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Aktuelle Story

19.04.2005

Einweg/Mehrweg
Das Thema interessiert die gesamte Branche: Die marktgerechte Platzierung von Produkten, nach denen die Kunden suchen.

Beim sehr gut besuchten Business-Breakfast von ACNielsen Austria im März 2005 (gesehen wurden unter anderem Vertreter der Firmen Vöslauer, Winkelbauer, Nöm, Milford, Metro, Kellogg, Masterfoods. Kraft Foods, Maresi, Henkel, Coca-Cola, Almdudler, Danone, etc) wurde der Weg zu einem konsumentenorientierten Sortiment und marktgerechter Platzierung im Regal diskutiert, der immer mehr zur berühmten Quadratur des Kreises wird.
Explodierende Sortimente, begrenzte Verkaufsflächen und steigende Erwartungshaltungen beim Konsumenten sind die heutigen Rahmenbedingungen in der Warengruppenplanung. ACNielsen stellt Lösungen zur Verfügung, welche die Analyse, Optimierung und Umsetzung der Sortimente effizient und wirksam gestalten sollen. Vor dem Hintergrund, dass in Österreich jährlich ca. 23.000 neue Artikel registriert werden (Quelle: ACNielsen) und dass „90% aller Neuprodukte bereits innerhalb eines Jahres wieder vom Markt verschwinden, muss man sich daher fragen, ob nicht auch oft falsche Sortimentsentscheidung der Grund dafür sind. Diese werden im Tagesgeschäft oft ohne ausreichende objektive Entscheidungsgrundlagen getroffen. „Da es sich hier um sehr komplexe Zusammenhänge handelt, ist die Betrachtung aus mehreren Blick-winkeln aber wichtig, um strategisch richtig zu handeln“, so Markus Zimmer, Manager Merchandising Services und ACNielsen-Experte zum Thema POS/Sortiment.
Hilfreiche Kennziffern
Bei alleiniger Betrachtung von Umsatz- oder Absatz bleiben potenzielle Wachstumschancen unberücksichtigt. Zusätzliche Kennziffern helfen Sortimentsentscheidungen für Handel und Industrie objektiv und sicher treffen zu können. ACNielsen bietet mit den Lösungen Assortman und ProductPlanner sowie mit den damit verbundenen Kenngrößen Marginal Benefit und Flächeneffizienz zwei zusätzliche Sichtweisen, die zur Analyse, Bewertung und flächenwirksamen Umsetzung von Sortimenten dienen sollen.
Das Programm Assortman untersucht, ob zusätzliche Produkte zu einer Ausweitung der Segments- und Kategorie-Abverkäufe führen oder ob es zur Kannibalisierung kommt. Die entscheidende Kennzahl ist der effektive Zusatzumsatz oder „Marginal Benefit“, die Differenz zwischen dem unmittelbaren Umsatz („Direct Benefit“) und den Opportunitätskosten („Opportunity Cost“), die durch die Auslistung eines anderen Produkts entstehen.

Auf Basis eines offenen System-Ansatzes stellt die in Österreich erstmals vorgestellte Lösung ProductPlanner eine praktische, einfach zu bedienende Software-Lösung dar, mit deren Hilfe sich im Tagesgeschäft schnelle, faktenorientierte Sortimentsentscheidungen unter Berücksichtigung von Flächenkennzahlen treffen lassen.
Durch Definition von Flächenanteilen, Anzahl der Frontstücke nach Produkt, Segment oder Hersteller können die definierten Wachstumspotenziale automatisch mit der jeweils eingesetzten Spacemanagement-Softwarelösung verknüpft werden. Entscheidungen können somit deutlich und präzise zwischen den Partnern aus Handel und Industrie präsentiert und argumentiert werden.
ACNielsen Exklusivumfrage für LK-Handelszeitung.

Die Frage, die ACNielsen an 1.000 für den Einkauf zuständige Personen gestellt hat, lautet: „Kaufen Sie normalerweise Einwegverpack-ungen, also zum Wegwerfen nach der Verwendung? Oder kaufen Sie normalerweise Mehrweg-/Pfandverpackungen?“
Ginge es nach der Meinung der für Haushaltseinkäufe zuständigen Personen, müsste die Mehrwegquote/Pfandgebinden bei mindestens 29% liegen. Die Verwendung von Einweg- und Mehrweggebinden ist nahezu ausgeglichen.
Knapp mehr als 30% geben an, normalerweise Einweg-Verpackungen zu kaufen und etwas unter 30% kaufen eher Mehrweg-Gebinde. Rund 40% kaufen beides.
Das Bekenntnis zu Einwegprodukten ist in der Region Wien am stärksten (44%), wobei auch Singlehaushalte und voll Berufstätige Einweggebinde unterstützen. Je höher das Bildungsniveau, umso eher werden Pfandgebinde gekauft. Die stärksten Anteile von Mehrweg hat traditionell Bier, gefolgt von Mineralwasser und Limonaden, alle mit fallender Tendenz.
Die Daten zur Untersuchung: repräsentative CATI (Computer Assisted Telephone Interviews)- Befragung mit der Grundgesamtheit der österreichischen Bevölkerung.
Stichprobengröße: 1.000 Personen; Befragungszeitraum: 25. Februar bis 7. März 2005.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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