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Die LGV-Vorstände Michael Wehofer und Florian Bell präsentierten die Prognose fürs Jubiläumsjahr 2016

70 Jahre LGV-Frischgemüse

16.11.2016

Die LGV-Frischgemüse erwartet in ihrem Jubiläumsjahr einen stabilen Umsatz von 65 Mio. Euro. Trotz des verregneten Frühsommers erwiesen sich auch 2016 die Gemüsespezialitäten als konstante Erfolgsprodukte, wie Vorstand Michael Wehofer bei der Pressekonferenz betonte. Möglich mache diese Entwicklung die jahrzehntelange Zusammenarbeit der Gärtnerinnen und Gärtner unter dem Dach der Genossenschaft.

Durchschnittlich je 15 Niederschlagstage gab es in den Monaten Mai, Juni und Juli. Der Mai war zusätzlich von zu niedrigen Temperaturen geprägt. Je schlechter das Wetter im Frühsommer, desto weniger wird gegrillt und desto geringer ist die Lust der heimischen Konsumenten auf Frischgemüse. Als Konsequenz musste heuer deutlich mehr exportiert werden als in den Jahren zuvor. Mit einer Steigerung von 50,8% ist die Saison 2016 eine der exportstärksten in der Geschichte der LGV-Frischgemüse (Landwirtschaftliche Gemüse Verwertungsgenossenschaft).

Gemüsespezialitäten: Erfolg durch Qualität

Besonders erfolgreich sind nach wie vor die Gemüsespezialitäten der LGV-Gärtnerinnen und Gärtner. Während die verkaufte Menge bei Paradeiserspezialitäten durch ein österreichweites Überangebot leicht zurückging, legten Mini Gurken um rund 21 % und Melanzani um rund 23 % zu. Die LGV-Gärtnerinnen und Gärtner probieren seit Jahrzehnten jede Saison neue, individuelle Gemüsesorten. Die von Generation zu Generation und von Betrieb zu Betrieb weitergegebenen Erfahrungen der Gärtnerfamilien ermöglichen dieses vielfältige und qualitativ hochwertige Gemüsesortiment.

„Vielfalt und Innovation sind bei der LGV-Frischgemüse deshalb so stark ausgeprägt, weil die Gärtnerfamilien die dafür nötige Expertise und Flexibilität gewährleisten“, beschreibt Wehofer die Stärken der kleinstrukturierten Landwirtschaft. „Der Zusammenschluss der Betriebe unter dem Dach der Genossenschaft ist die Basis für eine erfolgreiche Weiterentwicklung.“

Die Gärtnerinnen und Gärtner der LGV-Frischgemüse zählen zu den heimischen Pionieren im Einsatz von Nützlingen zum Schutz der Pflanzen. Rund 25 verschiedene Nützlingsarten finden sich mittlerweile in den Gärtnereien: von staubkorngroßen Organismen bis hin zu Hummeln, die für die Bestäubung der Blüten sorgen.

„Nachhaltigkeit ist heutzutage in aller Munde. Unsere Gärtnerfamilien gehen seit Generationen mit den Ressourcen, die sie zur Verfügung haben, bewusst und verantwortungsvoll um“, fasst Vorstand Florian Bell die letzten 70 Jahre Genossenschaft zusammen.

Seit drei Jahren beteiligt sich die LGV-Frischgemüse auch aktiv an der Gewinnung von nachhaltiger Energie. In Zusammenarbeit mit Wien Energie wurde ein BürgerInnen-Solarkraftwerk errichtet, das Sonnenenergie ins Netz einspeist. Tröpfchenbewässerung, viel Handarbeit und der untrügliche grüne Daumen der Gärtnerinnen und Gärtner sorgen dafür, dass das Gemüse ideal gedeiht und die Umwelt geschont wird.

Genossenschaft als Erfolgsmodell

Im Jänner 1946 wurde die LGV-Frischgemüse gegründet. Seit diesem Tag ist viel passiert: von den Nachkriegsjahren, in denen die Gärtnerinnen und Gärtner mühsam das Areal in Wien-Simmering von Schutt und Barackenteilen befreiten, über den wirtschaftlichen Aufschwung Österreichs in den Folgejahrzehnten bis hin zum EU-Beitritt 1995. Immer wieder wurde die Genossenschaft vor neue Herausforderungen gestellt. Doch der gemeinsam eingeschlagene Weg der (heute 108) Gärtnerfamilien, der sich auf die eigene Tradition, den Zusammenhalt in der Genossenschaft und die allerhöchsten Qualitätsansprüche an das Gemüse stützt, hat die LGV-Frischgemüse zu einem unverzichtbaren Teil der Wiener Kultur und des österreichischen Lebensmittelhandels gemacht.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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