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Von der Fütterung über die Rohstoffe bis zu den Produkten ist das Konzept „regional.optimal“ von Berger fein durchdacht.

Alle wollen „regional“ – für Berger „optimal“

11.04.2014

Das niederösterreichische Familienunternehmen Berger wächst stärker als der Markt und hat im Vorjahr ein sechsprozentiges Umsatzplus auf 127 Mio. Euro hingelegt. Der mengenmäßige Absatz ist auf 25.800 Tonnen gesteigert worden. Das Vorzeigeprojekt regional.optimal. wächst, da mehr Bauern mitmachen und mehr Produkte in den Handel kommen. Für 2014 steht ein Investment von 6 Mio. € in den Standort Sieghartskirchen auf dem Plan.

Berger, der heimische Schinkenmacher, freut sich über ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2013: Der Gesamtumsatz stieg 2013 um 6 % auf 127 Mio. € an. Mit einem mengenmäßigen Plus von 3 % konnte der Absatz auf gesamt 25.800 Tonnen gesteigert werden. „Wir freuen uns sehr, dass wir als Familienunternehmen unsere ‚Schinken-Marktführerschaft‘ in Österreich weiter ausbauen konnten und laufend wachsen. Unser Erfolgsrezept: Neben vielfältigen Produktinnovationen – angepasst an die Wünsche und Anforderungen der Konsumenten – setzen wir verstärkt auf unser Vorzeigeprojekt regional.optimal. Damit kommen wir dem Wunsch der Konsumenten nach garantiert gentechnikfreien Produkten aus der Region nach“, sagt Rudolf Berger, Geschäftsführer Berger Schinken, zur Erfolgsbilanz seines Unternehmens.
Auch für 2014 setzt sich der niederösterreichische Schinkenmacher weiteres Wachstum als Ziel. Berger plant, 6 Mio. € in den Standort zu investieren und forciert nachhaltige Energiegewinnung für die Produktion. Auch das Öko-Vorzeigeprojekt regional.optimal. soll erfolgreich ausgeweitet werden. Berger produziert und verarbeitet am Unternehmensstandort Sieghartskirchen/Bezirk Tulln 19.700 Tonnen Wurst- und Schinkenspezialitäten sowie 6100 Tonnen Frischfleisch und beschäftigt 450 Mitarbeiter.

Über 45 verschiedene Variationen an qualitativ hochwertigen und handgelegten Kochschinkenspezialitäten sowie das spezielle Konzept des Saison-Schinkens heben Berger vom Mitbewerb ab. Wurstspezialitäten und Frischfleisch nach dem regional.optimal.-Konzept runden die Produktpalette ab. Auch als Handelsmarkenproduzent hat sich Berger einen Namen gemacht: So produzieren die Niederösterreicher noch 15 weitere Schinkenspezialitäten für Handelsmarken und die Gastronomie.

Schinken-Macher in Zahlen
Jährlich verkauft Berger 9900 Tonnen Schinken – dies entspricht dem Gewicht von 21 Jumbo-Jets –, 8800 Tonnen Wurstprodukte, 1000 Tonnen Pasteten und Selchwaren sowie 6100 Tonnen Frischfleisch.
Der Renner bei Konsumenten an der Bedientheke ist der Berger Backofenschinken. In der SB-Theke wiederum ist der fettreduzierte Berger Wellness-Schinken das beliebteste Berger-Produkt der Österreicher. Insgesamt werden pro Jahr über 21 Millionen vorverpackte Produkte des Schinken-Königs in den Selbstbedienungs-Regalen der heimischen Supermärkte verkauft. Pro Tag verlassen rund 24.000 Kilogramm Schinken für Bedientheken sowie 80.000 SB-Packungen die Produktion.

Produkte mit regionalen Wurzeln im Fokus
Einer der wesentlichsten Wachstumsfaktoren im Jahr 2013 war die weitere Etablierung des regionalsten Schinkens Österreichs bei Konsumenten: Beim innovativen Konzept regional.optimal. wird ausschließlich Fleisch von garantiert gentechnikfrei gefütterten Schweinen aus dem unmittelbaren Umfeld des Werkes im Bezirk Tulln verarbeitet. Die Anzahl der Bauern, die mit Berger Schinken kooperieren und für beste Rohstoffe sorgen, hat sich auf 40 erhöht – insgesamt wurden im vergangenen Jahr 186 Tonnen an regionalem Schweinefleisch zu vier verschiedenen Schinken-Spezialitäten und Frischfleisch unter dem Label regional.optimal. verarbeitet.

