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Aktuelle Story

26.05.2004

Ein-Blick in die Zukunft
Übernahme. Die Marke „Gasser“ wird weiterhin bestehen.

Der Fleischwarenproduzent Senfter-Italia Salumi übernimmt den Südtiroler Speckhersteller Gasser. „Gasser ist eine gut gehende Marke, die weiterhin bestehen wird“, erklärte Franz Senfter, Präsident von Italia Salumi. „Wir werden die drei Produktionsstätten weiterführen, und das Unternehmen in unsere Gruppe integrieren.“ Gasser produziert in zwei Werken in Klausen sowie in Matrei am Brenner in Nordtirol. Nähere Details wollte Senfter vorerst nicht bekannt geben.
Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Gasser war 1998 in wirtschaftliche Turbulenzen geraten. Danach übernahmen die Südtiroler Sparkasse und die Südtiroler Volksbank das Unternehmen von der Eigentümerfamilie. Gasser ist neben Senfter einer der größten Speckhersteller Südtirols und beschäftigt rund 230 Mitarbeiter. Der Umsatz des Unternehmens mit Hauptsitz in Klausen lag im Vorjahr bei rund 64 Mio Euro. Neben dem Südtiroler Speck sind Würstel und Schinken Hauptprodukte. „Bestehende Synergien in der Vermarktung werden genutzt“, so Senfter.
Italia Salumi, die an der Senfter und Unibon Salumi je 50 % halten, erzielte 2003 einen konsolidierten Umsatz von 384 Mio E, davon 343 in Europa und 41 in China & Brasilien. In Italien arbeiten ca. 1.000 Mitarbeiter in 9 Werken. Hinzu kommen 6 Produktionsstätten in China und eines in Brasilien.
EKZ Symposium über die neuen EU-Länder als Zukunftsmärkte, Kaufkraft und Trends, die den Markt beeinflussen.

250 Entscheidungsträger trafen sich beim 6. Österreichischen Einkaufszentren Symposium von RegioPlan Consulting. Thema waren zum einen die Kaufkraft der osteuropäischen Länder und zum anderen die österreichischen Einkaufszentren, überalterte Architektur und die Trends die zukünftig den Markt bestimmen, von Matthias Horx.
Enorme Unterschiede
„Die regionalen Kaufkraftunterschiede in Osteuropa sind enorm“, ist der Experte DI Wolfgang Richter von RegioPlan überzeugt. Es gäbe ganz klar eine Teilung in zwei Schichten: Eine Bevölkerungsschicht meist urban, gut ausgebildet, jung und auch für österreichische Verhältnisse relativ wohlhabend, die andere, weit größere Bevölkerungsschicht genau das Gegenteil dazu: Meist am Land lebend und älter“, so Richter. „Wenn Sie diese Märkte erschließen möchten, so helfen statistische Werte wie etwa Durchschnittseinkommen leider nur wenig.“
Von Osteuropas Konsumenten wird der Betriebstyp Einkaufs- und Fachmarktzentren äußerst gerne angenommen. Mittelfristig wird deren gemeinsamer Marktanteil am gesamten Einzelhandelsumsatzes in der Größenordnung von 50 – 60 % liegen.
Mag. Thomas Reichenauer, CenterManager vom BAA McArthur Glen Designer Outlet Parndorf lobte die vielen Möglichkeiten, die ein Factory Outlet Abverkauf den Handelsketten bringt. Er sieht sehr viele Synergieeffekte, so siedelten sich etwa in Parndorf Einkaufs- und Serviceeinrichtungen in unmittelbarer Nähe an.
Shopping als
Entertainment
Einkaufen + Erlebnis =
Shopping, so die Definition von Mag. Barbara Flasch von MC APS. In Zeiten stagnierender Einzelhandelsumsätze ist es um so wichtiger, die Einkaufszentren up-to-date zu halten. 50 % der Shopping Center in Österreich wurden vor 1991 gebaut – den neuesten Shopping Anforderungen entsprechen diese Zentren längst nicht mehr.“ Mit klugen Konzepten sich mutig und klar positionieren – das fordert Mag. Flasch von Österreichs EKZ-Betreibern.
Mit einer Betrachtung der Evolution des Handels und einen Ausblick in „fremde Welten.“ beeindruckte Jens Fischer von K.U.L.T Objekt Themen- und Erlebniswelten. „Definieren Sie Ziele und überraschende, kreative Denkansätze, um Ihr Produkt zu inszenieren“. In Jens Fischers Vortrag drehte sich alles um die Fragen „Wie können Sie Produkte erlebbar machen? Wie schaffen sie das unvergleichbare, das einmalige Erlebnisumfeld, das den Kunden zum Kaufakt anspornt?“ Shop-o-Tainment umfaßt das ganzheitliche Zusammenspiel von Architektur, Ladenbau, Dekorationen, Kulissen, Klänge und Klangwelten, von Lichteffekten und mehr. „Das bloße Anbieten von Ware war früher. Morgen ist: Inszenierung.“, so Jens Fischer. Matthias Horx, Europas Trendforscher Nr. 1, hielt einen sehr außergewöhnlichen Vortrag und widmete sich seinem Referatsthema aus der Perspektive der langfristigen Mega-Trends. In einer Reise, die über den Tellerrand des sonstigen Alltags hinaus reichte, weckte er Optimismus: „Die Zukunft ist wesentlich besser als ihr Ruf“, so Matthias Horx.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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