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Agrarexporte nach Italien verdreifacht

09.05.2006

"Seit dem EU-Beitritt Österreichs konnten die Agrarexporte nach Italien verdreifacht werden. Italien liegt mit 17% Anteil an unseren agrarischen Gesamtexporten nach Deutschland an zweiter Stelle. Österreich punktet im südlichen Nachbarland vorzugsweise mit Fleisch- und Milchprodukten. Für die Italiener ist Österreich gleichbedeutend mit intakter Umwelt, Natürlichkeit der Produkte und gelebter Tradition, wie eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Directa ergab." Dies berichtet Georg Schöppl, Vorstandsvorsitzender der AMA und AMA Marketing, anlässlich der Eröffnung der Lebensmittelfachmesse CIBUS in Parma.

Unter dem Dach der AMA Marketing präsentieren sich in Parma 40 österreichische Lebensmittelhersteller auf einem Gemeinschaftsstand unter dem Motto "Natura Piacere Austria" (Natur Genuss Österreich). "Damit punkten wir bei allen unseren Marketingaktivitäten, den Österreich-Wochen im Handel, den Messeauftritten und der Zeitschrift 'Info Carne', die wir speziell für den italienischen Fleischmarkt herausgeben", so Schöppl. Auf der CIBUS zeigen etwa 2.000 Aussteller aus über 20 Ländern auf einer Gesamtfläche von 300.000 m2 ihr Produktangebot. Bei der CIBUS 2004 wurden rund 90.000 Fachbesucher gezählt.

Italien rangierte im Jahr 2005 mit 17% Anteil an zweiter Stelle der heimischen Agrarexportstatistik. Nur Deutschland lag mit 31% in diesem Ranking noch vor unserem südlichen Nachbarn. Den größten Anteil von Österreichs Exportvolumen nach Italien haben wertmäßig mit 21% Fleisch und Fleischwaren, gefolgt von Milch und Milchprodukten mit mehr als 17%. Auch Getränke (15%), dabei vorwiegend Fruchtsäfte, werden gerne aus Österreich bezogen.

Der Export österreichischer Agrarprodukte nach Italien hat sich seit dem EU-Beitritt Österreichs nahezu verdreifacht. Wurden im Jahr 1995 Lebensmittel im Wert von rund EUR 361 Mio. nach Italien geliefert, so waren es 2005 bereits Waren im Wert von mehr als EUR 1 Mrd. Auch der Export italienischer Produkte nach Österreich hat sich gut entwickelt. Mit EUR 662 Mio. wurden 2005 wertmäßig mehr als doppelt so viele agrarische Produkte nach Österreich geliefert wie 1995.

Österreich exportierte 2005 Fleisch im Wert von rund EUR 214 Mio. nach Italien. Dem gegenüber steht eine Importmenge nach Österreich von rund EUR 52 Mio. Lediglich im Jahr 2001 - zur Zeit der BSE-Krise - ging der Export deutlich zurück, hat aber mittlerweile im Jahr 2005 einen Höchstwert erreicht. Mit Rindfleisch im Wert von EUR 109 Mio., was einer Menge von mehr als 28.000 t entspricht, wurde voriges Jahr so viel Rindfleisch nach Italien geliefert wie nie zuvor. Im Gegenzug dazu blieb der Export Italiens nach Österreich in diesem Segment unbedeutend. Von der BSE-Krise 2001 profitierte aber im gleichen Jahr ganz klar der österreichische Export von Schweinefleisch nach Italien und erreicht damals nie da gewesene Höchstwerte (EUR 109 Mio.).

Der Export österreichischer Milch und Milchprodukte nach Italien hat sich in den vergangenen Jahren auf einem sehr hohen Niveau eingependelt. Pro Jahr werden über 400.000 t in diesem Segment im Wert von rund EUR 150 Mio. (ohne Käse) nach Italien verkauft. Speziell für Käse lässt sich eine ähnliche Erfolgsgeschichte aufzeigen. 20.000 t österreichischer Käse gingen 2004 um rund EUR 68 Mio. über italienische Ladentische. Lediglich im Jahr 2005 litt besonders das Segment Milch und Milchprodukte an der schlechten
Wirtschaftslage im Nachbarland. Die größten Exporteure von Molkereiprodukten aus Österreich nach Italien sind die Alpenmilch Salzburg, die Tirol Milch, die Gmundner Molkerei und die Berglandmilch aus Oberösterreich. Der Export italienischer Milchprodukte nach Österreich ist vergleichsweise sehr gering, 2005 betrug deren Wert EUR 3,5 Mio.

"Österreichische Lebensmittel werden in Italien als überaus wohlschmeckend und vor allem unverfälscht wahrgenommen. Die Alpenrepublik wird dabei als Land mit intakter, natürlicher Umwelt gesehen, das von industrieller Herstellung Abstand nimmt. Das Vertrauen in Reinheit und Natürlichkeit der Produkte ist groß", erläutert Schöppl. Diese positiven Imagewerte werde man auch bei der Fachmesse CIBUS in Parma hervorheben.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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