Wir verbinden mit regional.optimal. das Beste aus beiden Welten: Wir bekennen uns zu unseren Wurzeln, zur Gentechnikfreiheit und Regionalität der Rohstoffe, können den Bauern einen erhöhten Preis für die Mehrleistungen zahlen, und gleichzeitig bieten wir den Endkonsumenten einen vernünftigen Preis für die Produkte“, freut sich Berger. Im Jahr 2013 konnte die verkaufte Menge bei Frischfleisch um die Hälfte und jene von Schinken um 44 % gesteigert werden. Aufgrund des durchschlagenden Erfolges von regional.optimal. wurde der gesamte Schlachthof in Sieghartskirchen umgestellt, sodass ausschließlich garantiert gentechnikfrei gemästete Schweine – mit Sojaschrot aus dem Donauraum (ca. 500 km-Radius) statt aus Übersee aus der Region geschlachtet werden.
Herausfordernd scheint für Konsumenten der Begriff „Regionalität“ zu sein, da es keine einheitlichen Regeln – wie beispielsweise im Bio-Segment – gibt. Berger zieht die „Grenze“ für das regional.optimal. Projekt sehr eng: Für die Schinken- und Fleischprodukte, die unter regional.optimal. verkauft werden, wird ausschließlich Fleisch von 40 Bauern aus einem maximal 50-Kilometer-Radius rund um das Werk in Sieghartskirchen verarbeitet. Darüber hinaus werden die Schweine garantiert gentechnikfrei mit Sojaschrot aus dem Donauraum (ca. 500 km-Radius) statt aus Übersee gefüttert.

Berger Schinken bedient einen breiten Markt: Besonders die Nachfrage nach leichten, fettarmen Produkten seitens der Konsumenten steigt. Diesen Trend deckt Berger durch die laufende Weiterentwicklung der kalorienreduzierten Wellness-Schinken-Produktpalette punktgenau ab. „Unsere Schinkenprodukte haben einen Fettgehalt zwischen zwei und sieben Prozent und entsprechen exakt den Wünschen der Konsumenten“, freut sich Bergers Vertriebschefin und Ernährungswissenschaftlerin Gaby Kritsch.

„Bekenntnis zu unseren Wurzeln“
Rund 6 Mio. € investiert Berger heuer in den Standort. Neben der Modernisierung und Investitionen in innovative Technik im Verpackungsbereich setzt der Vorzeigebetrieb auch auf nachhaltige Energie: Zusätzlich zur bereits bestehenden Solarthermie-Anlage wird auch noch eine leistungsfähige, 1700 m² große Photovoltaik-Anlage errichtet. Bereits seit 2012 setzt der heimische Schinkenmacher auf die Kraft der Sonne und punktet durch den Einsatz von Öko-Strom in der Produktion – so wird die gewonnene Energie aus der Solarwärmeanlage zum Kochen und Pasteurisieren von Würsteln und Schinken verwendet.
Die steigende Nachfrage nach regionalen Spezialitäten bedient Berger Schinken mit der Einführung von neuen regional.optimal.-Produkten: So werden mit Juni die beliebten und national gelisteten Würstelprodukte Wachauer Frankfurter, Wachauer Debreziner und Wachauer Knacker auf den Rohstoff aus dem regional.optimal.-Programm umgestellt und damit echte „Regional-Kaiser.“ Rudolf Berger erklärt: „Mit dieser Umstellung kommt unsere regional.optimal. Produktpalette - und damit die Nachhaltigkeit - in einem ganz alltäglichen Produkt wie den Würsteln an.“ Ab Juni werden die Produkte, für die die Genusslandschaft der Wachau Pate stand und die das Herzstück des Berger´schen Würstelsortiments ausmachen, unter regional.optimal. laufen. Berger verkäuft jährlich 310 Tonnen an Wachauer-Würstel.
Der Bereich der saisonalen Produkte, die jeweils passend zur Saison zeitlich begrenzt angeboten werden, wird gleichfalls forciert. Gaby Kritsch erklärt: „Wir bringen vierteljährlich jeweils drei saisonale Höhepunkte. Die Berger Frühlings-Spezialitäten bestehen aus Bärlauchschinken, dem exklusiven Spargelschinken und dem mediterranen Rosmarinschinken. Diese sind ab sofort bis 30. Mai 2014 erhältlich.“

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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