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Aktuelle Story

04.05.2006

Emotionale Diskussion beim Thema „Konsumentenschutz“.

Es hätte eigentlich eine Debatte über die Sicht der Konsumentenseite von gentechnisch veränderten Lebensmitteln sein sollen. Herausgekommen ist eine wilde Diskussion um Fakten wie etwa die Akzeptanz durch die Konsumenten in Europa. So geschehen bei der Konferenz „Koexistenz von gentechnisch veränderten, konventionellen und biologischen Nutzpflanzen – Die Freiheit der Wahl“, die von der EU-Kommission und dem Lebensministerium veranstaltet wurde.Insgesamt wurden 25.000 Interviews von der Europäischen Lebensmittelbehörde EFSA durchgeführt, berichtete Barbara Galliani von der European Consumers Organisation BEUC. 62% der Befragten haben demnach Bedenken. „In Österreich stehen nach dem Eurobarometer 69% der Befragten gentechnisch veränderten Produkten am Teller kritisch gegenüber“, wie Umweltminister Josef Pröll schon zur Eröffnung der Konferenz betonte.In die gleiche Kerbe schlägt auch Birgit Hofer von EuroCommerce: „Europäische Konsumenten sind von den GVO-Produkten einfach nicht überzeugt“, so Hofer. Gentech in der Medizin sei offensichtlich kein Thema mehr, aber auf dem Teller bevorzugen die Europäer gentechfrei. „Bisher haben die GVO-Lebensmittel den Kampf um Regalplätze nicht für sich entscheiden können“, so die Expertin. Die Transparenz der GVO-Produkte decke aber derzeit nicht alle Bereiche ab. Für Fleisch, Milch und Eier scheine das nicht zu gelten, kritisiert Hofer. Sie forderte bessere Informationen für den Konsumenten.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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