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Bei der Pressekonferenz (v. l.): ARA-Vorstand Werner Knausz, ARA-Aufsichtsratvorsitzender Alfred Berger, ARA-Vorstand Christoph Scharff

ARA: „Österreicher sind Sammel-Europameister“

18.06.2018

Die Altstoff Recycling Austria AG (ARA) feiert heuer ihr 25jähriges Jubiläum. Der Marktführer hat in diesen 25 Jahre viele Impulse gesetzt, ist aber auch für die Herausforderungen der kommenden Jahre gut gerüstet. 2017 sammelten die heimischen Haushalte 1,07 Mio. Tonnen Verpackungen und Altpapier.

Die Abfallwirtschaft befindet sich weltweit im Wandel. Zunehmende Digitalisierung, demo-graphische Veränderungen, wachsender Ressourcenbedarf und neue verbindliche Ziele auf EU-Ebene, wie das EU-Kreislaufwirtschaftspaket und die Kunststoff-Strategie, fordern die Branche ganz ordentlich. Die ARA, die heuer auf 25 Jahre zurückblicken kann, behauptet sich in diesem Umfeld am heimischen Markt konstant als Marktführer und Impulsgeber. „Diese 25 Jahre sind geprägt von einer steigenden Zustimmung der Konsumenten und dem Vertrauen der Wirtschaft, so sind wir International zu einer Benchmark geworden“, zieht Werner Knausz Bilanz.

Absolute Spitzenposition in Europa

Die österreichischen Haushalte sammelten 2017 1,07 Mio. Tonnen Verpackungen und Altpapier. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einer Steigerung von 1,3 Prozent. 2017 war somit ein besonderes Jahr, obwohl die ARA auch auf die letzten 25 stolz ist und auf das, was in dieser Zeit erreicht wurde. Auch wenn es beim Start nicht danach ausgesehen hat, im Laufe der Zeit mauserten sich die Österreicher zu Sammel-Weltmeistern bzw. besser gesagt zu Sammel-Europameistern. Das Niveau der getrennten Sammlung und Verwertung von Verpackungen ist in den letzten Jahren konstant hoch und Österreich hält im europäischen Vergleich die Spitzenposition. Es hat sich also ausgezahlt, dass „viele Werbe-Millionen für das gute Bewusstsein in der Gesellschaft ausgegeben wurden“, wie ARA-Aufsichtsratvorsitzender Alfred Berger meint.

„Wir sind Musterschüler“, freut sich ARA-Vorstand Christoph Scharff, „wir haben schon jetzt die EU-Ziele für 2025 erreicht.“ Nur bei Kunststoff, wo die ARA im Vergleich zu anderen EU-Staaten ebenfalls sehr gut unterwegs ist, hat man das EU-Ziel für 2025 jetzt noch nicht geknackt. Ganz genau geht es  um eine 50prozentige Verwertungsquote, die von der ARA zwar angepeilt wird, derzeit liegt Österreich aber bei 34 Prozent. Auch Holz wird in Österreich wenig gesammelt: Erreicht werden 18 Prozent, Ziel sind 2025 25 Prozent und ab 2030 30 Prozent. Ebenfalls im Fokus der ARA sind unter anderem störende Materialkombinationen bzw. störende Materialbestandteile.

Nicht Abfall- sondern Kreislaufwirtschaft

Der Bevölkerung standen vergangenes Jahr 1,82 Mio. Sammelbehälter zur Verfügung (+1,9% zu 2016), 1,66 Mio. Haushalte waren Ende 2017 an die Sammlung mit dem gelben Sack angeschlossen (+2,5% zu 2016). Insgesamt liegt die durchschnittliche Pro-Kopf-Menge mit 113,3 kg auf Vorjahresniveau. Die fleißigsten Sammler wohnen in Vorarlberg, die mit durchschnittlich 147,6 kg ein weiteres Mal die Nase vorne hatte. Die beiden anderen Stockerlplätze gehen an das Burgenland (137,6 kg) und die Steiermark (132,7 kg).

Der Großteil der gesammelten Materialien kann stofflich und thermisch verwertet werden. „Wir können rund 90 % der getrennt gesammelten Verpackungen als wertvolle Sekundär-Rohstoffe im Sinne einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft weiter nutzen. Denn heute geht es nicht mehr nur darum, Abfälle zu entsorgen, sondern Wertstoffe wieder in den Kreislauf zurückzuführen“, so Knausz. Insgesamt hat sich die Erfassungsmenge aus Haushalt, Gewerbe und Industrie in Österreich in den letzten 25 Jahren um 35 Prozent gesteigert. (ar)

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