

Ein Manifest wider die Krise
05.10.2009
Goldener Merkur

Immer wieder werden wir gefragt, wofür denn eigentlich „LK“ stehe. Wer sich auf der Titelseite der Handelszeitung die Subline ansieht, findet rasch die Antwort: „Die unabhängige Fachzeitschrift für Lebensmittel & Konsumgüter“ steht da geschrieben.
Und die LK-Gala ist eben die Gala der Lebensmittel- und Konsumgüterbranche. Wer dabei war, wird das bestätigen können: Schon die Gästeliste las sich wie das „Who’s who“ des heimischen Lebensmittelhandels und der Konsumgüterindustrie, und tatsächlich wimmelte es im Austria Center Vienna nur so von hochkarätigen Branchenvertreterinnen und Branchenvertretern.
Traditionelles Event, hoher Branchen-Promi-Faktor, Präsentationsplattform
Mehr als 500 Gäste waren anwesend als der „Goldene Merkur 2009“ verliehen wurde.
Seit 1977 gibt es dieses Zeremoniell, und es erfreut sich nicht nur ungebrochener, sondern vielmehr stark wachsender Beliebtheit. In den Anfangsjahren fand die Preisverleihung noch in kleinem Rahmen statt, doch die zunehmende Popularität der LK-Gala bzw. des „Goldenen Merkurs“ erforderte schon bald einen größeren Aufwand.
1981 trat mit Nielsen Österreich erstmals ein Sponsor auf, der die Handelszeitung bei der Umsetzung des Festabends (damals im Wiener Palais Schwarzenberg) unterstützte. Dieses Gala-Sponsoring hat sich im Laufe der Jahre weiterentwickelt und einer Vielzahl österreichischer und internationaler Unternehmen als zielgruppenspezifische und erfolgreiche Präsentationsplattform gedient.
An dieser Stelle ein großes Dankeschön an die Sponsoren der diesjährigen LK-Gala!
Auch für die Werbe-, PR- und Medienbranchen wurde die LK-Gala zunehmend zum „Must“. An wechselnden Schauplätzen und in den Bundesländern gastierend, entwickelte die Veranstaltung einen strahlenden Rahmen für die Verleihung der begehrten Auszeichnungen mit dem „Goldenen Merkur“. Prominente Moderatoren, Stargäste, Unterhaltungsprogramme und nicht zuletzt Galabuffets, die keine kulinarischen Wünsche offen lassen, tun ihr Übriges zum Gelingen des Branchenfestes.
Aber vor allem für die mit dem „Goldenen Merkur“ Ausgezeichneten bleibt die LK-Gala ein unvergessliches Erlebnis. Wer die Trophäe heimbringt, darf sich schließlich zur Creme de la Creme der Branche zählen.
Am Abend des 1. Oktober 2009 wurden im Austria Center Vienna all diese Items erneut bestätigt. Es ist immer wieder berührend, die strahlenden Gesichter der Preisträgerinnen und Preisträger und die stolzen Handelsbosse zu sehen.
Ein „Goldener Merkur“ hat eben einen Stellenwert, der mit keiner anderen branchenspezifischen Auszeichnung (und derer folgten viele) zu vergleichen ist.
Handel im Wandel: Kriterien zur Preisverleihung gehen mit der Zeit
Waren es bis zum Jahr 1990 abwechselnd Händler und Industrieunternehmen, die mit dem „Goldenen Merkur“ ausgezeichnet wurden, so ging die Trophäe fortan ausschließlich an Lebensmitteleinzelhandelsbetriebe – und zwar an selbstständige Kaufleute ebenso wie an Filialen von Handelsorganisationen. Seit einigen Jahren erfolgt die Preisverleihung auch unter Berücksichtigung der Vertriebsschienen und damit in folgenden Kategorien: kleines Lebensmittelgeschäft (bis 250 m2 Verkaufsfläche), großes Lebensmittelgeschäft (250 bis 400 m2), Supermarkt (400 bis 1.000 m2) und Verbrauchermarkt (über 1.000 m2).
An den Preisträgern (die Ehrentafel der seit 1977 Ausgezeichneten finden Sie auf www.handelszeitung.at) kann somit der Entwicklungsprozess im heimischen Lebensmittelhandel nachvollzogen werden. Die kaufmännischen Talente der Verantwortlichen werden dabei ebenso beleuchtet wie die wirtschaftlichen und technologischen Rahmenbedingungen. Damit ergibt sich von Jahr zu Jahr ein Spiegelbild des jeweiligen Spektrums einer Branche, die einen permanenten Wandel erlebt.
Heuer wurden Kaufleute und Marktmanager ausgezeichnet, die mit besonderem Ideenreichtum und Einsatz der Krise die Stirn bieten. Auf den folgenden Seiten haben wir sie und ihre Wirkungsstätten ausführlich portraitiert.
Lebensmittelkongress mit neuem Teilnehmerrekord
Im Vorfeld der LK-Gala fand der Lebensmittelkongress statt. Heuer mit einem neuen Teilnehmerrekord. Rund 150 Personen wollten die hochkarätigen Vorträge nicht versäumen. Frank Hensel, Vorstandsvorsitzender der Rewe International AG, sprach zum Thema „Spannungsfeld Markenartikel – Eigenmarken“ , Paul Koch, MBA/Leiner (Unternehmer), Mag. Gerhard Ortner-Pitzl/GfK Austria (Marktforscher), Mag. Gerhard J. Vater (Consulter), Dr. Rudolf Maurer (Handelsexperte), Klaus-Dieter Koch/Brand:Trust (Zukunftsforscher) und Wolfgang Rosam (Lobbyist) haben interessante Perspektiven skizziert.
Ein weiterer Höhepunkt war die Podiumsdiskussion „Sind die Lebensmittelpreise in Österreich tatsächlich zu teuer?“. DI Iris Strutzmann (Arbeiterkammer Wien), Ing. Franz Floss (Verein für Konsumenteninformation), Franz Seidl (Steirerkraft Naturprodukte) und Dr. Peter Madlberger (Key Account) haben diese Frage mit Vertretern des österreichischen Lebensmittelhandels erörtert. die redaktion
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