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28.01.2011

„In drei Jahren sind wir Nummer 1“
Mangelndes Vertrauen hat die EU-Kommission in einer Umfrage als Haupthindernis für den Durchbruch von e-Commerce in der Europäischen Union ausgemacht. Ein allgemeines Gütezeichen für Online-Shops soll dieses Problem jetzt aus der Welt schaffen.
Wie David Byrne, als Kommissionsmitglied zuständig für Gesundheit und Verbraucherschutz, sagte, könnten Gütezeichen als unabhängige Zertifizierung der Vertrauenswürdigkeit einer Website die Verbraucherschutzvorschriften entscheidend unterstützen und das Verbrauchervertrauen beim Online-Einkauf fördern.
Insgesamt sei die Schaffung eines florierenden elektronischen Geschäftsverkehrs lebenswichtig für die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Wirtschaft. Jeder vierte e-Commerce unerfahrene Verbraucher nutzt kein Online-Shopping, weil er kein Vertrauen in das Medium Internet selbst habe. Verhaltenskodizes und Gütezeichen könnten jedoch ein wirksamer Weg sein, um das Vertrauen in den elektronischen Geschäftsverkehr zu fördern. Rund die Hälfte der Umfrageteilnehmer, die über Gütezeichen-Systeme Bescheid wussten, sagten, sie hätten größeres Vertrauen in damit gekennzeichnete Sites. Dennoch sind derzeit nur rund zehn Prozent der Verbraucher mit den gängigen Gütezeichen vertraut.
www.handelszeitung.at
Stiegl GSG. Geschäftsführer Robert Schraml peilt mit Stiegl die Marktführung am österreichischen Biermarkt an. Für heuer werden 900.000 hl Ausstoß prognostiziert.

Stiegl, das Salzburger Bier, wird immer mehr zum Bier der Österreicher. Top-Qualität, professionelles Marketing, ein engmaschiges Vertriebsnetz und umfassende Dienstleistungen bescheren der Marke kontinuierlich wachsende Marktanteile. Heuer peilt das in Familienbesitz befindliche Unternehme einen Bierausstoß von 900.000 Hektoliter an, aber damit nicht genug. „Wir wollen bis 2007 die stärkste Biermarke in Österreich werden“, gibt sich Dkfm. Robert Schraml, Geschäftsführer der Stiegl Getränke & Service Gesellschaft (GSG), im Gespräch mit LK-Handelszeitung kämpferisch. Die Wachstumsraten von Stiegl lagen jedenfalls in den vergangenen Jahren deutlich über jenen des Gesamtbiermarktes, und der Abstand zu den führenden Marken der Brau Union wird immer kleiner.
Bemerkenswert ist auch, dass sich Stiegl nicht mit Dumpingpreisen vor geschwindelt hat, sondern durch Preisstabiliät ein verlässlicher und berechenbarer Partner von Handel und Gastronomie ist. So wird selbst im Bierdosenbereich, der sich nicht gerade als Wertschöpfungsträger auszeichnet, mit der Stiegl Nostalgiedose ein Endverbraucherpreis erzielt, der durchschnittlich doppelt so hoch ist wie jener der heimischen Mitbewerber.
Hohe Wertschöpfung
„Der Handel verdient gut mit uns, und die Gastronomie erlebt keine bösen Überraschungen“, skizziert Schraml eines der Erfolgsrezepte. Der Chiemseer brachte reichlich Erfahrung aus seiner Zeit bei der Spaten/Löwenbräugruppe mit nach Salzburg, wo er seit nunmehr zwei Jahren tätig ist. Die Marktmacht der Brau Union fürchtet er nicht, im Gegenteil: „Nicht alle österreichischen Handels- und Gastronomiepartner stehen dem Heineken/Brau Union-Deal vorbehaltlos gegenüber – und das könnte für Stiegl zu einem zusätzlichen Heimvorteil werden.“ Einer österreichischen Bierlösung als Gegenbewegung kann Schraml nichts abgewinnen, „wir wachsen aus eigener Kraft.“
Zusätzliche Absatzmärkte hat sich Stiegl in Deutschland (mit eigener Vertriebsgesellschaft), Italien, USA und Kanada geschaffen, Hauptaugenmerk bleibt aber auf dem Heimmarkt.
Mit dem Bau eines neuen Sudhauses und der Erweiterung des Lagerkellers werden derzeit Maßnahmen getroffen, um die Kapazitäten zu erhöhen. „Was die Qualität unseres Bieres betrifft, geht die Eigentümerfamilie Kiener eine Extrameile“, betont Schraml, der Claim „Braukunst auf höchster Stufe“ werde tatsächlich gelebt, und das würden die Konsumenten auch wahrnehmen.
Massiver Werbedruck und ein stimmiges Sponsoring- und Eventmarketing-Paket erhöhen kontinuierlich Bekanntheit und Sympathie der Marke Stiegl. Die Partnerschaft mit dem Österreichischen Fußballbund wurde langfristig angelegt. Heuer wird man erstmals mit Stiegl auf dem Life Ball tanzen können. Kunst- und Kultur-Sponsoring sind weitere Vermarktungsschwerpunkte.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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