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20. Retail Symposium: Handel muss noch aktiver werden

02.05.2018

Am 26. April fand das mittlerweile 20. Retail Symposium der RegioPlan Consulting im Schloss  Schönbrunn statt. Themen der Jubiläumsveranstaltung waren Onlinehandel, die Zukunft der stationären Handelsfläche, sowie Expansionsstrategien.

„The Future Effect“ war das Motto des diesjährigen Retail Symposiums, bei dem sich Branchenvertreter über kommende Veränderungen austauschten und deren Risiken diskutierten. Das Fazit der Diskussionsrunden: Der Handel muss aktiv werden und seine Geschäftsmodelle hinterfragen. Aussagen zufolge wird sich in den kommenden 7 Jahren mehr verändern als in den letzten 20 Jahre.

Marktverschiebung durch Onlinehandel

Laut dem Geschäftsführer der Unito/Otto Gruppe, Harald Gutschi, ist die Ära der Großflächen vorbei, denn durch den zunehmenden Onlinehandel kommt es zu einer Marktverschiebung. Von dieser Veränderung werden ihm zufolge vor allem Händler der breiten Mitte betroffen, Luxusanbieter hingegen weniger. Trotzdem ist Silvio Kirchmair (Umdasch Shopfitting Group) davon überzeugt, dass der stationäre Handel überleben wird, solange hochwertige Flächen und guter Service geboten werden. Denn „der Handel ist und bleibt eine Begegnungszone, deswegen müssen Händler mehr in Dienstleistungen investieren. Nichtdestotrotz muss die Verbindung von stationärem und online Angebot verstärkt werden.

Lebensmittelhandel am Scheideweg

Momentan wird in ganz Europa in den Onlinehandel investiert, besonders im Lebensmittelbereich. Dieter Wasserburger, Direktor und Leiter Konzern Immobilien/Expansion von Rewe International AG erklärte, dass es derzeit drei wichtige Trends am Lebensmittelmarkt gibt: Regionalisierung, Individualisierung und Digitalisierung. „Man weiß nicht genau wohin der Weg führt, man muss jedoch dabei sein und darf nicht zu spät kommen, “ erklärt Wasserburger zur unsicheren Zukunft des Lebensmittelhandels.

Konzept Action Retail

Egal ob Shoppingcenter-Betreiber, oder Filialist, eines steht fest: Wer expandieren will braucht ein Konzept, dass zur Umgebung passt. Ein Beispiel für ein derzeit gut funktionierendes Konzept ist Action Retail ein breites Angebot mit ständig wechselndem Sortiment zu niedrigen Preisen. Ein weiteres Kernthema beim Symposium war die Frage nach innovativen Flächenlösungen für Händler und Einnahmequellen für Shopping Center. Bei den innerstädtischen Lagen und Händlern geht der Trend Richtung „kleinere Flächen mit Flair“. Denn laut Thomas Hahn (Retail Manager Signa) verlieren Top-Lagen auch durch den Online-Handel nicht an Stärke, wenn man den Kunden einen Grund gibt im stationären Handel einzukaufen. So wird unter anderem die Gastronomie als Frequenzbringer gesehen. Nicht zuletzt sind sich die Branchengrößen aber darin einig, dass Freundlichkeit, persönlichen Kontakt, Angebot und Individualität weiterhin Schlüsselfaktoren für den Erfolg sind.

 

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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