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Aktuelle Story

22.06.2006

Osteuropa. Slowenien hat fast westliches Kaufkraft-Niveau erreicht.

Die Länder Mittel- und Osteuropas verzeichnen zwar ein konstant hohes Wirtschaftswachstum, das deutlich über jenem der EU-15 liegt, doch im Gegensatz zu Westeuropa nehmen die Kaufkraftunterschiede in der Bevölkerung zum Teil dramatisch zu. Während in den Städten neue Eliten entstehen, die bereits annähernd westliches Kaufkraftniveau haben, profitieren die Menschen in den landwirtschaftlichen Regionen kaum vom Wirtschaftsboom. Das geht aus einer aktuellen Studie von RegioData Research hervor.Laut Studie habe der ländliche Raum kaum Chancen, Wohlstandszuwächse zu erreichen. In Polen etwa würden in manchen Regionen mehr als 35% der Bevölkerung unter der Armutsgrenze leben. Die Abwanderung aus Regionen mit wenig Jobangebot, Bildungseinrichtungen und Infrastruktur erfolgt in Richtung der großen Städte. Während in Österreich die reichsten Gebiete höchstens doppelt so wohlhabend sind wie die ärmsten, beträgt dieser Unterschied beispielsweise in Polen 180% und in der Slowakei 250%, und in der Türkei immerhin 150%. Konkret heißt das, dass ein durchschnittlicher Haushalt im armen Nordosten der Slowakei im Jahr etwa 4.000 E zur Verfügung hat, in Bratislava jedoch 9.200 E. Zum Vergleich: Ein österreichischer Haushalt hat im Durchschnitt 31.000 E/Jahr zur Verfügung, ein griechischer Haushalt etwa 26.000 E. Am weitesten ist Slowenien, wo im Durchschnitt bereits etwa 60% der österreichischen Kaufkraft erreicht werden.Auch die in weiten Teilen landwirtschaftlich geprägte Türkei weist beim regionalen Wohlstand ein starkes West-Ost-Gefälle auf. Interessantes Detail: Während in allen westlichen Hauptstädten der Wohlstand auf Grund der spezialisierten und daher gut bezahlten Jobs höher ist als in den restlichen Landesteilen, weisen Ankara und auch Istanbul nur eine durchschnittliche Kaufkraft auf.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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