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Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou und Walter Ruck, Präsident der Wiener Wirtschaftskammer, mit den neuen Schildern für die Anwohnerparkzonen

Anwohnerzonen werden für Wirtschaftsverkehr geöffnet

22.05.2017

Eine neue Vereinbarung zwischen der Stadt Wien und der Wirtschaftskammer Wien bringt wichtige Vereinfachungen für Unternehmen bezüglich des Parkens in Wien. Unter anderem die Öffnung der Anwohnerparkzonen zwischen 8 – 16 Uhr.

Warenlieferungen gestalteten sich für den Lieferverkehr als auch die stationären Händler selbst in den vergangenen Zeiten, so keine eigene Lieferzone vorhanden war,  immer mehr zum Problem. Regelmäßig mussten die Fahrer im Kreis fahren, um einen Parkplatz zu ergattern. Mit der neuen Vereinbarung zwischen der Stadt Wien und der Wirtschaftskammer Wien sollte das der Vergangenheit angehören. Denn die Anwohnerparkzonen in den Bezirken mit Parkpickerl (1-9, 12, 14-18 und in  Kürze auch der 10. Bezirk) werden in der Zeit von 8 – 16 Uhr für alle geöffnet. Dazu kommt, dass die Nachweis- und Dokumentationspflicht für die so genannte Parkkarte (Parkkleber für Unternehmer) stark vereinfacht wird. Bisher mussten bei der Antragstellung nämlich sehr umfangreiche Unterlagen vorgelegt werden. Außerdem können nun sämtliche für den Einsatzweck geeignete Kraftfahrzeuge eine Ausnahmebewilligung erhalten. Die Ausnahmen lauten zudem nur mehr auf das polizeiliche Kennzeichen. Und damit alles einfacher und schneller geht, können die Anträge zukünftig auch online gestellt werden.

Wichtiger Schritt zu weniger Bürokratie

„Das Verhandlungsergebnis zu Parkkarten und Anwohnerzonen ist ein voller Erfolg für alle Beteiligten und ein weiterer wichtiger Schritt zu weniger Bürokratie für die Wiener Unternehmerinnen und Unternehmer. Damit wird ihr Leben deutlich erleichtert“, lobt Walter Ruck, Präsident der Wirtschaftskammer Wien. Immerhin haben sich 77 Prozent der Wiener für eine Öffnung der Anwohnerparkzonen ausgesprochen. „Und auch bei den Unternehmern war dieser Wunsch sehr groß. Deshalb haben wir uns hier als Interessensvertretung besonders stark eingesetzt. Für Unternehmer, Wirtschaftsverkehr, Lieferanten und Kunden wird Parken in Wien einfacher“, so Ruck. Einziger Wertmutstropfen dabei: Die Umsetzung für die neue Anwohnerparkzonen-Regelung wird noch einige Zeit dauern, die Umsetzung dieser Regelung von den Bezirken vollzogen werden muss.

Wirtschaft wird weiter angekurbelt

Für den Lieferverkehr bedeutet die Öffnung der Anwohnerparkplätze von 8 bis 16 Uhr eine enorme Erleichterung – nicht nur für die Unternehmer, auch für die Konsumenten. „Niemand möchte, dass beim Übersiedeln Möbel oder ein Klavier erst 500 Meter über Straßen und Gehwege geschleppt werden müssen“, sagt Davor Sertic, Spartenobmann der Sparte Transport und Verkehr in der WK Wien. „Schrammen, Unfälle und Co können so vermieden werden. Gleichzeitig werden die Stehzeiten und Auftragszeiten verringert. Das verschafft den Transport-Unternehmen Zeit für zusätzliche Fahrten und spart den Kunden Geld. Die Wirtschaft wird so weiter angekurbelt.“ Schließlich ist Wien einer der größten Warenumschlagplätze in Mitteleuropa. Auch Rainer Trefelik, Obmann der Sparte Handel in der Wirtschaftskammer Wien ist begeistert: „Der Wiener Handel dankt Walter Ruck für den sensationellen Erfolg, eine Öffnung der Anwohnerparkzonen für Wirtschaft und Konsumenten erreicht zu haben.“ Dadurch besteht für die Kunden wieder die Möglichkeit mit dem Auto in die Wiener Einkaufsstraßen und deren Nebenlagen zu kommen, und auch für den Großhandel und die vielen Zulieferfirmen bringt die neue Regelung eine massive  Erleichterung.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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