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Abwehrkampf lässt Kassen klingeln

08.02.2008

Insektizide. Der Markt steigt kontinuierlich, die Folgen des Klimawandels könnten der Branche einen Boom bescheren.

Der Markt der Insektizide/Repellents stieg 2007 – nach dem guten Jahr 2006 – nochmals stark an. Dank eines extrem milden Winters und dem damit verbundenen frühen Saisonbeginn legte der Umsatz im LEH+DFH massiv zu – bis Mitte August 2008 um +8%. Durch die warmen Temperaturen kam es vor allem zu einer massiven Belastung durch Fliegen und Gelsen – was sich auch in starken Umsatzzuwächsen in diesen Segmenten bemerkbar machte: +10,5% (Fliegen) bzw. sogar +36,3% (Gelsen). Erhebung: Nielsen, MarketTrack, Insektizide, LEH+DFH Total, Wert, KW 10/07-33/07, Quelle: Industrie.
Der zum Teil wetterunabhängige Mottenmarkt konnte aber ebenfalls profitieren und wuchs auf hohem Niveau nochmals um +4,7% und war heuer zum dritten Mal in Folge das stärkste Produktsegment im LEH+DFH.
Die Belastung an „Kriechenden Insekten“ (v. a. Ameisen) war hingegen 2007 geringer als erwartet und führte nach dem Rekord-Ameisenjahr 2006 zu einem leichten Rückgang im Segment.
Vandal – die Nr. 1 – eilt von Rekord zu Rekord und hält nun bei 63,2% Marktanteil. Dies bestätigt auch Mag. Katharina Schlagbauer, Client Executive bei Nielsen: „Vor allem der Marktführer der Warengruppe konnte im vergangenen Jahr überdurchschnittlich wachsen.“ Vandal wuchs mit einem Plus von knapp 14% beinahe doppelt so stark wie der Gesamtmarkt.
Der Gesamtmarkt setzt sich aus vier Segmenten zusammen: Motten (35%), Fliegen (27%), Gelsen (22,5%), Kriech­insekten (15,5%).

Aufgrund der oft zitierten Klimaerwärmung wird von vielen Experten mit einem früheren Auftreten der Insekten und einem längeren Befallszeitraum gerechnet. Das hätte zur Folge, dass die ersten Insekten bereits regelmäßig im Februar auftauchen und bis spät in den November aktiv sind.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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