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Aktuelle Story

02.05.2005

Milchwirtschaft. Die Umsätze gingen im Vorjahr um 0,5 Prozent zurück. Der Milchpreis ist das brennende Thema für die gesamte Wertschöpfungskette.

Die österreichische Milchwirtschaft blickt mit einem Umsatz von 1,74 Mrd. E auf ein stabiles Jahr 2004 zurück. Besonders erfreulich ist die Steigerung des Verwertungserlöses pro Kilogramm Milch auf 61,59 Cent oder einem Plus von 2,3% gegenüber 2003. Gut geschlagen haben sich die österreichischen Molkereien im letzten Jahr mit den nahezu konstanten Bauernmilchpreisen von 33,06 Cent/kg Milch mit natürlichem Fettgehalt. Sorgenkind ist nach wie vor die Butter: Da gab es im Jahr 2004 hohe Importe im Ausmaß von 11.500 Tonnen, was cirka einem Viertel des Gesamtmarkts entspricht. Hingegen geht die Käse-Erfolgsstory weiter: Hier werden etwa 50% des Außenhandels mit weiterhin steigender Tendenz sowohl bei Exporten als auch bei Importen getätigt. Mit der EU gab es eine ausgeglichene Mengenbilanz mit rund 74.000 Tonnen, wobei Importpreise von 3,16 E/kg und Exportpreise von 3,62 E/kg zu verzeichnen waren. Dies bedeutet, dass Österreich deutlich höherwertige Produkte exportiert als importiert.
Zur Sicherung guter Milchpreise bedarf es eines Schulterschlusses von Bauern, Verarbeitern, Handel und Konsumenten. „Mit Unterstützung der AMA müssen zusätzliche Maßnahmen am POS gesetzt werden, damit die Konsumenten ihre Kaufentscheidung künftig weniger nach dem Preis als nach der hohen heimischen Produktqualität treffen. Milchprodukte müssen selbstverständlich weiterhin stark beworben, dürfen aber nicht verschleudert werden“, stellt Hans Steiner, Präsident der Vereinigung Österreichischer Milchverarbeiter (VÖM) klar. Laut einer neuen Studie wurde die Hälfte der Mehrkosten von etwa 3 Prozent – ausgelöst durch das Roadpricing – über höhere Preise im Handel wieder eingespielt. „Die kolportierten 4 Cent Preiserhöhung im Handel auf Milchprodukte waren in Wirklichkeit nur 3,6 Cent und galten ausschließlich für Frischmilch“, betont Steiner. Angesprochen auf den geplanten österreichischen Milchboykott, äußert sich dieser dazu sehr kritisch: „Dies wäre ein Schuss ins eigene Knie. Der österreichische Handel ist den heimischen Produkten großteils treu geblieben. Mit dem Boykott wären Tür und Tor für Milchprodukte aus dem Ausland geöffnet.“

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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