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Alles frisch, Preis ist nicht vergleichbar

02.10.2009

preisträger. Im Wiener Nobelbezirk Hietzing führt Christian Rumpel ein Feinkostgeschäft, das seinen Namen verdient. Ausgesuchtes Frischfleisch ist beim Fleischermeister einebesondere Spezialität. Und der Verkaufsladen ist fünfmal kleiner als die Nebenräume.

Als „charmant und fleißig“ sieht sich Christian Rumpel (li.), der in Wien 13 ein Delikatessengeschäft besitzt. Die Kunden (re.) kommen aus der gehobenen Mittelschicht, sind anspruchsvoll und wählerisch. Wer im Rumpel-Team bestehen will, muss kochen können und ausgesuchte Umgangsformen haben.

Frau Doktor und Herr Kommerzialrat treffen einander im Feinkostgeschäft Rumpel in Wien 13. Der 100m² große Gourmettempel bietet seiner Kundschaft aus der gehobenen Mittelschicht allerfeinste Spezialitäten aus Österreich und aller Herren Länder.
Der Herr über diese Köstlichkeiten heißt Christian Rumpel, ist 52 Jahre alt und ledig. „Ich bin immer schon lieber arbeiten gegangen als zur Schule“, verrät er; und dass Fleisch seine Leidenschaft ist. Deshalb hat der Fleischermeister auch in seinem Geschäft ein großes Angebot an ausgesuchten Gustostückerln für seine rund 2.500 Kunden parat, die jeden Monat im Schnitt zu ihm einkaufen kommen. Obst und Gemüse sowie die Feinkost sind ebenfalls Kundenmagnete.

Zum Verkaufsraum, der auf engstem Raum rund 2.000 Artikel bereithält, kommen eine Küche – das Herzstück neben dem Laden –, 5 Kühlräume, 1 Zerlegeraum und ein Lager. „In Summe sind die Nebenräume rund fünfmal so groß wie das Geschäft“, sagt Rumpel.
Alle 9 Mitarbeiter müssen auch kochen können – mit Ausnahme der Reinigungskraft. Zwei Mitarbeiter stehen in der Küche, zwei sind Fleischhauer, und vier betreuen als Verkäufer die anspruchsvolle Kundschaft. Auch Christians Mama steht mit ihren 80 Jahren heute noch ihre Frau im Laden.

„Normale beste Qualität“
„Wegen unserer Größe können wir uns keine ‚Penner‘ im Sortiment leisten“, ist Rumpel kompromisslos. Wichtig ist auch eine gewisse Exklusivität, und ob die Produkte gerade „ein Thema“ sind. „Normale, beste Qualität eben“, bringt es Rumpel auf den Punkt.
Eine weitere Stärke des „genauen, gerechten, charmanten und fleißigen“ (Eigendefinition) Unternehmers ist es, Produkte zu führen, die es in dieser Form heute nur mehr selten zu kaufen gibt; also etwa frisches Sauerkraut vom Fass. „Unsere Produkte müssen zu den Vorlieben unserer Kunden passen und auch mir schmecken“, verrät Rumpel.

In seinen Anfangsjahren als selbstständiger Unternehmer hat Rumpel sehr viel Partydienst gemacht. Als darunter die Qualität im Geschäft zu leiden begonnen hat (Zeitmanagement), wurde dieses Kapitel geschlossen. „Aber alles, was wir jetzt aus der Küche herausholen, haben wir durch den Partyservice gelernt“, gibt Rumpel zu. Seine Kunden lieben die frisch und aufwendig gekochten Speisen, von Schinkenfleckerln bis Gulasch. Jeden Tag kann gewählt werden zwischen 2 Gemüse- und 1 bis zu 2 Fleischspeisen, dazu kommt die bekannte Palette an „normalen“ Gerichten. Auch sämtliche Mehlspeisen werden selbst gemacht.
Obwohl Brot und Gebäck nur einen geringen Teil zum Umsatz beisteuert, räumt Rumpel diesem Segment große Bedeutung bei. Die Laibe, Wecken und Weckerln kommen aus dem Wald- und dem Mühlviertel sowie aus Hietzing.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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