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AGRANA – Frucht im Geschäftsjahr 2006|07 erstmals wichtigster Umsatz- und Ergebnisträger

22.05.2007

Der AGRANA-Konzern hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2006|07 (1. März bis 28. Februar) sein dynamisches Wachstum fortgesetzt und Umsatz und Ergebnis weiter verbessert. Der Umsatz stieg um 28 % Prozent auf 1.915,8 (Vorjahr 1.499,6) m€, das Operative Ergebnis um 8 % auf 107,0 m€ (nach 99,5 m€ im Jahr 2005|06).

Die Umsatzsteigerung basierte auf dem starken organischen Wachstum in den Segmenten Stärke und Frucht, der Geschäftsjahresanpassung der Fruchtgesellschaften vom Kalenderjahr auf das AGRANA-Geschäftsjahr mit der Einbeziehung von zwei zusätzlichen Monaten sowie auf Konsolidierungseffekten.
Erstmals wurde Frucht mit einem Anteil am Konzernumsatz von 48 % zum größten Umsatzträger, gefolgt von Zucker mit 41 % und Stärke mit 11 %. Auch beim operativen Ergebnis lag das Segment Frucht mit 42 % Anteil erstmals voran, gefolgt von Zucker (31 %) und Stärke (27 %).

"Der Umbau der AGRANA von einem zentraleuropäischen Zucker- und Stärkeunternehmen zu einem wachstumsorientierten Global Player, der mit nunmehr drei Säulen - ZUCKER, STÄRKE und FRUCHT - breit aufgestellt ist, konnte in nur wenigen Jahren erfolgreich umgesetzt werden", kommentiert AGRANA-Vorstandsvorsitzender Johann Marihart die Geschäftszahlen 2006|07 anlässlich der Bilanzpräsentation. "Die erfreuliche Ergebnisentwicklung zeigt zudem, dass AGRANA mit dieser Diversifizierung den schwierigen Rahmenbedingungen bei Zucker infolge der neuen EU-Zuckermarktordnung rechtzeitig entgegen gesteuert hat. Wir konnten trotz dieses beträchtlichen Gegenwindes erstmals seit Gründung der AGRANA das Operative Ergebnis deutlich auf über 100 m€ steigern."

"Wir haben 2006|07 weitere wichtige Entscheidungen zur Fortsetzung unseres dynamischen Wachstumskurses getroffen und wesentliche Wachstumsschritte auch umgesetzt", berichtet Finanzvorstand Walter Grausam. "Konzernweit wurden die Investitionen in Sachanlagen auf 157,4 m€ um 73 % angehoben. Allein im Segment Stärke wurden die Investitionen auf 79,2 m€ mehr als verdoppelt", so Grausam. Sie betrafen vor allem die Errichtung des Bioethanol-Werkes in Pischelsdorf und den Kapazitätsausbau der ungarischen Beteiligung Hungrana, der ebenfalls der dortigen Bioethanol- sowie der Isoglukose-Produktion zu Gute kommt. Als weitere Meilensteine in der Fortsetzung des Wachstumskurses nannte Grausam den Einstieg in die Fruchtsaftkonzentrateproduktion in China sowie den Bau eines neuen Fruchtzubereitungswerkes in Brasilien, das kürzlich seinen Betrieb aufgenommen hat.

Die Umsatzerlöse im Segment Zucker stiegen im Geschäftsjahr 2006|07 um 4 % auf 804,6 (Vorjahr 770,4) m€ an. Diese Steigerung basierte vor allem auf höheren Absatzmengen in Osteuropa. Das Operative Ergebnis erreichte 32,9 m€ (Vorjahr: 38,7 m€ vor Restrukturie-rungen). Eine temporäre Quotenkürzung, die restriktive Exportpolitik der EU-Kommission, gestiegene Energiekosten sowie die erstmalige Einhebung der Restrukturierungsabgabe waren für den Ergebnisrückgang verantwortlich. AGRANA steuerte mit Kosteneinsparungen und Rationalisierungsmaßnahmen diesen Rahmenbedingungen entgegen.

Im Segment Frucht stiegen die Umsatzerlöse um 69 % von 541,2 m€ im Vorjahr auf 914,6 m€. Dies war die Folge der vollständigen Konsolidierung der früheren DSF und der vormaligen Atys-Gruppe sowie der Geschäftsjahresanpassung der Fruchtgesellschaften. Das Operative Ergebnis erhöhte sich um 68 % auf 45,6 m€ (nach 27,2 m€ im Vorjahr), was auf das hohe organische Wachstum und Preisanpassungen zurückzuführen ist.

Die Neustrukturierung des Segments Frucht wurde Mitte 2006 abgeschlossen. Alle Unternehmungen des Segments treten nun am globalen Markt einheitlich unter der gemeinsamen Marke AGRANA auf. Darüber hinaus können durch den Zusammenschluss Potenziale und Synergieeffekte im Rohstoffeinkauf, in der Administration, in der Forschung und Entwicklung sowie im Produktverkauf besser genutzt werden. Dadurch wird auch die Internationalisierung des AGRANA-Konzerns weiter forciert.

"Wir werden im laufenden Geschäftsjahr den Wachstumskurs weiterführen und gleichzeitig Konsolidierungs- und Optimierungsmaßnahmen in allen Segmenten setzen. Unser Fokus liegt klar auf wertsteigerndem Wachstum", so Finanzvorstand Walter Grausam. Dies beinhaltet insbesondere organisches Wachstum, aber auch weitere Unternehmensakquisitionen. Die Unsicherheiten über die weitere Entwicklung des Zuckermarktes in Europa werden erst mit einer Nachjustierung der Zuckermarktordungsreform reduziert werden können.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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