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Agrana veröffentlicht Halbjahresbilanz 2018/19

17.10.2018

Die Agrana veröffentlicht ihre Halbjahresbilanz. Der Gewinn liegt Zucker- und Bioethanol-bedingt im ersten Halbjahr 2018/19 deutlich unter dem Vorjahr. Die Prognosen für die Zukunft versprechen keine Besserung.

Der Frucht-, Stärke- und Zuckerkonzern Agrana verzeichnete im ersten Halbjahr 2018/19 einen deutlichen Gewinnrückgang. Das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) lag mit 63,0 Mio. Euro um 51,8 Prozent unter jenem der Vergleichsperiode des Vorjahres. Der Konzernumsatz ging um 7,4 Prozent auf 1.261,0 Mio. Euro (Vorjahr: 1.362,1 Mio. €) zurück. Nach Agrana-Vorstandsvorsitzenden Johann Marihart sind die Gründe für den mäßigen Erfolg Tiefstpreise in den Geschäftsbereichen Zucker und Isoglukose nach EU-Quotenende. Auch im Vorjahresvergleich deutlich niedrigere Ethanolpreise führten zu einem deutlichen Ergebniseinbruch. Gerade das Segment Zucker bleibt das Sorgenkind des Unternehmens. Aus diesem Grund sieht auch die Prognose für das dritte Quartal des laufenden Geschäftsjahres nach einem deutlichen Rückgang beim Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) aus. Auch beim Konzernumsatz, sowie dem künftigen EBIT geht der Konzern von Entwicklungen unter dem Vorjahrsniveau aus.

Frucht, Stärke und Zucker

Die Entwicklung des Segmentes Frucht (611,6 Mio. €) verlief mit einem moderat über dem guten Vorjahr liegenden EBIT (46,8 Mio. €) gut. Die gestiegenen Umsatzerlöse in diesem Bereich folgten aus den hohen Apfelsaftkonzentratpreisen der Ernte 2017. Währenddessen verzeichnete der Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen währungsbedingt allerdings eine leichte Ergebnisverschlechterung. Der Umsatzrückgang im Segment Stärke (-3,5%) war vor allem auf die im Vergleich zur Vorjahresperiode deutlich niedrigeren Bioethanolpreise sowie die Isoglukosepreise zurückzuführen. Mit einem EBIT in Höhe von 20,3 Mio. Euro wurde das sehr gute Vorjahresergebnis um 59,8 Prozent deutlich unterschritten.  Die Erlöse bei Verzuckerungsprodukten waren ebenfalls rückläufig, beeinflusst durch das sehr niedrige Preisniveau bei kristallinem Zucker. Die Entwicklung bei nativen und modifizierten Stärken war bei einer anhaltend guten Marktnachfrage positiv. Auch im Segment Zucker lassen die Zahlen zu wünschen übrig (-26,4% Umsatz). Im Vergleich zur Vorjahresperiode führten deutlich gesunkene Verkaufspreise, aber auch niedrigere Verkaufsmengen (v.a. im Export und Non-Food-Bereich) zu dieser negativen Entwicklung. Das EBIT im ersten Halbjahr 2018/19 ging von 36,6 Mio. Euro markant auf -4,1 Mio. Euro zurück.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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