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17.03.2003

Unimarkt legt weiter zuHacker-Angriff auf Billa
Konjunktur. Der Umsatzrückgang 2002 lag umsatzbereinigt bei 2,5 %.
Das Jahr 2002 war für den österreichischen Einzelhandel geprägt von Umsatzrückgängen, einer sinkenden Kundenfrequenz und einem Weihnachtsgeschäft, das nicht den Erwartungen entsprochen hat. Entsprechende Zahlen des Instituts für Gewerbe und Handelsforschung (IfGH) präsentierte Peter Voithofer vom IfGH bei einer Pressekonferenz in der WKÖ.
Der Einzelhandel verzeichnete 2002 laut IfGH-Erhebung einen nominellen Umsatzrückgang von 1,1 Prozent. Real, „das heißt unter Berücksichtigung des Preiseffekts, bedeutet das ein Minus von 2,5 Prozent. Die Kundenfrequenz sank im vergangenen Jahr um rund 3,6 Prozent. Der Einzelhandelsumsatz betrug damit 2002 rund 37,7 Milliarden Euro“, so Voithofer.
Franchise. Unimarkt Partner punkten mit zwei weiteren Geschäften.
Der Bereich Franchise-Partner gewinnt bei Unimarkt weiter an Bedeutung. Ende 2002 hat die Familie Neuburger einen neuen Markt in Hagenberg im Mühlkreis eröffnet. Die Familie betreibt in der 3. Generation seit 80 Jahren ein Geschäft in Hagenberg. Jetzt wurde ein neuer Markt mit einem starken Konzept gebaut und eröffnet. Er ist 600 m2 groß und hat 1,2 Mio. E gekostet.
Drei Kilometer von Hagenberg entfernt hat die Familie Dinghofer in Wartberg ob der Aist im Dezember ihren bestehenden Unimarkt erweitert. Da der alte Markt zu klein wurde, hat man die Geschäftsfläche um 600.000 E auf jetzt 600 m2 verdoppelt. Der Feinkostanteil liegt hier bei mehr als 35 % vom Umsatz, Fleisch kommt aus der eigenen Fleischhauerei.
Die Internetseite der Supermarktkette Billa ist von Hackern heimgesucht worden. Beim Anklicken eines Links landeten User auf einer Page mit pornografischen Inhalten. „Sozusagen eine verbotene Umleitung“, erklärte ein Sprecher des Unternehmens. Der Schaden wurde rasch behoben, hieß es.
Seit sieben Jahren präsentiert sich Billa im internationalen Datennetz, zum ersten Mal wurde die Domain von Hackern „bearbeitet“. Aufgefallen ist die Störaktion am Abend, am nächsten Morgen früh lief das Programm wieder störungs- und vor allem jugendfrei.
Wie mehrere bedeutende Websites wurden nun auch www.billa.at und www.bipa.at aufgrund ihrer Popularität zum Ziel von Hackern. Durch einen Angriff auf das System konnten wenige Links manipuliert werden und zu Inhalten gelegt werden, die nicht jugendfrei waren. Diese hatten natürlich keinerlei Zusammenhang mit den Inhalten der Marktführer im Lebensmittelhandel und Drogeriefachhandel.
Billa hat prompt auf den Angriff reagiert. In einer groß angelegten Aktion über Nacht wurde der gröbste Schaden behoben.
Die Telekom Austria hat am 13. Februar um ca. 00.15 Uhr blitzschnell reagiert und die Server der Firma Billa vom „Netz“ getrennt, um Schlimmeres zu verhindern.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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