07.10.2002
Einkaufszentren – volkswirtschaftlich relevant?
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Die Position der österreichischen Einkaufszentren ist damit absolut gesehen eindrucksvoll und volkswirtschaftlich relevant, da sie über 41.000 Personen Beschäftigung und fast 4.700 Betrieben Standorte bieten. Diese geplanten "Einkaufsdestinationen" entziehen aber dem "alteingesessenen" Einzelhandel in historisch gewachsenen Agglomerationen, also in Stadtkernen und Geschäftsstraßen, nicht die Existenzgrundlage.
Vielmehr befinden sich viele klassische Einkaufszentren in den verbauten Gebieten selbst, sind oft ein Attraktivitätspunkt innerhalb einer Geschäftsstraße, während "grüne Wiese-Standorte" zahlenmäßig in der Minderheit sind (etwa 17 % der Zentren). Anhand mehrerer einschlägiger Untersuchungen in verschiedenen Bundesländern sind außerdem Verschiebungen in den Konsumentenpräferenzen nachzuweisen:
Dabei ist eine wachsende Tendenz zur Konzentration auf eine geringere Zahl leistungsfähiger Einkaufsorte, welche die Kriterien der "3A", nämlich Auswahl (einschließlich Preis-Leistungs-Verhältnis), Anfahrbarkeit und Ambiente am besten erfüllen, offensichtlich. Gute bzw. Primastandorte für Fachgeschäfte des Auswahlbedarfs, die den heutigen Anforderungen der Konsumenten insbesondere bezüglich Auswahl und Erreichbarkeit entsprechen, werden immer rarer und somit aus der Sicht des Einzelhandels zum Engpaßfaktor.
Auch die Anforderungen der Filialisten – beispielsweise hinsichtlich geeignetem Grundriß, erforderlicher Schaufensterfläche, Infrastruktur etc. – steigen von Jahr zu Jahr. Sie sind an traditionellen Standorten (Hauptgeschäftsstraßen, City) – mitunter auch aufgrund des Ensemble- und/oder Denkmalschutzes – nur beschränkt und punktuell in ihrer Kapazität ausweitbar (z. B. durch integrierte Einkaufszentren, die in räumlichem und funktionellem Zusammenhang mit dem gewachsenen Geschäftsbereich stehen).
Nähere Informationen erhalten Sie bei Mag. Hannes Lindner, STANDORT + MARKT und ACSC, T: 02252 806400 oder 0676 6289400, e-mail: h.lindner@standort-markt.at und Dr. Stephan Mayer-Heinisch, Obmann des ACSC, T: 0316/78400 oder 0664 3402947, e-mail: mayer-heinisch.stephan@lsag.com

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