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12.12.2002

Recyclingtarife neuerlich gesenkt
Entwicklung. Die WKÖ fordert von neuer Bundesregierung 25 Mio. Euro für eine EU-Erweiterungs-Exportoffensive.
Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl und Walter Koren, Leiter der Außenwirtschaft Österreich (AWO), präsentierten kürzlich die jüngsten Ergebnisse der österreichischen Export- und Importentwicklung. Trotz der schwachen Weltkonjunktur konnten die österreichischen Exporte im EU-Vergleich überdurchschnittlich stark gesteigert werden. Für das Ge-samtjahr prognostiziert die AWO eine 3- bis 4-prozentige Exportsteigerung. „Bei 76,5 Mrd. E
(3,1 %) Exporten und einem Rückgang der Importe von 4,1 % auf 75,5 Mrd. E wird es heuer zum ersten Mal in der Geschichte der Zweiten Republik einen Handelsbilanzüberschuss geben“, so Leitl.
„Jeder Prozentpunkt Exportsteigerung ermöglicht die Schaffung von rund 7.000 zusätzlichen Arbeitsplätzen und rund 280 Mio. E mehr für die öffentliche Hand“, führt Leitl die positiven Effekte einer dynamischen Exportwirtschaft für Österreich aus. Die WKÖ fordere daher die zukünftige Bundesregierung auf, auch einen Anteil an den Kosten der Exportstruktur zu übernehmen. „Wir fordern 25 Mio. E – ein Schnäppchen, betrachtet man die positiven Auswirkungen auf Arbeitsplätze, BIP-Wachstum und Staatshaushalt“, sagt Leitl.
Von Jänner bis August 2002 wurden die Ausfuhren um 2,9 % auf 50,3 Mrd. E gesteigert. Damit liegt Österreich innerhalb der EU an zweiter Stelle, nur hinter Belgien. Die Importe nach Österreich fielen heuer in den ersten acht Monaten um 4 %.
2003 noch besser
Für das kommende Jahr wird mit einer Exportsteigerung von
5 % gerechnet. „Das bedeutet rund 35.000 neue Arbeitsplätze und mehr als 1 Mrd. E für die öffentliche Hand“, rechnet Leitl vor. „Durch die bevorstehende EU-Erweiterung werde es noch zusätzliche Chancen geben, dafür ist jedoch auch eine Marketing-Exportoffensive notwendig“, zeigt sich Walter Koren überzeugt.
Wichtigster Handelspartner bleibt nach wie vor der EU-Raum. Der Anteil der Gesamtexporte in die EU beträgt rund 60 %.
ARA. Die Wirtschaft konnte bei den Recyclingkosten entlastet werden.
Wir haben ein vorrangiges Ziel – die Entlastung der Wirtschaft, und somit auch der Konsumenten, durch Senkung der Tarife – auch 2003 wieder voll erreicht“, zeigt sich Dkfm. Christian Stiglitz, Vorstand der ARA AG, erfreut. „ In den letzten zehn Jahren wurde das ARA-System zum effizientesten und bequemsten System für Verpackungssammlung und -verwertung in Europa.“
Per 1. Jänner 2003 werden die Preise für die Erfassung und Verwertung von kleinen Kunststoffverpackungen um 14 % reduziert. Die Tarifsenkungen für Papierverpackungen betragen – sowohl bei Transport- als auch Verkaufsverpackungen – 13 %. Materialverbunde können künftig ebenso um 13 % günstiger lizenziert werden. Und die Kostenersparnis für große Kunststoffgebinde und Kunststoffverpackungen beim Industrie- und Gewerbepaket umfasst für die ARA-Kunden 5 % bzw. 8 %.
Im Vorjahr konnte erstmals der Tarif für Verpackungsglas seit Bestehen des ARA Systems gesenkt werden – diese positive Entwicklung bei der AGR wird für 2003 mit einer Vergünstigung um 2 % beibehalten.
Die ARA führt in einem Pilotprojekt gemeinsam mit der Wirtschaftskammer Österreich und den Technologiepartnern A-Trust GmbH, Anecon GmbH, BDC GmbH und Bull AG erstmals Geschäftsvorgänge mit einer hochsicheren elektronischen Signatur durch.
Dreißig ausgewählte Kunden wie Coca-Cola, Gillette, Ottakringer und Inzersdorfer werden in den nächsten sechs Monaten das neue System testen und können Dokumente rechtsverbindlich online an die ARA senden.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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