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21.09.2006

Regioplan. Laut „Branchenreport 2006“ finden sich immer mehr Bio-Produkte in den Regalen und neue Bio-Supermärkte am Markt. Diskonter bleiben auf dem Vormarsch.

Der Lebensmittelhandel hat im vergangenen Jahr ein nominelles Umsatzplus von 2,4% erwirtschaftet, hat RegioPlan analysiert. Die Umsatzsteigerung sei jedoch hauptsächlich auf Verkaufsflächenzuwächse und Non-Food-Sortimente zurückzuführen. Vor allem die Diskonter wissen, wie’s geht: Schnäppchenangebote bei Computer, Fernseher, Sportartikel & Co. sind bessere Umsatzbringer als Brot, Milch und Schokolade.
Im Vergleich zum Vorjahr haben Lebensmittel-Diskonter um 1,9% an Marktanteil zugelegt und liegen derzeit bei 25,4%.
Der österreichische Lebensmitteleinzelhandel zeigt sich hinsichtlich seiner Umsatzentwicklung in den vergangenen Jahren als außerordentlich stabil. So konnte auch im Jahr 2005 ein nominelles Umsatzplus von 2,4% auf knapp über 15 Mrd. Euro verbucht werden. Damit wächst die Branche auch real, also unter Berücksichtigung der Inflationsrate. Die Umsatzsteigerungen sind jedoch hauptsächlich auf Flächenerweiterungen und verstärkte Angebote vor allem der Diskonter im Non-Food-Bereich – wie etwa Computer, Bekleidung, Freizeitprodukte – zurückzuführen.
Die Marktteilnehmer bauen sukzessive ihre Bio-Sortimente aus. Eigene Bio-Supermarktketten stehen in den Startlöchern und können sich auf dem hart umkämpften Markt ganz gut etablieren. So hat kürzlich die deutsche Bio-Kette „basic“ ihren 1. Markt in Österreich eröffnet. „Biomarket“ verfügt bereits über 3 Standorte, „Livit“ und „Maran“ über je 4.
Der Umsatzanteil der Diskonter ist im Vergleich zum Vorjahr um knapp 2% gestiegen. Vor allem die Angebote im Non-Food-Bereich, wie etwa Unterhaltungselektronik, Werkzeuge oder Freizeitbekleidung, bescheren den Diskontern satte Umsatzzuwächse – im Vergleich zum Vorjahr erwirtschafteten die Diskonter ein Umsatzplus von knapp 11%, Outlets und Verkaufsfläche stiegen um jeweils rund 16%.
Die Marktführer Rewe und Spar konnten ihre Dominanz weiter ausbauen und vereinnahmen zusammen rund 57% des gesamten Marktes, doch Hofer liegt ihnen dicht auf den Fersen. Beim Umsatz/m2, der im Durchschnitt etwa 5.000€ pro Jahr beträgt, ist Hofer allen anderen Marktteilnehmern um Längen voraus. Von 10€, die die Österreicher im gesamten Lebensmittelhandel ausgeben, gehen immerhin fast 9€ (!) an die folgenden Top 5 Marktteilnehmer: 1. Rewe-Austria, 2. Spar-Gruppe, 3. Hofer, 4. Adeg-Gruppe und 5. Zielpunkt/Plus.
Erstmals seit Jahren ist die Anzahl der Outlets nicht mehr rückläufig – 2005 stieg die Outletanzahl um 1,7 % und steht derzeit bei 6.228 Geschäften. Die Verkaufsfläche im Lebensmittelhandel wuchs sogar um 3,9 % auf knapp 3 Mio. m2. Der Grund: Der Schließung von Klein- und Kleinstfilialen stehen nun wieder mehr Eröffnungen, vor allem im Diskont und im Bio-Segment gegenüber. Mittelfristig wird die Anzahl der Outlets jedoch wieder sinken, sind sich die Branchenexperten von RegioPlan einig – wenn die massive Expansion der Diskonter abflaut.
Im Vergleich zum Vorjahr mussten Lebensmittelgeschäfte, die kleiner sind als 400m², die größten Umsatzeinbußen hinnehmen. Supermärkte bis 1.000m² sowie Verbrauchermärkte bis 2.500m² dagegen dürfen sich über Zuwächse freuen.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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