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7.–19. Oktober: „Gentechnik-freie Wochen 2019“ im österreichischen LEH

26.09.2019

Vom 7.–19. Oktober begeht beinahe der gesamte österreichische Lebensmittelhandel die „Gentechnik-freien Wochen 2019“. Dabei stehen Konsumenteninformation über Produktionsform und Vorteile Gentechnik-freier Lebensmittel sowie spezielle Gentechnik-freie Angebote im Vordergrund.

Mit einem geschätzten Marktvolumen von rund 1,5 Mrd. Euro und wachsenden Erfolgschancen im Export ist „Ohne Gentechnik hergestellt“ zum Erfolgsrezept für Österreichs Lebensmittel geworden. Und mit denn’sHoferLidlMetroM-Preis, Rewe (Adeg, Billa, Merkur und Penny), Spar (Spar, Eurospar und Interspar) und Unimarkt beteiligen sich alle großen Player des LEH an den Schwerpunkt-Wochen. Aber auch in zahlreichen Gastronomiebetrieben steht zwei Wochen lang in ganz Österreich die Gentechnik-freie Produktion im Vordergrund.

„Seit 1997 arbeitet der österreichische Lebensmittelhandel gemeinsam mit Herstellern, Landwirtschaft und Interessensverbänden im Rahmen der ARGE Gentechnik-frei an der Sicherstellung und Ausweitung der Gentechnik-freien Lebensmittelproduktion in Österreich. Diese einzigartige Partnerschaft, über alle Grenzen des Wettbewerbs hinweg, ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor dafür, dass Österreich europaweit Vorreiter und Vorbild bei Gentechnik-freien Lebensmitteln ist“, erklärt Florian Faber, Geschäftsführer der ARGE Gentechnik-frei. Während der „Gentechnik-freien Wochen“ gibt es bei allen teilnehmenden Händlern Sonderangebote sowie Information über die speziellen Qualitätsvorteile der Lebensmittelproduktion ohne Gentechnik, vor Ort, im Flugblatt, im Internet und in den Sozialen Medien.

Mehr als 3.500 Produkte „Ohne Gentechnik hergestellt“

Seit ihrer Gründung im Jahr 1997 hat sich die ARGE Gentechnik-frei, Europas erstes und erfolgreichstes Kennzeichnungssystem für Gentechnik-frei erzeugte Lebensmittel, als wichtige Qualitätsinstitution etabliert. Die Gentechnik-freie Produktion ist dabei zum Erfolgsrezept und zum besonderen Qualitätsmerkmal österreichischer Produkte geworden: Mehr als 3.500 österreichische Lebensmittel sind derzeit mit dem grünen Kontrollzeichen „Ohne Gentechnik hergestellt“ ausgelobt. Bei Milch und Molkereiprodukten (seit Juni 2010), bei Frisch- bzw. Schaleneiern (seit Oktober 2010) sowie bei heimischem Geflügelfleisch (Huhn, Pute; seit März 2012) ist die Gentechnik-Freiheit in Österreich Branchen-Standard. In anderen Bereichen (z.B. Schweine- und Rinderfütterung) wird an der Umstellung gearbeitet.

Ein Erfolgsmodell

Auch auf dem Markt zeigt die Gentechnik-freie Produktion Erfolg: Allein für Österreich wird das aktuelle Marktvolumen auf rund 1,5 Mrd. Euro geschätzt. Die zunehmende Nachfrage auch in anderen europäischen Ländern, allen voran Deutschland, sichert heimischen Herstellern interessante Exportchancen. Die Nachfrage nach Lebensmitteln ohne Gentechnik ist aber mittlerweile nicht mehr auf Österreich beschränkt: Vergleichbare Kennzeichnungssysteme gibt es in Deutschland, Frankreich, Luxemburg, Südtirol, Slowenien, Ungarn und Polen; weitere Länder wie Belgien, Tschechien, Serbien, Kroatien, Bosnien-Herzegowina arbeiten daran. „Europa hat die Chance, die Produktion ohne Gentechnik als Alleinstellungsmerkmal und wesentlichen Qualitätsaspekt zu verankern,“ erklärt Florian Faber. „Die weise Entscheidung des Europäischen Gerichtshof vom 25. Juli 2018, die Verfahren der ‚Neuen Gentechnik‘ mit gleicher Vorsicht wie die ‚herkömmliche Gentechnik‘ zu behandeln, ist ein starker Schritt in diese Richtung. Österreich liegt dabei sowohl bei Vielfalt der Produkte, als auch bei den Qualitätsvorgaben europaweit an vorderster Stelle.“

Was heißt „Ohne Gentechnik hergestellt“?

Lebensmittel mit dem Qualitätszeichen „Ohne Gentechnik hergestellt“ werden in allen Stufen der Wertschöpfungskette ohne den Einsatz von Gentechnik produziert. Bei tierischen Produkten dürfen auch die Futtermittel keine Gentechnik enthalten. Die Einhaltung der strengen, im österreichischen Lebensmittel-Codex definierten Vorgaben, wird laufend von externen Kontrollstellen überprüft.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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