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Günther Helm, Generaldirektor der Hofer KG

50 Jahre Hofer: Geburtsstunde des heimischen Diskonter-Konzepts

25.01.2018

Aus ein paar Geschäften mit günstigen Artikeln auf Paletten wurde in einem halben Jahrzehnt ein angesehener Diskonter, der in Österreich einen Marktanteil von 22 Prozent hält.

Im Jahr 1968 startete die Hofer KG ihre Geschäftstätigkeit in Österreich und führte so das Diskontprinzip in der Alpenrepublik ein. Heute, fünfzig Jahre später, ist der Diskont längst salonfähig. Aus den vereinzelten Hofer-Filialen im Osten und Südosten des Landes wurde ein Filialnetz mit knapp 480 Märkten mit mehr als 11.000 Mitarbeitern. Der einstige „Palettenverkauf“ ist durch modernen und innovativen Konzepte ersetzt worden. Der Umsatz von Hofer betrug 2017 rund 4,1 Miliarden Euro. „Wir konzentrieren uns stets auf das Wesentliche. Und dieser Strategie wollen wir auch in den kommenden 50 Jahren treu bleiben“, fasst Hofer-Generaldirektor Günther Helm die Philosophie des Lebensmittelhändlers zusammen.

Vom Palettenverkauf zur Backbox

Seit 1980 steht neben der quantitativen auch die qualitative Offensive im Vordergrund. Damals wurde das Ladenkonzept erweitert und das Angebot an Aktionsartikel aufgestockt. Die Aktionswochen mit ganz speziellen Produkten, die klassisch im bekannten Flugblatt und mittlerweile auch im Internet zu finden sind, kennt heutzutage so gut wie jeder. Ab 1983 wurden die Märkte mit Kühlregalen für Frischeprodukte ausgestattet, 1998 folgte die Sortimentserweiterung um Tiefkühlprodukte. Der Fokus auf Qualität zeigte sich auch in den Jahren 2002 und 2006, als die Bio-Marken „Natur aktiv“ und „Zurück zum Ursprung“ eingeführt wurden. Letztere zählt heute zu den bekanntesten Nachhaltigkeits-Marken des Landes. Was einst mit elf Milchprodukten begann, umfasst heute ein Angebot von jährlich über 400 Bio-Artikeln aus heimischen Regionen. Ein Meilenstein in der Geschichte der Aldi Süd-Tochter war auch die Einführung der Backbox. Schon beim Testbetrieb schlugen die frisch gebackenen Gebäcksorten voll ein. Heute sind sie, auch bei anderen Lebensmittelhändlern und Diskontern, nicht mehr wegzudenken.

Expansion und Modernisierung nicht abgeschlossen

Aber nicht nur das Angebot und das Konzept hat sich verändert, auch der Filialbau an sich. Photovoltaikanlagen auf den Dächern und die klimaschonende Filial-Technik im Inneren zählen mittlerweile fast zum Standard. Unter dem Dach der Initiative „Projekt 2020“ sind die Nachhaltigkeitsstrategien sämtlicher Unternehmensbereich gebündelt. Themen wie Umwelt- und Klimaschutz sowie soziales Engagement sind ebenfalls ein wesentlicher Bestandteil davon. Das Projekt „Wir schwärmen für die Bienen“, wo es um den Schutz der Bienen geht, ist eines der bekanntesten Aktivitäten. Und übrig gebliebene Lebensmittel werden schon seit längerer Zeit an Sozialmärkte und Tafeln abgegeben. Diesen Weg möchte Hofer in Zukunft weiter gehen, auch in Bezug auf  die Modernisierung und Filialexpansion. Ebenfalls auf der Agenda der nächsten Jahre finden sich weiterhin Themen wie Regionalität, Lebensmittel für besondere Ernährungsbedürfnisse und die kontinuierliche Reduktion von Salz und Zucker.  

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