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Agrana startet Kartoffelfaser-Produktion

14.11.2018

Agrana erzielt ein 100 prozentige Kartoffel-Rohstoffverwertung mit der neuen Kartoffelfaser-Produktion in Stärkefabrik Gmünd. Das neue Produkt für Lebensmittel zeichnet sich durch Ballaststoffreichtum und geringen Kalorienwert aus.

„Bisher blieb die in der Kartoffelstärkeherstellung nebenbei anfallende Pülpe ungenutzt. Mit der Investition in eine Kartoffelfaser-Aufbereitungs- und Trocknungsanlage gewinnen wir die ballaststoffreiche Kartoffelpülpe in Lebensmittelqualität zur Kalorienreduktion“, erklärt Agrana-Generaldirektor Johann Marihart. Die hohe Ballaststoffe-Dichte ist von Bedeutung, weil sie unverzichtbar für eine gesunde Ernährung ist. Ballaststoffe gelten als schnelle Sattmacher, senken Blutzucker- und Blutfettwerte, binden giftige Stoffe im Körper und sorgen für eine gesunde Darmflora. Außerdem werden sie in vielen Lebensmitteln wie Backwaren, Erfrischungsgetränken und Fleischerzeugnissen eingesetzt.

Champion in Stärke

Der Spezialist für individuelle Stärkeanwendungen kann durch die neue Anschaffung jetzt 100 Prozent des Kartoffelrohstoffes verwerten. Diese Investition im Werk Gmünd ist Teil eines 40 Mio. Euro Projektes, womit auch die Tagesverarbeitung von 1.600 auf 2.000 Tonnen Kartoffeln gestiegen ist. Die Stärkeproduktion ist mit über einem Viertel des Gesamtumsatzes mittlerweile unverzichtbar für Agrana, immerhin werden dafür auch 250.000 Tonnen Kartoffeln und 2,5 Mio. Tonnen Mais und Weizen verarbeitet. Entsprechend ist auch der ökonomischer Fußabdruck in diesem Segment ist beachtlich: Die direkte Wertschöpfung in Österreich im Stärkebereich wird durch Zulieferungen und Dienstleistungen, die die Stärkefabriken nachfragen, von 197 Millionen Euro auf 404 Millionen Euro mehr als verdoppelt.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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