Direkt zum Inhalt

Am Markt herrscht eine scharfe „Prise“

12.07.2002

Seit dem Fall des Speisesalz-Monopols gelten nun auch für diese Produktgruppe die Gesetze der freien Marktwirtschaft. Die Hersteller versuchen, mit attraktiven Produktinnovationen die Wertschöpfung zu optimieren.

In Österreich beläuft sich der LEH-Umsatz derzeit auf rund 150 Millionen Schilling, was einer Menge von etwa 11.000 Tonnen entspricht. Das ist vielleicht kein „big business“, aber eines, das man im Auge behalten wird. Der Markt zeigt sich im Jahr 2000 mengenmäßig stabil. Wertmäßig ist sogar eine leichte Steigerung festzustellen, weil der Verbraucher höherwertige Produkte bzw. Spezialitäten ins Visier nimmt.

Durch den EU-Wettbewerb sind zuerst einmal die Preise gehörig unter Druck geraten und 30 bis 40 Prozent nach unten gepurzelt. Was den Käufer freut, bereitet Handel und Hersteller Unbehagen. Aber die Suche nach den Umsätzen von Morgen beflügelt die Anbieter augenscheinlich: Salz ist ein veritabler und sehr stilvoller Markenartikel geworden.

Clever verkaufen

Wer im Salzgeschäft punkten will, der wird alles daran setzen, die Wertschöpfung mit innovativen Salz- und Würzprodukten nach oben zu pushen. Genau an diesem Punkt setzt Salinen Austria als Marktführer an. Clevere Strategien sind gefragt, denn:

• Für die nächsten Jahre prognostizieren Branchenexperten einen stagnierenden, wahrscheinlich sogar (leicht) rückläufigen Absatz. Das hat mit neuen Lebens- und Konsumstilen zu tun.

• Es wird generell weniger zu Hause gekocht; der Außer-Haus-Konsum legt dahin zur Freude von Gastronomie bzw. Händlern mit gastronomischen Angeboten kontinuierlich zu.

• Die steigende Zahl von Halbfertig- bzw. Fertigprodukten läßt Hausfrau und Hausmann weniger oft ins Salztöpfchen greifen. Schlagend wirkt der Umstand, daß (städtische) Kleinhaushalte generell zu Convenience-Sortimenten tendieren.

• Last but not least: Salz steht im zweifelhaften Ruf, der Gesundheit abträglich zu sein. Das stimmt jedoch nur bedingt. Lediglich übermäßiger Konsum wirkt schädlich und zeichnet unter anderem für Bluthochdruck (Hypertonie) verantwortlich. Salz ist zu Recht ein fixer Bestandteil unserer Nahrung und für die Aufrechterhaltung der Körperfunktionen absolut unerläßlich. Eine Unterversorgung (speziell an heißen Tagen bzw. in heißen Klimazonen) zeitigt unangenehme Folgen: niedriger Blutdruck, Muskelschwäche, Schwindel etc. Als ideale Tagesmenge werden fünf bis sieben Gramm empfohlen.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
Werbung

Weiterführende Themen

Buchtipp
19.02.2018

Spielregeln für den Weg an die Spitze

Das Thema Macht hat oft einen schalen Beigeschmack – dabei hat es auch mit Idealismus, Begeisterung und Respekt zu tun. Wie, das ...

International
19.02.2018

Aldi Süd expandiert nach Italien. Vor wenigen Tage eröffnete die erste Filiale, 44 Supermärkte sollen dieses Jahr noch in Norditalien eröffnet werden.

Bundesministerin Elisabeth Köstinger und Bio Austria-Obfrau Gertraud Grabmann
Thema
19.02.2018

Die Bio-Fläche der heimischen Landwirtschaft, sowie der Umsatz von Bio-Frischwaren im LEH sind 2017 deutlich gestiegen. Im EU-Vergleich liegt Österreich damit weiterhin ganz vorne.

Thema
19.02.2018

Es herrschte wieder beste Stimmung während der diesjährigen Fachmesse für Bioprodukte und Naturkosmetik. Dafür gab es auch genügend Anlass, denn der deutsche Bio-Markt Boomt.

Markenartikel
19.02.2018

Als Antwort auf die starke Nachfrage präsentiert die Privatbrauerei neue Gebinde- und Verpackungseinheiten.

Werbung