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Aldi Nord schafft Wohnraum in Berlin

01.02.2018

Der deutsche Diskounter will mehr als 2.000 Wohnungen bauen, das Erdgeschoß dieser Bauten will man als Verkaufsfläche nutzen.

Die Berliner Bevölkerung wächst, damit steigt auch die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum in der Metropole. Um weiter als Nahversorger für Kunden vor Ort zu sein, brauchen auch Supermärkte mehr Filialstandorte. Darum will Aldi-Nord expandieren und gleichzeitig Wohnungen schaffen. Konkret plant der Lebensmittelhändler an mindestens 30 Standorten sogenannte gemischt genutzte Immobilien, mit insgesamt 2.000 Wohnungen, umzusetzen. Die Idee: Im Erdgeschoß ein ALDI-Markt und darüber Wohnungen.

Zwei Leuchtturmprojekte sind bereits in der Umsetzungsphase. In den Stadtteilen Neukölln und Lichtenberg sollen vorerst 200 Wohnungen in Kombination mit Aldi-Filialen entstehen. Weitere 15 Standorte seien bereits in Planung. „Wir möchten aktiv bei der Nachverdichtung Berlins und beim ökologischen Stadtumbau unterstützen“, sagt Jörg Michalek, Geschäftsführer der Aldi Immobilienverwaltung GmbH & Co.

Modernisierung verlangt mehr Ladenfläche

Neben dem Bevölkerungswachstum erfordert aber auch die Modernisierungsstrategie des Lebensmittelhändlers nach mehr großflächigen Verkaufsstellen. Die neuen Märkte im ANIKo-Stil (ALDI Nord Instore Konzept), haben eine geplante Größe von 1.400 Quadratmetern. Darüber hinaus sollen sie ein größeres Sortiment bieten, vor allem was Obst, Gemüse, Fisch und Fleisch anbelangt. Die Verbindung mit Wohnungen dürfte dem Diskounter erleichtern an Baugenehmigungen zu kommen. Denn der Berliner Senat will eingeschossig bebaute Supermarktstandorte stärker für Wohnungen nutzen.

 

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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