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Mitte Juli 2016 veröffentlichten Aldi Nord und Aldi Süd zum ersten Mal ihre Umweltschutz-Aktivitäten in einem Nachhaltigkeitsbereicht

Aldi veröffentlicht ersten Nachhaltigkeitsbericht

02.08.2016

Zum ersten Mal in der Unternehmensgeschichte veröffentlichen Aldi Nord und Aldi Süd jeweils einen Nachhaltigkeitsbericht, mit umfassenden Informationen über ihr Engagement in Sachen Nachhaltigkeit und Umweltschutz.

Deutschlands Diskont-Marktführer Aldi will nicht mehr nur mit günstigen Preisen, sondern auch mit seinen Aktivitäten in Sachen Nachhaltigkeit und Umweltschutz punkten. Aldi Nord und Aldi Süd (die Mutterfirma von Hofer in Österreich) veröffentlichten deshalb Mitte Juli 2016 erstmals seit Bestehen jeweils einen Nachhaltigkeitsbericht. Damit reihen sich die beiden Diskonter in die Reihe von Rewe, Edeka und Lidl, die schon seit Jahren Nachhaltigkeitsberichte veröffentlichen.

Einfache Antworten auf komplexe Fragen

Aldi Nord und Aldi Süd, die insgesamt mit 18 Ländern geschäftlich verbunden sind, geben Einblick in ihre Bemühungen etwa um die Rückverfolgbarkeit von Nahrungsmitteln, um soziale und ökologische Standards in der Lieferkette, beim Tierschutz oder ihre Maßnahmen zur Energieeffizienz. So baut Aldi Nord zurzeit ein eigenes Team in Asien auf, um die sozialen Standards der Lieferanten im Fernen Osten zu überprüfen. "Wir wollen als Unternehmen wahrgenommen werden, das Verantwortung übernimmt", betonte der für das Thema verantwortliche Aldi-Nord-Geschäftsführer Rayk Mende. Gleichzeitig betonen beide Unternehmensgruppen, dass Verantwortung schon seit jeher ein Kennwert war. „Wir finden einfache Lösungen für die Bedürfnisse des täglichen Lebens. Dieses Prinzip leitet uns auch, wenn wir entscheiden, wie wir unserer Verantwortung als Unternehmen gerecht werden: Wir suchen nach möglichst einfachen Antworten auch für komplexe Fragen“, so Sven van den Boomen, Geschäftsführer Corporate Responsibility International der Unternehmensgruppe Aldi Süd.

Modernisierung macht sich bezahlt

Aber nicht immer gehen die  beiden Diskonter so einträchtige Wege. Zwar arbeiten die beiden Unternehmen aufgrund der gemeinsamen Vergangenheit und Familiengeschichte an vielen Stellen eng zusammen, dennoch haben sie sich in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten (die Spaltung in Aldi Nord und Süd erfolgte bereits in den 60er-Jahren) deutlich unterschiedlich entwickelt. So sehen Branchenexperten Aldi Süd als innovativer und mutiger, die bereit sind Neues auszuprobieren, an. Gutes Beispiel dafür ist die Aufnahme von Markenartikel wie Coca-Cola oder Pampers ins Sortiment. Die Unterschiede zwischen den Schwesternfirmen spiegeln sich aber auch in den Umsatzzahlen. Laut Schätzungen des Handelsforschungsinstituts EHI lagen die Umsätze von Aldi Süd in Deutschland 2015 mit 14,5 Mrd. Euro um einiges höher als die von Aldi Nord, dessen Umsatz 2015 rund 12,3 Mrd. Euro betragen haben soll. Dieses Jahr scheint aber auch bei Aldi Nord der Modernisierungskurs, der 2012 begonnen hat, Früchte zu tragen. Kay Rüschoff, Geschäftsführer Marketing und Kommunikation von Aldi Nord,  sagte gegenüber dem „Handelsblatt“, dass sich bis Ende Juli 2016 der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um drei Prozent gesteigert hat. (apa/ar)

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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