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Abkühlung am Immobilienmarkt in CEE!

26.09.2008

Die Finanz- und Börsenkrise in den USA zieht immer weitere Kreise und erreicht nun auch den Immobilienmarkt in CEE. "Vor der Finanzkrise war enorm viel Geld am Immobilienmarkt vorhanden, das veranlagt werden wollte. Das hat sich jetzt schlagartig geändert", kommentiert DI Wolfgang Richter, Geschäftsführer von RegioPlan Consulting die aktuelle Entwicklung.

"Und wenn weniger Geld da ist, gibt es auch weniger Projekte", so die Schlussfolgerung. Dadurch wird das enorme Tempo, in dem in den letzten Jahren die Projekte aus dem Boden geschossen sind, gedrosselt, "und das ist gut für den Markt", so der Standortexperte.

Quality First: Nachhaltigen Erfolg kann man planen!

Durch den enormen Investitionsboom in den vergangenen Jahren, besonders bei den Handelsimmobilien, wurde eine Vielzahl an Projekten realisiert. Bei diesem Tempo blieb die Qualität oftmals auf der Strecke und nicht alle Projekte haben sich als erfolgreich erwiesen, sei es aufgrund ihrer Lage, ihres Konzeptes oder aufgrund der zu geringen Aufnahmefähigkeit des Mark-tes. ‚Speed counts' war die Devise. Jetzt, wo das Geld nicht mehr auf der Straße liegt gilt ‚quality first'. "Bei künftigen Projekten werden die Investoren viel genauer auf die Nachhaltigkeit schauen", weiß DI Richter, "und hier kann man sich mit Nachhaltigkeitsanalysen sehr gut absichern. Erfolg kann man planen", so Richter weiter.

Trend Deutsche Fonds nutzen ihre Chance!

Die Österreicher waren und sind die Pioniere in Osteuropa, was einerseits mit vielen Chancen, aber auch mit Risiken verbunden ist. Jetzt wo die Österreicher ihre Investitionen bremsen müssen, ergreifen die vorsichtigeren Deutschen ihre Chance und gehen auf Schnäppchenjagd.

Finanzkrise bringt Abkühlung am überhitzten Immobilienmarkt!

Über 500 Shopping Center-Projekte befanden sich im Sommer noch in der Pipeline, ein Plus von 15 Millionen Quadratmetern reiner Verkaufsfläche. Damit würde sich die bestehende Verkaufsfläche innerhalb von nur drei Jahren verdoppeln, wie die letzte Untersuchung von RegioPlan ergeben hat. Die Finanzkrise bringt nun Abkühlung in diese überhitzte Entwicklung, was gut für die Märkte ist. Zum einen, weil es langfristig weniger Projekte geben wird, die dafür besser geplant werden. "Die Entwicklungszeit wird sich um rund ein Drittel verlängern", schätzt DI Wolfgang Richter. Bisher betrug die Zeitspanne zwischen Planung und Realisierung eines Projektes im Durchschnitt rund drei Jahre. Diese hohe Geschwindigkeit bei Entwicklungen lässt eine gesunde Handelsentwicklung kaum mehr zu, denn die Kaufkraft der Bevölkerung - also die Nachfrage bzw. der Bedarf - steigt nicht in demselben Ausmaß wie die Verkaufsfläche. Durch die nun gebremste Entwicklung neuer Projekte hat der Markt bzw. haben die Konsumenten mehr Zeit, das bestehende Angebot zu verdauen. Zum anderen bedeutet die Abkühlung aber auch, dass die bestehenden Strukturen gestärkt werden. Besonders in Regionen, wo es noch keine flächendeckende Versorgung mit Handelsflächen gibt, wird die Nachfrage nach den bestehenden Flächen steigen und die Mieten bleiben hoch bzw. steigen wieder.

Die richtige Planung ist der Schlüssel zum Erfolg!

In den kommenden Jahren wird es keinen Investor mehr geben, der sich nur mit ein paar langfristi-gen Mietverträgen als Sicherheit zufrieden gibt. Die Qualität und Nachhaltigkeit ist mehr als je zuvor ein Thema. Von der Marktseite her sind im Wesentlichen zwei Elemente ausschlaggebend für den Erfolg eines Projektes, das gilt besonders für den Handel aber auch für andere Bereiche wie zum Beispiel Hotel- oder Büroprojekte: "Das ist einerseits der Standort und andererseits das Konzept", erläutert der Geschäftsführer von RegioPlan Consulting, der mit seinem Team bereits über 3.000 Standortanalysen durchgeführt hat, die Erfolgsfaktoren. Und beides kann man im Vorfeld sehr gut überprüfen. "Die Erfahrung sagt uns, dass 80 Prozent der Fehler bereits in der Planungsphase gemacht werden, die mit der richtigen Vorbereitung verhindert werden können", erklärt Richter, "und RegioPlan Consulting hat dafür die richtigen Instrumente und die nötige Erfahrung". Mag. Hanna Bomba-Wilhelmi, Geschäftsführerin und Leiterin des Marketing- und Vertriebsteams ergänzt, dass "langfristig vor allem die Sicht des Konsumenten ausschlaggebend für den Erfolg eines Projektes sein wird, denn der Kunde kauft dort ein, wo seine Bedürfnisse am besten erfüllt werden".

Vorsicht zahlt sich doch aus!

Zahlreiche österreichische Investoren und Projektentwickler sind schon sehr lange und sehr erfolg-reich in Osteuropa tätig und haben die Entwicklungen sehr stark mitgeprägt, sind dabei aber auch Risiken eingegangen. Auch deutsche Unternehmen investieren in CEE, sind bei ihren Investitionen aber zurückhaltender. Während sie sich in Rumänien und Bulgarien umschauen, sind österreichische Unternehmen bereits in der Ukraine und Russland unterwegs. Jetzt aber, wo vor allem Immobilien AG's mit der Abwertung ihres Immobilienbestandes kämpfen, kommen die konservativeren Anlage-formen zum Zug. Darunter einige deutsche Fonds, die jetzt Immobilien zu Schnäppchenpreisen kau-fen und in Märkte vordringen, die bisher zu teuer oder zu risikoreich waren. Konservative Fonds erzielen zwar eine geringere Rendite als Immobilien AG's, dafür aber stabilere. In Zeiten wie diesen sind sie daher im Vorteil.

Die Veranstaltung zum Thema!

Das Thema Nachhaltigkeit und Professionalität bei Immobilieninvestitionen ist gerade jetzt aktueller denn je. Beim 4. Expertenforum am 2. Oktober 2008 diskutieren namhafte Unternehmen, was Pro-fessionalität ausmacht und wie sie nachhaltige Investitionen schaffen. Die Eckdaten:

Best Practice: Handel, Hotel & Wohnbau In CEE/SEE
Professionalität statt Russisches Roulette
Termin 2. Oktober 2008
Ort Studio 44 der Österreichischen Lotterien, Rennweg 44, A-1038 Wien
Zeit 15:00 - ca. 20:00 (ab ca. 18:00 Abendausklang mit Buffet)
Teilnahmegebühr € 160,- (zzgl. 20% MwSt.) Für Journalisten kostenfrei!
Anmeldung www.regioplan.eu

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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