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Aktuelle Story

04.10.2006

Wien ist bei der Kaufkraft Spitze – die ­Unterschiede zwischen den Bundesländern werden geringer.

Entsprechend einer Analyse von RegioData Research musste Wien zwar im Vergleich zu 2005 wieder einen leichten Rückgang um 1,6 Indexpunkte hinnehmen, mit einer Kaufkraft von 107,1 Indexpunkten liegt das Wohlstandsniveau der Bundeshauptstadt jedoch nach wie vor deutlich über dem österreichischen Durchschnitt (100,0). Kärnten hat in den letzten Jahren zwar stetig an Kaufkraft gewonnen, liegt aber nach wie vor an letzter Stelle im Ranking.
Regionale Kaufkraftunterschiede halbiert
Der nun schon mehrere Jahre andauernde Trend hin zu einer Verringerung der regionalen Kaufkraftunterschiede hält weiter an. Die Spannweite zwischen dem Bundesland mit dem geringsten und jenem mit dem höchsten Kaufkraftindex ergibt aktuell nur mehr knappe 14 Indexpunkte, zehn Jahre zuvor betrug dieser Unterschied noch über 27 Punkte.
Jedem Österreicher stehen im Schnitt ca. 16.600 Euro pro Jahr an Kaufkraft zur Verfügung. Österreich liegt damit europaweit an der 7. Stelle, knapp hinter Dänemark und noch vor Deutschland. Angeführt wird das Ranking von Luxemburg. In Westeuropa ist die regionale Streuung der Kaufkraft gewöhnlich deutlich niedriger als im Osteuropa. Dennoch: auch hierzulande finden sich starke regionale Unterschiede, primär zwischen den Städten (und deren Umland) und kleinen ländlichen Gemeinden, wo ein durchschnittlicher Haushalt oft nur weniger als die Hälfte des Geldes zur Verfügung hat.
Dynamik um die Städte
Viele wohlhabende Einwohner ziehen aufs Land. Die Umgebungen der großen österreichischen Städte sind daher wieder ganz vorne bei der Betrachtung der dynamischsten Regionen.
1997 lagen zwischen dem damals im Bundesländerranking schlecht platziertesten Bundesland Burgenland und dem Spitzenreiter Wien fast 28 Indexpunkte. Mittlerweile haben sich die regionalen Wohlstandsunterschiede nahezu halbiert. Ausschlaggebend für die Verringerung der regionalen Kaufkraftunterschiede sind die Steuerreformen der vergangenen Jahre, die nicht nur einen sozialen, sondern auch einen regionalen Ausgleich erzielten, ferner eine kontinuierliche Angleichung der Wirtschaftsstrukturen der einzelnen Regionen und nicht zuletzt die massiven Regionalförderungen (z.B. der EU), die vor allem das Burgenland begünstigten.
Wien musste im Jahresvergleich einen Verlust von 1,6 Indexpunkten bei der regionalen Kaufkraft hinnehmen. Schon seit längerem verliert Wien in den regionalen Rankings an Boden. Gründe hierfür liegen etwa in den Einsparungen in privaten Unternehmen und im öffentlichen Dienst, die vor allem Wien als das österreichische Verwaltungszentrum treffen, dem Zuzug kaufkraftschwacher Bevölkerungsgruppen, weiters in der Abwanderung von Betrieben in andere Bundesländer oder in östliche Nachbarländer und in der steigenden Arbeitslosigkeit.

Bundesländer im Vergleich
Basis:
Bundesländer Kaufkraftindex je Einwohner
Wien 107,1
Niederösterreich 103,0
Salzburg 102,3
Oberösterreich 97,9
Tirol 96,8
Vorarlberg 95,7
Steiermark 94,9
Burgenland 94,8
Kärnten 94,3

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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