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Durch die Unterstützung internationaler Klimaschutzprojekte kompensiert die Nöm AG den restlichen CO2-Ausstoß

Nöm: Erste CO2-neutrale Molkerei Österreichs

20.04.2017

Seit Jahren investiert Nöm in nachhaltige Technologien, mehr Energieeffizienz und setzt auf Ökostrom. Der CO2-Ausstoß konnte dadurch auf 3277 Tonnen jährlich verringert werden. Durch die Unterstützung von Klimaschutzprojekten werden die verbleibenden Emissionen neutralisiert - ab somit arbeitet die Nöm AG in Baden CO2-neutral.

Die Herstellung veredelter Milchprodukte braucht Energie: thermische Energie und Strom für Kälte- und Druckluftanlagen sowie elektrische Anlagen. Die Nöm AG implementierte 2008 ein Energiekonzept, um ihren CO2-Fußabdruck nachhaltig zu reduzieren. Seither werden konsequent und erfolgreich Maßnahmen zur Verringerung des Energiebedarfs und der CO2-Emissionen umgesetzt. „Wir tragen Verantwortung für die Welt, die wir unseren Kindern und Enkeln hinterlassen. Als Leitbetrieb in Niederösterreich und Nahversorger der Großstadt Wien verstehen wir uns als Vorbild. Wir sind die erste und bisher einzige CO2-neutrale Molkerei in Österreich. Damit sind wir Vorreiter und leisten einen wichtigen Beitrag, die Klimaziele in Österreich, in Europa und auf der ganzen Welt zu erreichen“, sagt Alfred Berger, Vorstand der Nöm AG.

Investition in die Zukunft

Zur Reduktion des CO2-Ausstoßes hat NÖM in den vergangenen Jahren insgesamt 15,5 Mio. Euro (2008 bis heute) in Maßnahmen wie unter anderem den Ausbau und die Modernisierung ihrer Anlagen am Standort Baden  investiert. „Als innovatives, modernes und zukunftsweisendes Unternehmen arbeiten wir energieeffizient und umweltschonend“, erklärt Josef Simon, Vorstand der Nöm AG: „So ist es uns in den vergangenen Jahren gelungen, unsere Energiebilanz stark zu verbessern. Wir haben unseren Umgang mit Energie und anderen Ressourcen im Unternehmen grundlegend verändert.“ Grob gesagt gehen jährlich 10 Mio. Euro in die Prozesstechnologie und in den Anlagenbau.

CO2-Fußabdruck stark verringert

Dank nachhaltiger Technologien und Steigerung der Energieeffizienz konnte Nöm ihren CO2-Fußabdruck auf rund 3277  Tonnen jährlich reduzieren. „Seit 2010 arbeiten wir in weiten Teilen des Betriebs mit Wärmerückgewinnung: Abwärmen von Kälte-, Druckluft- und Reinigungsanlagen werden zum Heizen, zur Warmwassererzeugung, zur Raumlufterwärmung und zum Vorwärmen bei einzelnen Produktionsschritten eingesetzt. Das reduziert unseren Energiebedarf erheblich“, sagt Gerhard Bartak, verantwortlicher Projektmanager Energie der Nöm AG. Außerdem wurde die Kälte- und die Druckluftanlage optimiert und dank neuer Dampfkesseltechnologie der Brennstoffverbrauch reduziert.

Ausgleich durch Klimaschutzprojekte

Zusätzlich werden Schritt für Schritt alle Beleuchtungen auf LED umgerüstet. Dazu kommt, dass die Nöm AG auf Ökostrom aus 100 Prozent österreichischer Wasserkraft und seit 2017 auf umweltfreundliches Erdgas setzt. Auch die Konzentration auf einen Standort hat sich positiv ausgewirkt. „Die Konzentration auf einen Standort ist für unsere Zukunft entscheidend. Dank niedrigerer Produktionskosten bleiben wir langfristig wettbewerbsfähig“, sind sich die beiden Vorstände Berger und Simon einig. Um den verbleibenden CO2-Ausstoß zu kompensieren, unterstützt die Nöm AG internationale UN-Klimaschutzprojekte. Für den Zeitraum von 2016-2018 wurden die verbleibenden Emissionen (14%) bereits mit der Unterstützung von Klimaschutzprojekten in Brasilien, Mali und China kompensiert. Sie wurden nach ökologischen und sozialen Kriterien ausgewählt und dienen der Stromerzeugung aus Wasser- bzw. Windkraft.

Nöm am guten Weg

Die Molkerei erzielt im Jahr etwa 360 Mio. Euro (In- und Auslandsgeschäft) und hat sich in den vergangenen Jahren zu einer starken Kraft am Milchmarkt entwickelt. Europaweit ist die Nöm Marktführer bei den Trinkjoghurts und sie war die erste Molkerei, die auf Gentechnikfreie Produkte gesetzt hat. Das beflügelt unter anderem auch Umsetzung der CO2-Neutralität, denn "irgendwann wird der Handel dieses Attribut als ausschlaggebend für Zusammenarbeit sehen", so Alfred Berger. Die Zusammenarbeit mit dem nationalen und internationalen Handel ist jetzt schon sehr hoch, so produziert die Nöm international 50% ihres Umsatzes Eigenmarken.

Die in den vergangenen Tagen kolportierte Übernahme durch die Bauern (siehe Raiffeisenzeitung) sieht der Vorstand als "guten weg in die Zukunft". Am Verhandlungstisch sitzen allerdings nur die Eigentümerverterter : MGN (25%) und die Raiffeisen Holding (75%). In der Zentrale in Baden würde sich auch nach einer Übernahme durch die Bauerngenossenschaft nichts ändern. Getrennt bleibt in jedem fall die Milchbeschaffung und -anlieferung (Genossnschaft) und die Vermarktung durch die Nöm, die ja als AG geführt wird.

 

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
Original erschienen am 20.04.2017: CSR.
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