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18.01.2006

Auch in Krisenzeiten heißt es in Österreich: Gespart wird, aber nicht beim Essen.

Der Lebensmittelhandel in Österreich kann trotz Konsumzurückhaltung in den vergangenen Jahren auf leichte Zuwächse verweisen. Das Plus kommt laut einer Studie von RegioPlan aber immer mehr aus dem Non-Food-Bereich. Schnäppchenangebote bei Fahrrädern, PCs oder Handys sind demnach bessere Umsatzbringer als Semmeln oder Limonade, so die Studie.Der Umsatz im Lebensmittelhandel ist 2004 im Jahresvergleich um 2,4 Prozent auf 14,8 Mrd. Euro gestiegen. Knapp ein Viertel des Kuchens schneiden sich bereits die Diskonter ab. Hofer konnte 2004 laut RegioPlan bereits Platz 3 im Ranking der umsatzstärksten Marktteilnehmer einnehmen und nähert sich mit Riesenschritten den Branchenkaisern Rewe Austria und Spar. Auf Platz 4 und 5 liegen die Adeg und Zielpunkt.Diskonter legen weiter zuDiskonter und Billigsortimente werden in den nächsten Jahren weiter an Boden gewinnen, daneben bleibt jedoch weiter Raum für Qualitätsanbieter aus dem oberen Segment. „Die Mitte wird dünner, besonders kleine und mittlere Unternehmen ohne scharfes Profil werden aus dem Wettbewerb fallen“, meint DI Wolfgang Richter, Geschäftsführer des Marktbeobachters RegioPlan. Den Anteil der Diskonter sieht Richter mittelfristig bei 30 Prozent limitiert.Die beiden „Big Player“ des österreichischen Lebensmittelhandels vereinnahmen gemeinsam fast 58 Prozent des Gesamtumsatzes. Der Kampf um Marktanteile geht aber gezielt weiter, wobei nach den Rabattschlachten der Vergangenheit nun die traditionellen Hochburgen des jeweils anderen Marktteilnehmers angegriffen werden: Rewe zieht nach Westösterreich, Spar nach Ostösterreich, geht aus der RegioPlan-Studie hervor.„Die Diskonter haben es in den vergangenen Jahren geschafft, ein überproportionales Vertrauen bei den Kunden zu schaffen“, erklärt ACNielsen Österreich-Chef Mag. Martin Prantl. „Wer an Hofer denkt, denkt an billig, egal ob dem so ist oder nicht.“ Der traditionelle Handel – besonders der Lebensmittelbereich – reagiere darauf, indem er versuche, die Diskonter mit deren Waffen zu schlagen: Eigenmarken, Aktionsangebote, Dauertiefstpreise und Promotions. Ein Viertel des Umsatzes werde in Österreich bereits für Promotions ausgegeben und der Eigenmarkenanteil liege bei 21 Prozent.Alternative VertriebskanäleDer klassische Lebensmittelhandel muss aber nicht nur im Konkurrenzkampf mit dem Diskont bestehen. Zunehmend buhlen auch Biosupermärkte, Tankstellen-Shops und Reformhäuser um hungrige Kunden. Auch Direktzustellungen oder innerstädtische Märkte können ihre Marktanteile zwar gering, aber kontinuierlich steigern.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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