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Ja! Natürlich Bio-Camp Eröffnung mit den Ja! Natürlich Geschäftsführerin Martina Hörmer, Prof. Jan Niessen, Bio-Landwirt Markus Brandenstein und Andreas Steidl, Geschäftsführer und Leiter des Qualitätsmanagements von Ja! Natürlich (v.l.n.r.)

25 Jahre Ja! Natürlich

19.11.2019

Im Rahmen des Biocamp 2019 blickte die größte heimische Biomarke auf ein Vierteljahrhundert ihres Bestehens zurück.

„Angefangen hat alles 1994 mit dem Wunsch, biologische Lebensmittel von bester Qualität nicht nur einigen wenigen Menschen anzubieten. Ja! Natürlich hatte das Anliegen, Bio für alle erreichbar und erschwinglich zu machen. Und damit der biologischen Landwirtschaft auch die für eine Ökologisierung der Landwirtschaft erforderlichen Absatzmöglichkeiten zu eröffnen. Als führende Bio-Marke hatten wir von Anfang an die Verantwortung, entschlossen vorauszugehen. In all den Jahren sind wir diesem Grundsatz der Verantwortung für Mensch, Tier und Umwelt treu geblieben. Ja! Natürlich war nie nur einfach eine Marke für Bio-Lebensmittel nach den gesetzlichen Standards, sondern stets geprägt vom unermüdlichen Einsatz für Qualität ohne Kompromisse, Genuss in Vollendung und österreichische Herkunft als Prinzip – und dies gemeinsam mit unseren Lieferantinnen und Lieferanten, die uns in jahre- und jahrzehntelangen Partnerschaften eng verbunden sind,“ resümiert Ja! Natürlich Geschäftsführerin Martina Hörmer. „Bei Themen wie artgerechter Tierhaltung und Green Packaging, Bio-Garten und Palmölfreiheit oder zuletzt durch das Bewusstmachen der Bedeutung gesunder Böden für die Qualität unserer Lebensmittel und der Biodiversität waren wir einer breiten öffentlichen Diskussion stets einen Schritt voraus. Man kann sagen, Ja! Natürlich hat als Impulsgeber wichtige Fragen früh aufgegriffen und auch im Sinne des Bio-Pioniers erst zum Thema gemacht.“

Bio-Bauern ohne Markt

Für Markus Brandenstein, Bio-Landwirt aus Marchegg in Niederösterreich und Ja! Natürlich Bauer der ersten Stunde, kam der Marktstart von Ja! Natürlich 1994 gerade rechtzeitig: „Ich hatte meinen Hof 1990 auf Bio umgestellt, weil ich nicht jedes Jahr noch mehr Pestizide spritzen wollte. Und dann hätte ich vom Lagerhaus für meine Bio-Produkte nur den normalen Preis für konventionelle Produktion bekommen. Ja! Natürlich hat mir und anderen Biobauern einen Weg zum Konsumenten eröffnet. Der Mehraufwand, der uns Bio-Bäuerinnen und -Bauern entsteht, muss entlohnt werden und das sollte uns allen unsere Erde wohl hoffentlich auch wert sein.“

Vorbild für Deutschland

„In Deutschland haben wir erst heuer die Marke von 10 Prozent Bio-Landwirtschaft erreicht und werden den Vorsprung von Österreich wohl nie aufholen.“ meint Jan Niessen, Professor für Strategische Marktbearbeitung in der Biobranche an der Technischen Hochschule Nürnberg. Die Entwicklung in Österreich ist auch das Resultat einer weitsichtigen Agrarpolitik, wie der Experte meint: „Die kleinteilige österreichische Landwirtschaft wäre rund um den EU-Beitritt im Bereich der konventionellen Landwirtschaft gegen die Großbauern und Agrarkonzerne auf verlorenem Posten gestanden. Die damalige strategische Ausrichtung auf Bio trägt heute ihre Früchte.“ Dazu käme laut Niessen die frühe Vernetzung von Handel und Landwirtschaft:  „In Österreich gibt es seitens des Lebensmittelhandels schon lange ernsthafte Anstrengungen, Bio in die Breite zu bringen – und gleichzeitig stetig die Qualität von Bio, erweitert um Mehrwerte wie Regionalität, Tier- und Artenschutz oder Bodenfruchtbarkeit, weiter nach oben zu schrauben. Das fordert die Produzenten heraus, sich stets weiter zu entwickeln und gleichzeitig den Prinzipien der Bio-Bewegung treu zu bleiben. Davon profitieren die Konsumentinnen und Konsumenten ebenso wie die Landwirtschaft selbst, deren Arbeit entsprechend honoriert wird und die durch Innovationen zukunftsfit bleibt.“

Erdnüsse, Superfood und Ingwer aus Österreich in Bio

Bestes Beispiel für die Stärkung der regionalen Landwirtschaft durch Innovation sind die sensationellen Sortiments-Neuzugänge mit österreichischer Herkunft, die Ja! Natürlich in diesem Herbst präsentieren darf. Bio-Ingwer, Bio-Chia und anderes sogenannte „Superfood“ aus Österreich und in wenigen Wochen erstmals auch Bio-Erdnüsse aus Österreich – allesamt Produkte, die bisher aus dem Ausland importiert werden mussten. Sie wurden daher im Falle von Ingwer und Chia aufgrund der nicht lückenlosen Kontrollierbarkeit von Ja! Natürlich auch gar nicht erst angeboten. Ganz im Sinne der Überzeugung, dass Bio mehr ist als sich an Bio-Richtlinien zu halten. Dass diese neuen österreichischen Produkte in diesen Wochen erstmals von Ja! Natürlich in den heimischen Handel gebracht werden liegt nicht nur an den veränderten klimatischen Bedingungen in Österreich, sondern vor allem auch an der Ausdauer und harten Entwicklungsarbeit auf Seite der Landwirtinnen und Landwirte, denen Ja! Natürlich für derartige Pionier-Leistungen seit 25 Jahren den Rücken stärkt.

 

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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