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Aktuelle Story

16.11.2004

Meinung: Wo sind sie geblieben - die Kaufleute?
Online-Werbung wirkt positiv auf alle zentralen Branding-Parameter. Zu diesem Ergebnis kommt die European Interactive Advertising Association (EIAA) nach einer groß angelegten Untersuchung von 200 Online-Kampagnen über einen Zeitraum von zwei Jahren.

Die Werte konnten zum Teil deutlich gesteigert werden: Werbeerinnerung plus 45,3 Prozent, Markenerinnerung plus 5,4 Prozent, positive Einstellung zur Marke plus 5,6 Prozent, Zuordnung zur Werbebotschaft plus 21,6 Prozent und Kaufabsicht plus 4,9 Prozent.

Die Zuwächse konnten dabei in allen Branchen beobachtet werden. Für die Studie wurden in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Dynamic Logic mehr als 160.000 Personen in ganz Europa befragt.
„Dies ist der bislang fundierteste Nachweis, wie effektiv sich Online-Werbung auf alle zentralen Wirkungsdimensionen einer Marke niederschlägt“, freut sich Lycos-Europe-Managerin Carola Holtermann, eine der beiden deutschen Sprecherinnen der EIAA.
Ihre Kollegin Eva Buschkrei von Interactive Media CCSP ergänzt: „Die Studie belegt, dass Internet-Werbung Markenbewusstsein schafft, Botschaften effektiv vermittelt und den Abverkauf unterstützt“.
Bei einer Feier sagte unlängst ein Manager der Handelsszene: „Von den 1975 selbstständig bilanzierenden Kaufleuten in Österreich sind nur mehr 10% aktiv in der Branche.“ Natürlich machte die sogenannte Strukturbereinigung auch vor dem Lebensmittelhandel nicht halt, aber das Ausmaß ist eben erschreckend.
Dass die kleinen, früher noch brauchbaren Verkaufsflächen und Praktiken heute nicht mehr reichen und somit ausscheiden, ist natürlich Realität.
Warum sind aber heute zunehmend Kaufleute mit den der heutigen Zeit entsprechenden Verkaufsflächen oft nicht mehr motiviert? Weil eben die Rahmenbedingungen oft nicht mehr stimmen.
Ein kompetenter Manager der heutigen Handelsszene sagte, dass pro Einwohner einer Gemeinde 0,2 m2 Verkaufsfläche das Limit für eine erfolgreiche Entwicklung eines Marktes bedeutet.
Das würde bedeuten: für 4.000 Einwohner eine Lebensmittelverkaufsfläche von 800 m2. Alles andere ist brutale Verdrängung.
Mir hat unlängst ein aktiver Kaufmann, der einen Supermarkt mit 500 m2 hat, erzählt, dass in seine Gemeinde vor 2 Jahren ein Markt mit 600 m2 gekommen ist. Heuer kommt noch ein Markt mit 600 m2 dazu, für nächstes Jahr ist ein weiterer Markt mit 600 m2 fix und ein fünfter ist konkret im Gespräch.
Und das wird sich laut Prognosen flächendeckend übers Land ziehen.
Wir leben in einer Zeit der schrankenlosen Liberalisierung. Bei den Genehmigungen der Verkaufsflächen wird dies praktiziert (natürlich gesetzlich gedeckt).
Das betrifft aber nicht nur die Situation bei den Verkaufsflächen, sondern auch die Öffnungszeiten im Handel. Ein Teil der Manager im Handel hätte es am liebsten, wenn 30 Stunden täglich und 10 Tage in der Woche geöffnet werden könnte.
Österreich hat sich mit der sozialen Marktwirtschaft stark entwickelt. Die totale freie Marktwirtschaft wird uns allen noch zu schaffen machen.
Es geht ja bei dieser Entwicklung nicht nur um uns Kaufleute.
Enorm unter Druck geraten sind bei dieser Entwicklung die vielen kleinen und mittleren gewerblichen Zulieferbetriebe im Handel z. B. Fleischerbetriebe, Bäckereien, Gemüse- und Obstproduzenten, die aber viele Arbeitsplätze in der Region aufrechterhalten, aber selten eine wirtschaftlich vernünftige Chance von den großen Konzernen bekommen.
Österreichische Kaufleute brauchen keinen Schutz, aber Politiker, die sich über vernünftige Rahmenbedingungen und über die Entwicklung der österreichischen Handelsszene Gedanken machen und nicht sagen, das ist eben die totale freie Marktwirtschaft – basta, nächster Tagesordnungspunkt.
Österreichische selbstständige Kaufleute wollen und sollten auch in Zukunft mit Freude dabei sein.

Komm.-Rat Franz Winkler, unabhängiger Kaufmann

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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