Direkt zum Inhalt

Aktuelle Story

02.05.2003

Von Seidln & Krügerln
Kritik. Heimische Produkte sind schlecht gekennzeichnet, sagt die Arbeiterkammer.

Jedes zehnte Produkt in den heimischen Supermärkten sei schlecht gekennzeichnet. Das ergab ein Test unter 1.641 Lebensmitteln, den die Arbeiterkammer (AK) Wien durchführte. Beanstandet wurden vornehmlich Backwaren, gekühlte Fertiggerichte, Müsliriegel, Mayonnaisen, alkoholfreie Getränke in Dosen sowie Wellness-Getränke. Bei rund zwei Drittel der untersuchten Produkte war das Etikett unübersichtlich oder wegen der zu kleinen Schrift schlecht lesbar. 7,7 Produkte wurden sogar als ausgesprochen schlecht leserlich beurteilt.
Aber gerade das Etikett sei für die Kaufentscheidung der Konsumenten sehr wichtig, sagte AK-Konsumentenschützer Harald Glatz bei einer Pressekonferenz in Wien. „Viele Hersteller wollen ihre Produkte in allen Sprachen beschreiben. Und da wird dann die Schrift immer kleiner“, so Glatz.
Bisher habe es keine gesetzliche Vorschrift bezüglich der Buchstabengröße gegeben, erklärte AK-Konsumentenschützer Heinz Schöffl. „Es wurden zwei Millimeter empfohlen.“ Doch es seien Schriften bis zu 0,5 Millimeter auf dem Markt gesehen worden, sagte Schöffl. „Diese Größen müssen gesetzlich vorgeschrieben werden. Es sollen ja Konsumenten lesen können, die nicht so gutsichtig sind“, mein-
te der Konsumentensprecher. Durchsichtige Folien und glänzende Hintergründe würden die Sache nicht gerade leichter machen, so Schöffl.
112 der untersuchten Produkten halten laut AK nicht einmal die gesetzlich vorgeschriebene Kennzeichnung ein. Diese wurden dem Marktamt übermittelt. Bei den betroffenen Artikeln fehlten etwa Mengenangaben der wertbestimmenden Bestandteile. Bezeichnung, Menge, Haltbarkeit und Alkoholgehalt waren nicht im gleichen Sichtfeld. Es gab falsche oder unzureichende Sachbezeichnungen. Es fehlte das Mindesthaltbarkeitsdatum oder war schlecht zu lesen. Zudem wurde zu wenig Angaben über den Hersteller sowie fehlerhafte Füllmengenangaben gemacht.
Bier. Inlandsausstoß erhöht, Weizen und Radler im Trend.

Die österreichische Brauwirtschaft konnte 2002 eine Erhöhung des Inlandsausstoßes um 1,5 Prozent auf 8,3 Millionen Hektoliter erreichen. Der Pro-Kopf-Absatz ist von 107,4 auf rund 109 Liter angestiegen.
Österreich ist somit das einzige Land in Westeuropa mit einer Steigerung des Bierausstoßes. Lager/Märzenbier dominiert mit 56,6 Prozent den Markt. In den vergangenen fünf Jahren konnte hier ein Plus von 6,1 % erzielt werden. Weitere Sieger sind Weizen- oder Weißbier mit einem Zuwachs von 11,9 % sowie der Radler mit plus 13,3 % in den vergangenen fünf Jahren.

59 Braustätten (ohne Gasthausbrauereien) werden in Österreich betrieben. Die Brauereien der BBAG/Brau Union-Gruppe kontrollieren 54 % des österreichischen Biermarktes. Nimmt man den reinen statistischen Durchschnitt, so kommt eine Brauerei auf einen Jahres-Ausstoß von 139.000 hl. Zum Vergleich: Im EU-Durchschnitt kommt eine Brauerei auf 184.000 hl – in Deutschland liegt der Branchenschnitt jedoch mit 84.000 hl deutlich unter dem von Österreich.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
Werbung

Weiterführende Themen

Markenartikel
25.06.2019

Die rustikalen Brote „Bastoncino Olive“ und „Bastoncino Zwiebel“ von Vandemoortele entführen auf eine kulinarische Genussreise nach Bella Italia.

Bäcker-Innungsmeister Erwin Margreiter (rechts) und sein Stellvertreter Gerd Jonak (links) gratulieren dem Leiter der Interspar-Bäckerei in Wörgl, Hermann Schöpf, zur Auszeichnung.
Handel
25.06.2019

Das Steinofenbrot aus dem Hause der Tiroler Handwerksbäckerei wurde mit der GenussKrone 2018/2019 prämiert und erhielt somit die höchste Auszeichnung für regionale Lebensmittel in Österreich.

Die ARA hatte anläßlich der Präsentation des Reports nicht nur Zahlen, sondern auch Ideen für Verbesserungen.
Industrie
24.06.2019

Österreichs Wirtschaft ist zu 9,7% zirkular. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie von „Circle Economy“ im Auftrag der Altstoff Recycling Austria (ARA), bei der zum ersten Mal weltweit für ...

SPAR-Lehrling Ferhat Halefoglu, Rudolf Stückler (Ama), Direktor der SPAR-Akademie Wien Robert Renz, SPAR-Lehrling Melani Micic, Ministerialrat Erich Ruetz (Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus), SPAR-Lehrling Samuel Fiedler, SPAR-Lehrling Dejana Cupic und SPAR-Geschäftsführer Alois Huber.
Handel
24.06.2019

Mit der von der Spar-Akademie Wien und der AMA (Agrarmarkt Austria Marketing GesmbH) ins Leben gerufenen Zusatzausbildung „Wurst- und Fleischwaren-Experte“ integriert Spar umfangreiches Fachwissen ...

Handel
24.06.2019

Lidl Österreich wird im kommenden Herbst insgesamt rund 60 neue Lehrlinge einstellen – vom Einzelhandel über Finanz- und Rechnungswesen bis hin zur Betriebslogistik. Bewerbungen sind nur noch bis ...

Werbung