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Erfolgreiches Team (v. l. n. r.): Peter Umundum (Vorstand Paket & Logistik der Post AG), Wolfgang Feiseisen (Geschäftsführer Risc Software GmbH), Efrem Lengauer (Logistikum der FH Oberösterreich in Steyr) und Markus Böhm (Holding Geschäftsführer der Pfeiffer Handelsgruppe).

Voller Kühlschrank ohne Sackerlschleppen

23.02.2015

Seit November 2014 beliefert die Pfeiffer Handelsgruppe über die Vertriebstochter Unimarkt gemeinsam mit der Post AG oberösterreichische Kunden mit Lebensmittel, die online bestellt wurden. Nach den ersten 18 Monaten wird das Projekt jetzt weiter ausgerollt, demnächst auch in Wien.

Über 600.000 oberösterreichische Haushalte (lt. Statistik Austria, Haushaltsprognose 2013) können seit November 2014 bequem von der Couch oder dem Bürosessel aus ihre Einkäufe über http://shop.unimarkt.at erledigen. Für die Zustellung gibt es drei verschiedene Modelle: Hauszustellung in Linz bis 21.00 Uhr, Zustellung in ganz Oberösterreich am nächsten Tag oder Selbstabholung der Waren in Abholstationen.

Spezielle kompatible Kühlboxen
Basis für die erfolgreiche Umsetzung ist das nunmehr abgeschlossene, 18-monatige Forschungsprojekt „Food4all@home“ der Partner Pfeiffer Handelsgruppe, Logistikum der FH Oberösterreich in Steyr, RISC Software GmbH sowie der Post AG. Ziel des Projektes war es, die Hauszustellung von Lebensmittel zu erforschen. Wesentlich dabei war, zu erarbeiten, wie kostengünstige Nahversorgung unabhängig von Mobilitätssituation oder Zeiteinschränkungen sichergestellt werden kann. Unter der Leitung des Logistikums der FH Oberösterreich in Steyr wurden die Umsetzbarkeit, die Akzeptanz am Markt sowie die Wirtschaftlichkeit des kooperativen Betreibermodelles erforscht. „Lebensmittelzustellung ist ja nicht neu. Wir haben uns gefragt, ob es nicht möglich wäre, ohne die teuren, aktiv gekühlten Fahrzeuge auszukommen, indem wir das Paket selbst kühlen“, erklärt Efrem Lengauer vom Logistikum der FH Oberösterreich in Steyr. Zur Realisierung des Projektes wurden daher Kühlboxen verwendet, die mit den bestehenden Transport- und Sortiereinrichtungen kompatibel sind. „Bis zu 48 Stunden bleibt der Inhalt der Lebensmittelboxen einwandfrei gekühlt. Somit kann die Zustellung von zu kühlenden Lebensmitteln durch uns zu allen Jahreszeiten und Außentemperaturen erfolgen“, betont Peter Umundum, Vorstand Paket & Logistk der Österreichischen Post AG.

Optimierte Auslieferungstouren
Aber nicht nur gut gekühlt und damit frisch sollten die Lebensmittel sein, so schnell wie möglich sollten sie auch geliefert werden. „Kunden verlangen eine unkomplizierte Lieferung in einem möglichst kurzen Zeitfenster und das können wir ihnen auch bieten. Wir legen besonderen Wert auf die Einhaltung der Lieferzusagen und flexibel wählbare Zustellmöglichkeiten“, so Umundum weiter. Die Risc Software GmbH. entwickelte daher ein Last-Mile-Simulationsframework, das die aktuelle Verkehrslage berücksichtigt. In der Praxis bedeutet das, dass es der Österreichischen Post AG möglich ist, die Auslieferungstouren zu optimieren und die exakten Lieferzeiten unter Berücksichtigung der Verkehrslage auch während der Rushhour minutengenau einzuhalten. „Diese anwendungsorientierte Lösung vereint Praxistauglichkeit mit Innovation und Know-how aus Oberösterreich und dient als Grundbaustein für ein modernes Werkzeug zur Transportplanung“, so Wolfgang Freiseisen, Geschäftsführer der RISC Software GmbH.

50 neue Abholstationen geplant
Basierend auf den Erkenntnissen des Forschungsprojektes wird Hauszustellung demnächst weiter ausgerollt. „Wir wollen für Menschen, die unter Zeitdruck stehen, ein Tag für Tag wiederkehrendes Problem lösen. Gleichzeitig bieten wir Kunden, die nicht mobil sind oder die benötigten Waren nicht selbst tragen können, wertvolle Hilfe im Alltag. In beiden Bereichen gibt es hohes Potenzial“, erklärt Markus Böhm, Holding Geschäftsführer der Pfeiffer Handelsgruppe. Denn die Pfeiffer Handelsgruppe möchte mit E-Commerce Aktivitäten klar die Nummer eins im heimischen Handel werden. „Wir werden bis zum Frühjahr 2016 rund 50 Abholstationen – zur Hälfte in Wien, zur Hälfte in Oberösterreich – an frequenzstarken Lagen errichten“, so Böhm.

Autor:
Redaktion.Handelszeitung

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