Direkt zum Inhalt

Aktuelle Story

29.03.2006

RegioPlan. Die heiße Phase der Expansion ist vorbei, aber der Konkurrenzkampf verschärft sich.

Die Konzentration in der österreichischen Handelslandschaft wird weiter auf hohem Niveau bleiben, auch weiterhin werden wenige Große den Markt dominieren. Noch weiter zunehmen werde der Konzentrationsgrad vor allem im Bekleidungs- und Buchhandel. Im Sportartikelhandel rechnet das Beratungsunternehmen RegioPlan in seiner jüngsten Branchenerhebung dagegen mit einem Rückgang der Handelskonzentration, weil immer mehr Markenartikelhersteller mit eigenen Stores in den Markt eindringen.Lebensmittelhandel folgt auch dem TrendBaumärkte und Möbelhäuser haben es vorgemacht, der Bekleidungs- und Schuhhandel setzt nach, nun folgt laut Studie auch der Lebensmittelhandel dem Trend zu „Mega-Stores“. Mehr Verkaufsfläche bedeutet jedoch nicht automatisch mehr Umsatz, wird in der Studie betont. Die höchsten Quadratmeter-Umsätze erwirtschaften etwa die Apotheken in ihren vergleichsweise kleinen Outlets und übertrumpfen damit z. B. den Möbelhandel mit seinen Mega-Stores um das 27-Fache.Kampf der GigantenDie heiße Phase der Expansion sieht RegioPlan dennoch in vielen Branchen fast abgeschlossen, der Konkurrenzdruck steige aber weiter. Im erbitterten Kampf der Branchen-Giganten um Kunden werden nun also Sortimente verstärkt erweitert und neue Vertriebslinien eingeführt.Österreichs Einzelhandel ist seit vielen Jahren von einer sehr hohen Marktkonzentration geprägt. In fünf von acht Branchen liegt laut Studie die Marktkonzentration der Top 5 Anbieter bei über 70 Prozent. So verfügen im Sportartikelhandel die fünf größten Marktteilnehmer über einen Marktanteil von 92 Prozent, bei den Baumärkten und im Lebensmittelhandel sind es jeweils 89 Prozent. Die Top 5 Drogeriemärkte haben einen Marktanteil von 83 Prozent, die Top 5 Möbelhändler 74 Prozent. In nur zwei der acht erfassten Branchen ist in den vergangenen Jahren ein Rückgang der Konzentration zu verzeichnen gewesen: im Schuhhandel um 4 Prozentpunkte auf 54 Prozent Marktanteil und im Buchhandel um 5 Prozentpunkte auf 27 Prozent Marktanteil. Auf der Strecke bleiben bei diesem Umfeld meist kleinere, unternehmergeführte Anbieter. Um zu überleben lautet das Motto: stärker differenzieren und klar positionieren oder umsiedeln. Je weniger sich ein Geschäft vom Mitbewerb differenziere, desto wichtiger werde der Standort – je spezialisierter das Angebot, desto gleichgültiger die Umgebung, analysiert RegioPlan.Diskonter umsatzstarkImmer mehr an Bedeutung gewinnen bekanntlich die Diskonter. Auch die einkommensstärkere Bevölkerungsschicht agiere zunehmend preisbewusster, wovon Diskonter in den kommenden Jahren noch stärker profitieren werden, so die Studie. Im Lebensmittelhandel erwirtschaften Diskonter den größten Quadratmeter-Umsatz, der Umsatz-Anteil diskontorientierter Geschäfte liege hier bereits bei 24 Prozent, im Schuhhandel sind es 23 Prozent, im Bekleidungshandel 9 Prozent und im Möbelhandel 4 Prozent. Europaweit erwirtschaften Diskonter im Lebensmittelhandel 38 Prozent des Umsatzes.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
Werbung

Weiterführende Themen

Hofer spendet 4.000 Euro in Form von Warengutscheinen an die Gesellschaft Österreichischer Kinderdörfer.
Handel
25.09.2020

In den Einrichtungen der Österreichischen Kinderdörfer finden Kinder und Jugendliche aus zerrütteten Familienverhältnissen Zuwendung, Unterstützung, Sicherheit und Förderung. Da die gemeinnützige ...

Personalia
24.09.2020

Seit Monatsbeginn leitet Herbert Bauer (40) als General Manager die Geschäfte von Coca-Cola HBC Österreich.

Industrie
24.09.2020

Qualität und Nachhaltigkeit stehen beim Kaffee-Konsum der Österreicher:innen hoch im Kurs. Um diesen Bedürfnissen gerecht zu werden, bietet die österreichische Kaffeemarke J. Hornig seinen Kund: ...

Im Vergleich zu den Umfrageterminen März und April mitten im Lockdown haben sich die Konsumenten an die "neue Normalität" gewöhnt. Sicherheitsmaßnahmen wie verpflichtende Nase-Mund-Masken werden begrüßt.
Thema
23.09.2020

Covid-19 hat unser Leben total verändert. So auch unser Einkaufsverhalten. Offerista Group Austria hat in einer aktuellen Erhebung das „Kaufverhalten im Wandel“ unter die Lupe genommen. Die ...

Eine gesetzliche Verpflichtung zu "Maskenpausen" brächte den Arbeitnehmern keinen Benefit, der Arbeitgeberseite alleine im Lebensmittelhandel aber Zusatzkosten von 20 Mio. Euro pro Jahr, argumentiert Handelsobmann Rainer Trefelik.
Handel
23.09.2020

Handelsobmann Trefelik ist gegen verpflichtende Maskenpausen: "Die funktionieren in der betrieblichen Praxis auch ohne gesetzliches Korsett“

Werbung