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Präsentation in Berlin anlässlich der Grünen Woche: (v. l. n. r.) AMA-Marketing-Geschäftsführer Michael Blass, Exportmanagerin Margret Zeiler und Aufsichtsratvorsitzender Franz Stefan Hautzinger

Agrar-Exporte von fast 10 Mrd. Euro

14.01.2016

Trotz einer schwierigen Marktsituation bei Schweinefleisch und Milch haben 2015 die Agrarexporte in Österreich um 2,5 Prozent zugelegt, und kratzten sogar an der 10-Milliarden-Euro-Grenze. AMA-Marketing-Geschäftsführer Michael Blass zieht anlässlich der Grünen Woche in Berlin erste Bilanz.

Auch 2015 haben sich die Exporte im Agrarbereich wieder erhöht – obwohl neben dem Russland-Embargo im vergangenen Jahr auch noch das Ende der Milchquote dazu kam. Mit einem Exportwert von 9,993 Mio. Euro war der Agrar-Außenhandel sogar knapp daran die 10-Milliarden-Grenze zu knacken. Gegenüber 2014 war das ein Plus von 2,5 Prozent – eine Spur weniger als das Halbjahres-Zwischenergebnis 2015 von fast drei Prozent, aber doch noch ein wenig mehr als 2014 (da waren es 2 Prozent). Die wichtigsten Produktgruppen im Export sind nach wie vor Fleisch und Fleischzubereitungen, Milch und Milchprodukte, allen voran Käse sowie Getränke. Obst und Gemüse (frisch und veredelt) nehmen knapp ein Zehntel im Produkt-Ranking ein.

Deutschland wichtigstes Export-Land

Rund ein Drittel der Agrar-Exporte Österreichs geht zu unseren deutschen Nachbarn, mit einem Exportwert von 3,48 Mrd. Euro. Damit ist und bleibt die Bundesrepublik wichtigster Handelspartner für heimische Lebensmittelproduzenten. Italien steht mit knapp 1,3 Mrd. Euro weiter an zweiter Stelle. „Attraktive Zunahmen bei den Exporten von Käse und Butter stellen die Wettbewerbskraft heimischer Milchprodukte auf dem italienischen Markt unter Beweis“, erklärt Blass. Auch die Exporte nach den Niederlanden verzeichnen ein zweistelliges Plus. Äußerst dynamisch haben sich aber auch die Ausfuhren in die Schweiz (mehr als zehn Prozent Plus) und die USA (Plus von 42 Prozent) entwickelt. Besonders alkoholfreie Getränke, aber auch der Käse, der um 25 Prozent zulegte, waren gefragt. „Die konzentrierten Bemühungen zeigen damit nachhaltig Wirkung“, freut sich der AMA-Marketing-Chef.

Käse ist unangefochtene Nummer eins

Käse ist und bleibt somit der Exportschlager. Insgesamt 60.435 Tonnen im Wert von 289 Millionen Euro wurden 2015 nach Deutschland exportiert. Österreich nimmt damit in der Liste der Top-10-Importländer Deutschlands den dritten Platz ein, liegt also gleich nach den potenten Käsenationen Niederlande und Frankreich. Die Deutschen sind große Käseliebhaber. Der durchschnittliche Pro-Kopf-Verbrauch liegt bei 24,2 Kilo, also noch um rund drei Kilo höher als bei den Österreichern. Dass Österreichs Käsereien auf diesen wichtigen Markt setzen, erscheint aber auch aufgrund der Preisentwicklung sinnvoll. Mit 4,78 Euro pro Kilo exportiertem Käse liegt Deutschland in einem attraktiven Preissegment.

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