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Aldi Nord: Machtkampf geht weiter

22.05.2018

Der seit Jahren dauernde Machtkampf bei Aldi Nord geht in die nächste Runde. Der Diskonter hat nun Juristische Schritte gegen eine Entscheidung des schleswig-holsteinischen Oberverwaltungsgerichts eingeleitet.

Die komplizierte Eigentümerstruktur bei Aldi Nord liefert den schleswig-holsteinischen Oberverwaltungsgerichts erneut viel Arbeit. Das Unternehmen ist im Besitz von drei Stiftungen: der Markus-, der Lukas- und der Jakobus-Stiftung. Große Investitionen und wichtige Entscheidungen können von den Stiftungen nur einstimmig freigegeben werden. Das ist der Ursprung des Problems. Im Dezember vergangenen Jahres hat das OVG eine Satzungsänderung in der Jakobus-Stiftung für rechtens erklärt. Darin hat Aldi-Nord-Gründersohn Berthold Albrecht kurz vor seinem Tod, den Einfluss der Familienerben auf die Discounter-Belange beschränkt. Das Gericht ließ damals keine Revision gegen die Entscheidung zu. Dagegen wehrt sich die Familie jetzt mit einer Nichtzulassungsbeschwerde. Ändert sich an der Entscheidung nichts, werden die Streithähne beim deutschen Bundesverwaltungsgericht landen.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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