Direkt zum Inhalt

AK Test: Mit der Lupe zum Einkauf

11.03.2005

"Etiketten sind wichtig für die Kaufentscheidung der Konsumenten, die Informationen müssen klar sichtbar und gut lesbar sein", sagt AK Konsumentenschützer Heinz Schöffl. Das sei aber oft nicht so. Eine AK Befragung von 50 KonsumentInnen, die 30 Produktverpackungen nach Schulnotensystem bewerteten, zeigt: Mit befriedigend bis ungenügend benoteten sie Etiketten in klitzekleiner Schrift - 0,6 bis 1,5 Millimeter - mit ungutem Farbkontrast, z.B. weiße Schrift auf rotem Etikett. Begrenzt lesbar - Note zwei bis drei - waren Schriften von 1,1 bis zwei Millimeter, vor allem wenn der Farbkontrast schlecht war. Übersichtliche Etiketten mit Schriftgrößen von 1,5 bis zwei Millimeter wurden als sehr gut bis gut lesbar
eingestuft.

Negativ beurteilten die VerbraucherInnen Fuzelschriften und den Farbkontrast zwischen Schrift und Etikett wie schwarze oder hellbraune Buchstaben auf durchsichtigem Hintergrund, weiße Schrift auf rotem Hintergrund, zu dünne, zarte Schrift, zu enge Abstände zwischen den Buchstaben, zu viele Sprachen am Etikett - dadurch sind sie unübersichtlich, auf silbernen Dosen reflektiert die Schrift und ist dadurch nicht lesbar. Positiv bewerteten sie dunkle, fette Lettern auf weißem Hintergrund, also Etiketten, bei denen Schriftgröße und Farbkontrast zwischen Schrift und Etikett passen.

"Es wirkt sich nachteilig für Konsumenten aus, dass klare gesetzliche Regeln fehlen, was als deutlich lesbar gelten kann", resümiert Schöffl. Für die Kaufentscheidung ist die Lebensmittelkennzeichnung am Etikett sehr wichtig. Daher verlangt die AK mehr Klarheit bei der Kennzeichnung. Konkret fordert die AK, dass Mindestschriftgrößen festgelegt werden, um die Lesbarkeit am Etikett zu garantieren. "Wünschenswert wären zumindest zwei Millimeter, dabei ist auch besonders auf den Kontrast von Schrift- und Etikettfarbe sowie den Schrifttyp zu achten", betont Schöffl. Eine bloß unverbindliche empfohlene Schriftgröße des Gesundheitsministeriums ist der AK zu wenig. Überdies muss in der Praxis die Lesbarkeit gegeben sein - das muss verstärkt kontrolliert werden. Bei Nichteinhaltung muss es wirksame Strafen geben. Das wichtigsten Informationen sollen konsumentenfreundlich auf der Vorderseite des Produktes angebracht werden. Ein Konsumentenpanel soll die Lesbarkeit in der Praxis prüfen.

Enthalten müssen verpackte Waren laut Lebensmittelkennzeichnungs-Verordnung die Sachbezeichnung, Füllmenge, Mindesthaltbarkeits- oder Verbrauchsdatum, Name der Firma und Anschrift des Herstellers, Verpackers oder Verkäufers, Zutatenverzeichnis, mengenmäßige Angaben wertbestimmender Bestandteile.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
Werbung

Weiterführende Themen

Zu den 13 Kräutern gesellen sich jeweils die Namensgeber als dominanter Einzelgeschmack.
Industrie
24.06.2019

Anlässlich des Jubiläumsgewinnspiels „130 Jahre Bonbonmeister Kaiser Austria!“ verschickt der Bonbonmeister von Juni bis August prall gefüllte Zuckerl-Koffer!

Markenartikel
24.06.2019

Die Neoh Schokoriegel mit 90 Prozent weniger Zucker verkauften sich seit ihrem Markteintritt bereits 9 Mio. Mal. Nun folgt eine dritte Sorte.

Industrie
24.06.2019

Die Mondi Gruppe hat eine voll recycelbare Polypropylenstruktur für Tiefziehanwendungen entwickelt, die eine Verbesserung der CO2-Bilanz im Vergleich zu bestehenden Verpackungen um 23 % erreicht ...

Claudia Anders übernimmt bei Rewe die Bereichsleitung der neuen Abteilung "Konzern Media Services"
Karriere
24.06.2019

Die Rewe Group besetzt die Leitung des Anfang 2019 neugeschaffenen Media-Service-Bereichs mit einer ausgewiesenen Media-Expertin.

DocLX-Gründer Alexander Knechtsberger und Marketagent.com-Geschäftsführer Thomas Schwabl stellten in der Vorwoche die Ergebnisse der Jugendstudie vor.
Thema
24.06.2019

Eine Umfrage unter 2.263 jungen Menschen zwischen 14 und 29 Jahren zeichnet ein interessantes Bild der heimischen Jugend.

Werbung