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Aktuelle Story

18.02.2003

Bier hat seinen PreisGastkommentar: Testimonials stehen hoch im Kurs
Zielpunkt. Vergleichende Werbung soll das Preisimage beim Konsumenten heben.

Am 16. Jänner 2003 hat Zielpunkt zum großen Schlag gegen den Diskonter Hofer ausgeholt. Wie Zielpunkt-Unternehmenssprecher Dr. Christian Schett gegenüber der Handelszeitung bestätigt, läuft seit diesem Tag – und zwar für längere Zeit – die Preisvergleichsschlacht mit der Aldi-Tochter in Österreich. Auf Flugblättern oder Werbeinseraten von Zielpunkt werden vergleichbare Lebensmittel von Zielpunkt und Hofer gegenüber gestellt und die Preise gleichgesetzt. Die Kernaussage: Außer Diskontpreisen habe Hofer nichts zu bieten. Im Anschluss findet der Konsument eine Tabelle, in der die Leistungsspektren von Hofer und Zielpunkt gegenüber gestellt werden. Unter „Hofer bietet Ihnen“ ist lediglich der Punkt „Diskontpreise“ abgehakt, die Punkte „Feinkost“, „Bankomatkassen in allen Filialen“, „Pfandflaschenrücknahme“, „Foto-Service in allen Filialen“ sowie „attraktive Gewinnspiele“ sind durchgestrichen, während sie auf der Zielpunkt-Seite ebenfalls mit Hakerl versehen sind. Beim Punkt „Markenartikel“ steht bei Hofer ein großes Fragezeichen einem ebenso großen Rufzeichen bei Zielpunkt gegenüber.
„Schon seit Jahren führt Zielpunkt rund 500 Artikel, die preisgleich mit vergleichbaren von Hofer sind. Während wir im Schnitt 4.500 Artikel pro Filiale anbieten, hat Hofer ein 850 Artikel starkes Sortiment. Das heißt aus Sicht von Hofer: Rund 70 % aller Hofer-Artikel kosten bei Zielpunkt dasselbe“, erläutert Schett.
Außerdem habe Zielpunkt keine Preise gesenkt, sondern mache nur auf eine Tatsache aufmerksam, die schon seit Jahren bestehe, aber nicht genügend hinaus posaunt worden sei. Dazu kommt der neue Slogan „Sparen wo’s geht“, der gut zur derzeitigen Konjunktur passt.
Brau Union. Der heimische Bier-Marktführer freut sich über Absatzplus und kündigt Preiserhöhungen an.

In Österreich wird wieder mehr Bier getrunken: 2002 ist der Pro-Kopf-Verbrauch um 1,8 Prozent auf 109,3 Liter gestiegen. Nach Ausstoßrückgängen in den Jahren 2000 und 2001 gab es für den heimischen Biermarkt im vergangenen Jahr ein Plus von 1,4 Prozent auf 8,4 Mio. Hektoliter. Diese Zahlen nannte die Brau Union Österreich unter Berufung auf den Brauereiverband. Der Marktführer selbst konnte 2002 im Inland mehr Bier verkaufen und dabei auch mehr erlösen.
Den Gesamtumsatz (Bier und sonstige Getränke) steigerte Brau-Unternehmen um 0,7 Prozent von 581 auf 585 Mio. Euro. Mit 476 Mio. Euro lagen die Bierumsätze in Österreich um 1,3 Prozent über dem Vorjahr. Bei sonstigen Getränken wurde ein 9,2-prozentiges Umsatzplus auf 59 Mio. Euro verbucht. Die Getränkerlöse im Inland stiegen um 2,1 Prozent auf 535 Mio. Euro.
Bei Bier kam die Brau Union Österreich im Inland auf ein Absatzplus von 1,9 Prozent auf 4,82 Mio. hl, der Getränkeverkauf nahm um 0,9 Prozent auf 5,78 Mio. hl zu.
Im Handel konnte die Brau Union Österreich ihren Marktanteil um 1,5 Prozentpunkte auf 58,3 Prozent (Menge) erhöhen. Zu den vier absatzstärksten Biermarken im heimischen Lebensmittelhandel zählen Gösser, Zipfer, Schwechater und Puntigamer.
Brave Tochter
„Eine wohlerzogene Tochter spricht nicht über mögliche Partnerschaften der Mutter“. Auch der versammelte Vorstand der Brau Union Österreich – in der börsenotierten Gruppe der Brau Beteiligungs AG (BBAG) operativ für das inländische Biergeschäft zuständig – ließ sich bei der Bilanpressekonferenz nicht zu Einschätzungen hinreißen, welcher internationale Braukonzern denn nun bei der BBAG das Rennen machen wird. Dass ein großer Auslandspartner den Druck verstärken würde, die eine oder andere der acht inländischen Brauereien zuzusperren, wurde vom Vorstandssprecher Dr. Markus Liebl in Abrede gestellt.
Höhere Preise
Für das Frühjahr angekündigt wurden jedoch Preisanpassungen. Die Preiserhöhungen des Marktführers werden je nach Marke, Gebinde oder Sorte sehr unterschiedlich ausfallen, bei einzelnen Produkten sei es auch denkbar, das sich gar nichts ändert. Auf einen Durchschnittswert wollte sich der Vorstand noch nicht festlegen, die Spanne gehe von 0 bis 6 Prozent.
Grund für die anstehende Preiserhöhung sind höhere Beschaffungskosten bei Gerste und gestiegene Energiekosten.
Nach dem unglaublichen Comeback von Hermann Maier wird dem österreichischen Skirennläufer mittlerweile ein Werbewert von 13 Millionen Euro attestiert. Sponsor Raiffeisen jubelt: Maier bringt der Bank jetzt angeblich das 20-fache der Sponsoringausgaben.
Testimonials stehen derzeit hoch im Kurs. Ob Sportler, Film- oder Showstars – Almsick, Assinger, Pirchner und Co. garantieren für Bekanntheit und Sympathie und die beworbenen Marken und Produkte profitieren natürlich davon.
Almdudler setzt den Reigen der „Werbung mit Stars“ nun fort: Wir konnten kürzlich Starmania-Moderatorin Arabella Kiesbauer für unser Kräuter-Wellness-Getränk Pro Ego unter Vertrag nehmen.
Dieser Werbedeal bringt mehrere Vorteile: Kiesbauer ist extrem publicitywirksam, Pro Ego wird neu emotionalisiert, neu positioniert und einer breiteren Öffentlichkeit näher gebracht.
Die Zielgruppe von Pro Ego ist somit nicht nur auf Wellness-Konsumenten eingeschränkt, sondern es wird jeder Konsument angesprochen, der sich etwas Gutes tun möchte.
Der aufmerksamkeitsstarke Werbeauftritt der Starmania-Frontfrau wird schon bald auf 24-Bogen-Plakaten zu bewundern und im Radio zu hören sein. Die Aussage der neuen Pro Ego-Kampagne – nämlich auf sich selbst zu  schauen – deckt sich total mit dem Lebenscredo der Künstlerin. Arabella Kiesbauer, eine starke, selbstbewusste und eigenständige Frau, steht somit glaubwürdig für Pro Ego, das Kräuter-Wellness-Getränk von Amdudler. Christoph Oberhauer

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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