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Die Taste Innovation Show auf der Anuga kommt bei den Besuchern gut an

Anuga 2017: Export und Innovationen als Wachstumstreiber

12.10.2017

Die 34. Anuga, die größte und wichtigste Fachmesse für Lebensmittel und Getränke in Köln, kann mit mehr als 7400 Ausstellern aus 107 Ländern und 165.000 Fachbesuchern aus 198 Ländern wieder ein Rekordergebnis melden. Der Motor der Branche sind vor allem die Exporte und Innovationen.

„Die Anuga ist die weltweit führende Businessplattform für die internationale Ernährungswirtschaft“, berichtet Gerald Böse, Vorsitzender der Geschäftsführung der Koelnmesse, stolz zum Ende der Veranstaltung. „Die Messe bringt das globale Angebot und Nachfrage punktgenau zusammen.“  Neben der hohen Internationalität, die das Bild der Messe an allen Tagen prägte, war die Qualität der Besucher erneut überragend. So wurden die Geschäftsführer und Top-Einkäufer der weltweit führenden Handelsunternehmen registriert. Auch der Außer-Haus-Markt war mit internationalen Mannschaften nach Köln gereist ebenso wie Entscheider der großen Online-Händler. Partnerland war dieses Jahr Indien.

Einblicke in die Ernährung der Zukunft

„Das große Interesse der internationalen Lebensmittelwirtschaft zeigt, dass die Messe in den Kalendern der Nahrungsmittelhersteller und Einkäufer top gesetzt ist. Wer sich ein Bild davon machen will, wie heute und in Zukunft auf der Welt gegessen und getrunken wird, der ist auf der Anuga jedes Mal goldrichtig“, schwärmt auch Friedhelm Dornseifer, Präsident des Bundesverbandes Deutschen Lebensmittelhandels (BVLH). „Neben der Präsentation innovativer Produkte, standen auch die neuesten Trends im Handel mit Lebensmitteln im Mittelpunkt der Messe. Und diese sind digital. Die Kunden werden mehr und mehr zu Omni-Shoppern. Sie erwarten ein vernetztes Einkaufserlebnis, in dem stationärer Handel, Online-Medien und die Nutzung mobiler Geräte verschmelzen. Die Digitalisierung ist aber nicht das Ende des Supermarktes. Die Konsumenten werden weiterhin in die Geschäfte kommen, um Lebensmittel mit allen Sinnen einzukaufen. Jeder technologische Fortschritt, der den Handel unterstützt, seinen Kunden entsprechende Angebote zu unterbreiten, ist sehr willkommen.“

Ohne Export kein Wachstum

Was die Ernährungsindustrie betrifft, ist BVE-Vorsitzender Wolfgang Ingold überzeugt, dass Wachstum nur durch Export möglich: „Jeder dritte Euro wird bereits jetzt im Ausland verdient. Die Anuga als größte und wichtigste Fachmesse für Lebensmittel und Getränke ist damit auch die größte und wichtigste Plattform für das Exportgeschäft der Deutschen Ernährungsindustrie. Das ist auch der Grund, dass die deutsche Lebensmittelwirtschaft mit 56,7 Milliarden Euro Umsatz im Exportgeschäft unter den Top 3 Exportnationen liegt. Um diese Spitzenstellung zu halten, spielen Innovationen die zentrale Rolle. Keine andere Branche ist so innovativ: Jährlich kommen allein in Deutschland über 40.000 Produkte neu auf den Markt. Die Anuga wird so auch zur Weltleitmesse der Innovationen“.

Auslandsbeteiligung steigt stetig

Der Export spielt natürlich auch in allen anderen Ländern eine große Rolle. So war sowohl auf der Ausstellerseite (90 Prozent Auslandsanteil) auch auf der Besucherseite der Auslandsanteil hoch. Von 2015 stieg der Anteil an Besuchern aus dem Ausland von 68 Prozent auf 75 Prozent. „Die wachsende Zahl der Einkäufer aus dem Ausland schlägt sich in der gestiegenen Besucherzahl deutlich nieder“, erläutert Katharina C. Hamma, Geschäftsführerin der Kölnmesse. Gewohnt stark war der Besuch aus den EU-Ländern und der Schweiz. Steigerungen verzeichneten insbesondere Italien, Spanien, Frankreich und die Niederlande. Auch aus den USA und Kanada kamen mehr Besucher. Sehr gut war auch der Besuch aus China, Japan und dem Partnerland Indien. Aber auch aus Südamerika, besonders aus Brasilien, Peru und Uruguay wurden mehr Besucher gezählt.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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