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18.01.2005

Norma-Kette kommt
Grenzlandgebiet. Billa hat sich mit Big Billa im Bezirk Gmünd ein wichtiges Standbein geschaffen.

Mit 818 m2 gehört der neue Gmünder Big Billa zwar zu den kleinsten seiner Art, aber er bietet alles, was für „Big“ erforderlich ist: Feinkost inklusive Backshop, Obst & Gemüse, Vinothek, Fleisch, 4 Kassen, 40 Parkplätze und insgesamt 9.100 verschiedene Artikel. Was im Fall Big Billa in Gmünd fehlt, ist der „Coffee Shop“, die Snackbar, Frischdienst und die Frischdienstinseln sind kleiner. Die Filiale selbst besteht an diesem Standort (als Verbindung zwischen den Ortsteilen Gmünd I und II) bereits seit 1996, wurde komplett umgebaut und um etwa 180 m2 vergrößert.
Dass Billa schon seit rund 30 Jahren für das Grenzlandgebiet rund um Gmünd und Horn eine Chance auf Infrastruktur bietet, ist auch wesentlich auf das Engagement von Billa-Generaldirektor Wolfgang Wimmer zurückzuführen: „Vor rund 30 Jahren zählte das Waldviertel zu meinem Inspektorengebiet“, erzählt der Vorstand. „Damals war es Usus, dass wir pro Jahr eine neue Filiale ins Unternehmen bringen. Also entschied ich mich für die Orte Gmünd, Waidhofen und Zwettl“.

Ein wichtige Zusammenarbeit mit der Region Waldviertel ergibt sich durch Ja!Natürlich. Hier wurde gemeinsam mit dem Land Niederösterreich und Bio Ernte Austria das Projekt „Waldviertel Lebensviertel“ ins Leben gerufen. dabei werden biologische Lebensmittel aus bäuerlicher Produktion vermarktet. Ein wichtiger Schritt für die Region, in der die Landwirtschaft eine große Rolle spielt. Trotz Strukturbereinigungsprozess (der Bezirk hat in den Spitzenmonaten eine Arbeitslosenrate von 14,2 %, Jänner 2004) ist dieses Zusammenspiel wichtig. Ähnlich wie im Pinzgau mit Milchprodukten, wird der Rewe-Konzern für die biologische Marke Ja!Natürlich Getreide (Roggen), Erdäpfel, Fleischprodukte (Freilandschweine, Gänse, Rindfleisch) und mittelfristig Fische und Kräuter aus dem Waldviertel beziehen.
In ganz Österreich sollen 2005 zwischen 35 und 40 Billa-Filialen ihre Pforten öffnen.
Eine Test-Filiale der deutschen Handelskette öffnet Anfang 2005 in Mattighofen.

Nach Hofer und Lidl betritt nun auch der bayrische Diskonter Norma österreichisches Terrain. Anfang 2005 soll die erste Testfiliale im oberösterreichischen Mattighofen eröffnen, schreibt die Tageszeitung „Kurier“. In Deutschland betreibt Norma schon mehr als 1.200 Filialen.
In Mattighofen rittern bereits Hofer, Lidl, Billa und Zielpunkt um die Gunst der Kunden. „Damit ist der Standort ideal, um die Wettbewerbsfähigkeit des Konzeptes zu erproben“, wird Armin Rehberg, Sprecher der Norma-Geschäftsleitung, zitiert. Norma sieht sich nicht als „absoluter Preiskiller“, bei den tiefsten Preisen überlässt man Hofer das Feld. Dafür wird standardmäßig auch Kleidung angeboten.

Laut Schätzung von ACNielsen erreichten die Diskonter Hofer und Lidl 2003 einen Anteil von knapp 19 % am fast 15 Mrd. E Umsatz schweren heimischen Lebensmittel-Einzelhandel. Ihr Umsatz stieg zuletzt um geschätzte 17 %. Einen Beitrag dazu leistet die Flächen-Expansion. So steigert Hofer heuer die Zahl der Filialen von 307 auf 340, Lidl hat schon rund 100 Läden.
Als ein Erfolgsfaktor gilt die Eigenmarkenstrategie, wobei die Qualität mit anderen Marken mithalten können muss. Rund 95 % der Hofer-Artikel sind Eigenmarken, während Neo-Mitbewerber Norma zu 25 % klassische Marken anbietet. Es gibt keine Feinkost-Abteilung mit Bedienung.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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