Obst und Gemüse
Die Zeit ist reif für Obst und Gemüse. Der Konsument greift vermehrt zu heimischen ÂProdukten. Hier fühlt er sich sicher, was Qualitätssicherheit betrifft.
Alles Obst und Gemüse hat seine Zeit: Spargel, Marillen, Tomaten, Erdbeeren. Das macht sich auch beim Einkaufspreis bemerkbar – aber nicht nur. Denn Obst und Gemüse, das zu „seiner Zeit“ geerntet wird, ist besonders frisch, schmeckt besser und hat mehr Vitamine. Umso mehr, wenn es auch noch „nebenan“ geerntet werden kann, das heißt regional produziert wird.
Wenn man beim Einkauf auf die Saison achtet, werden nicht nur LKW-Transporte reduziert, sondern auch die regionale Wertschöpfung gesteigert.
Österreich verfügt über eine traditionell gewachsene und klein strukturierte Landwirtschaft, die mit hohen Qualitätsstandards arbeitet. Hohe Qualität landet damit im Einkaufswagen: Heimische Gütesiegel garantieren gentechnikfreie Ernte sowie strenge Kontrollen. Und immer mehr ländliche Vermarktungsinitiativen setzen überhaupt auf Bio.
Die Agrarmarketing Austria unterstützt heimisches Obst und Gemüse in vielfältiger Art und Weise. Die Website www.5xamtag.at gibt Informationen zu Einkauf und Lagerung und enthält auch einen Saisonkalender.
Dazu kommen Kampagnen für bestimmte Obst- und Gemüsearten. Die jüngste Aktion dreht sich um Erdbeeren. Die Erntezeit für heimische Erdbeeren naht und ist im Juni zu erwarten. Die AMA möchte zum hemmungslosen Genuss dieser sinnlichen Frucht verführen und sucht deshalb „Österreichs sinnlichsten Erdbeer-Mund“.


Studie
Saftige Babacos aus Ecuador, süße Cherimoyas aus Andalusien, rote Granatäpfel aus der Türkei, grüne Okras aus Thailand - aus Ländern rund um die Erde kommen immer wieder neue exotische Obst- und Gemüsesorten in den Handel. Mittlerweile haben Kiwis aus Neuseeland, Ananas aus Mittelamerika oder Melonen und Broccoli aus den Mittelmeerländern schon längst ihren Exotenstatus verloren - denn bei diesen Obst- und Gemüsesorten handelt es sich um die beliebtesten tropischen Früchte der österreichischen Kunden. Nachdem in 66 Prozent der österreichischen Haushalte täglich frisches Obst konsumiert wird, und in 67 Prozent der Haushalte ebenso häufig frisches Gemüse auf den Tisch kommt - geht der Kunde beim Obst- und Gemüsekauf gerne auf Entdeckungsreise und sucht nach Abwechslung beim Frischesortiment. Der Preis der Exoten ist dabei oft zweitrangig. Für 87 Prozent der Obst- und Gemüsekunden ist eine frische und appetitliche Auswahl ausschlaggebend, um exotische Spezialitäten ohne Skepsis zu kaufen. Doch wie erlangen nun auch unbekannte Exoten im Frischeregal die Beachtung, die sie eigentlich verdienen?
(1) Farbkontraste erzeugen Aufmerksamkeit: Beispielsweise die Platzierung von roten Granatäpfel zwischen den bernsteinfarbigen Karambole und den violetten Feigen. (2) Qualität statt Quantität: Gerade bei exotischen Obst- und Gemüsesorten zählt Qualität statt Menge. (3) Aufklärung am Regal: Informationen über Herkunft, Geschmack, Nährwert, Aufbewahrung, Zubereitung und Serviermöglichkeiten steigern die Kaufbereitschaft für unbekannte Sorten. (4) Verkostungen: Wer sich als Kunde nicht allein durch die Optik überzeugen lässt, kann oft durch eine Kostprobe für ein bislang unbekanntes Produkt gewonnen werden. Info: Univ.-Ass. Dr. Elke Gruber, el.gruber@uni-graz.at