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20.07.2005

KMU Forschung. Im Handel geht die Zahl der Geschäfte weiter zurück. Der Trend zu mehr Verkaufsfläche hält hingegen an. Der Quadratmeter-Umsatz im Einzelhandel ist im vergangenen Jahr gesunken.

Im Vorjahr standen den Konsumenten in Österreich rund 53.300 Geschäfte für ihre Einkäufe zur Verfügung, das waren um rund 2% oder 1.000 Geschäfte weniger als im Jahr 2003. Gleichzeitig ist die Gesamtverkaufsfläche – wenn auch weniger dynamisch – um 0,9% auf 15,5 Millionen m2 gestiegen. Diese Kennzahlen zum heimischen Einzelhandel hat die KMU Forschung Austria erhoben.
Trotz gestiegener Verkaufsflächen bei annähernd konstanter Umsatzentwicklung sank der durchschnittliche Quadratmeter-Umsatz im abgelaufenen Jahr um rund 1% auf 2.990 Euro. Die höchsten Quadratmeter-Umsätze erzielten Apotheken sowie der Einzelhandel mit Tabakwaren und Antiquitäten. Die vergleichsweise geringsten Umsätze pro Quadratmeter weisen der Einzelhandel mit Bau- und Heimwerkerbedarf sowie der Möbeleinzelhandel auf.

Gemessen am Filialisierungsgrad und dem Filialflächen-Anteil ist die Konzentration im Handel gegenüber dem Vorjahr geringfügig gestiegen. Nach Angaben der KMU Forschung Austria werden rund 31% aller Geschäfte von filialisierten Handelsfirmen betrieben (Filialisierungsgrad). Die Verkaufsfläche der filialisierten Geschäfte beträgt rund 52% der gesamten Einzelhandelsverkaufsfläche (Filialflächenanteil). Die höchste Konzentration weisen die Drogerien und Parfümerien auf. In dieser Einzelhandelsbranche sind rund 82% aller Geschäfte Filialen, die rund 92% Verkaufsflächenanteil haben.

Laut der Studie weisen die höchste Anzahl an Geschäften im Branchenvergleich der Lebensmitteleinzelhandel und der Bekleidungshandel (jeweils 6.200) auf. Den höchsten prozentuellen Rück-gang an Geschäften im Vergleich zum Vorjahr gab es im Computer- und Softwareeinzelhandel
(–4,5%), gefolgt vom Schuh- und Lederwareneinzelhandel
(–3,9%) und dem Bekleidungseinzelhandel (–3,1%).
Die Einkaufszentren (inkl. Fachmarktzentren, Factory Outlet Center und Airport Shopping Center) hatten 2004 eine Verkaufsfläche von rund 2,011 Mio. m2, das entspricht rund 13% der gesamten Verkaufsfläche im Einzelhandel. Den höchsten Anteil an der Gesamtverkaufsfläche hatte der Einzelhandel mit Bau- und Heimwerkerbedarf (rund 30%). Rund 18 bzw. 15% entfallen auf den Lebensmittel- und den Möbeleinzelhandel.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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