeiter von Fleisch, da er unter anderem etwa auch Babynahrungs-Betriebe beliefert.

Unter dem eigenen Label „Hofkultur“ sind Hütthalers Produkte derzeit schon bei Spar, Billa, Unimarkt, Nah&Frisch und Maximarkt gelistet – in unterschiedlichen Dimensionen. Die demnächst startende TV-Werbung soll für gesteigerte Nachfrage sorgen.

Autor:
Wolfgang Friedrich
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