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Aktuelle Story

15.05.2003

EffizienzsteigerungKonsumverhalten im Großraum Wien
Die Berliner Logware Informationssysteme GmbH zeigt auf der diesjährigen Handelsfachmesse „EuroCIS“ (6. bis 8. Mai in Düsseldorf), warum trotz der Krise im Einzelhandel jetzt der richtige Zeitpunkt für IT-Investitionen ist: Kostensenkung, Prozessoptimierung und Harmonisierung heterogener Filialsysteme stehen im Vordergrund des Messeauftritts.
Logware stellt dazu neue Lösungen und Anwendungen vor: Neben der neuen Filialwirtschaft, der neuesten Komponente der Lucas-Suite, wird dies eine neue Kassenhardware sein. Außerdem präsentiert der Berliner Komplettanbieter neue Lösungen für die unkomplizierte Durchführung und Abwicklung von Couponing-Aktionen sowie Mobile Clients für noch mehr Flexibilität und Effektivität beim Filialmanagement.
Der Kassiervorgang (oft ein Grund für Ärgernis bei den Kunden) wird wesentlich beschleunigt. Mit dieser „mobilen Kassa“ können die Einkäufe der Kunden bereits vor dem eigentlichen Kassiervorgang erfasst werden. An der Kassa wird der bereits vorbereitete Bon aktiviert und auf die stationäre Kassa übertragen. Weil das Kassenpersonal mit der mobilen Kassa praktisch an jedem Ort kassieren kann, lassen sich die Servicemöglichkeiten im Einzelhandel erheblich verbessern. Lange Kundenschlangen zu Spitzenzeiten könnten damit schon bald der Vergangenheit angehören.
Nestlé. Gen. Dir. Werner Baudrexel über Perspektiven in Österreich.

Für das Jahr 2003 sieht Generaldirektor von Nestlé Österreich, Dr. Werner Baudrexel, den Schwerpunkt im Wachstum bei gleichzeitiger weiterer Steigerung der Effizienz. „Die Möglichkeiten für überdurchschnittliches Wachstum im Retailgeschäft liegen bei Nescafé und Maggi, im Bereich FoodServices allgemein, sowie durch die Realisierung von Vertriebssynergien zwischen Nestlé und Schöller,“ erklärt Baudrexel.
„Auch im Export sehen wir sehr gute Chancen im weiteren Ausbau der Aktivitäten z. B. in Slowenien“.
Innovationen bei Leitmarken wie Smarties und der Relaunch von Nescafé Classic zählen ebenso dazu wie die Suppengart’l-Produkte von Maggi, deren Erfolgskonzept in Österreich entwickelt wurde.
Dieses Konzept wird nun unter dem Namen „Maggi Feel Good Suppen“ nach Deutschland exportiert.
Einkaufszentren. Trend zur Shopping Mall ist weiterhin ungebrochen.

Zum 5. Mal fand in Wien das „Österreichische Einkaufszentren-Symposium“ statt. Innenstädte in Summe gesehen können immer weniger Kaufkraft an sich binden. Sie werden von den Einkaufszentren an der Stadtgrenze geschlagen. Zwei Hauptgründe dafür: die schlechte Parkplatzsituation und die strikten Ladenöffnungszeiten. Am stärksten von diesem Rückgang betroffen ist der Möbelhandel und Baumärkte. Der Lebensmittelhandel in den Stadtzentren leidet unter der positiven Entwicklung der Fachmarkt- und Einkaufszentren bei weitem nicht so, wie angenommen. Dipl.-Ing. Wolfgang Richter, Geschäftsführer der RegioPlan Consulting: „Einkaufszentren und Fachmarktzentren bilden heute in Österreich rund 40 % des gesamten Handelsvolumens ab“.
Das Ergebnis der von ISMA und Neuberger Research durchgeführten EKZ-Affinitätsstudie zeigt, dass der Trend zu Shopping in Einkaufszentren weiterhin steigend ist. Um dem Kunden auch in Zukunft diese beliebte Form des Einzelhandels bieten zu können, werden sowohl in neue Center investiert als auch bisherige Verkaufsflächen ausgebaut. Mag. Bettina Breiteneder, Vorstandsmitglied des Donauzentrums, erklärte in ihrem Referat am Symposium, dass für den Konsumenten der „externe“ Faktor Standort enorm wichtig sei. Einerseits muss das EKZ gut erreichbar sein, andererseits sollte es nahe am Wohnort liegen. Als „interne“ und daher auch leichter anpassbare Faktoren werden ein interessanter, vielfältiger Branchenmix und ein breites Angebot genannt. Weiters beeinflussen die sogenannten „Soft Facts“ wie Ambiente, Übersichtlichkeit und gebotenes Service, ob der Kunde sich wohlfühlt, länger verweilt und dadurch mehr Einkäufe tätigt.
Shop-o-Tainment
Marketingexperte Dr. Christian Mikunda sieht den Unterhaltungswert des Einkaufserlebnisses als wichtigen Faktor für die Kaufentscheidung des Konsumenten. Das Angebotssortiment trete in den Hintergrund, viel wichtiger sei der inszenierte Akt des Kaufens. Er bezeichnet Einkaufszentren als so genannte „dritte Orte“ und meint damit halböffentliche Plätze der Wirtschaft, wo sich Menschen emotional aufladen können und dann Dinge tun, wegen denen sie ursprünglich nicht gekommen sind. Damit ein Shopping Center erfolgreich ist, muss es über ein von außen gut erkennbares Wahrzeichen und zusätzlich über eine zentrale Sensation verfügen. Weiters muss es eine gut strukturierte Promenade zum Flanieren geben und gekennzeichnete Eckpunkte stellen Orientierungshilfen dar. „Ein Erlebnisort bringt den Konsumenten dazu, alle Angebote am POS abzugrasen, da er möglichst alles sehen möchte. Durch dieses auch als „Browsing“ bekannte Verhalten verlängert sich seine Aufenthaltsdauer und sein Wohlwollen steigt für das, was an diesem Ort präsentiert wird“, so Mikunda. Mehr über die Inhalte des Symposiums finden Sie unter www.regioplan.at.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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