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Aufholjagd nach verpatztem Start

15.12.2006

ACNielsen schätzt das Plus Jahr 2006 für den Lebensmittelhandel auf 2,9% (bzw. 1,7% im Lebensmittelhandel exklusive Hofer und Lidl).„Für das Jahr 2006 rechnen wir mit einer deutlich über der Inflationsrate liegenden positiven Umsatzentwicklung des Lebensmitteleinzelhandels trotz eines verhaltenen Starts im ersten Quartal.

Die Gründe liegen neben den positiveren Rahmenbedingungen auch im Promotionverhalten der Marktteilnehmer. Der Markt bleibt zwar weiter hart umkämpft, fast 27% der Umsätze werden zu Promotionbedingungen verkauft. Ab dem 2. Quartal jedoch bremste sich die Entwicklung langsam ein, vor allem die drastischen Preissenkungen von bis zu 50% nahmen ab.“ erläutert Mag. Martin Prantl, Geschäftsführer von ACNielsen Österreich.

Nach einem verhaltenen Start im ersten Quartal von 2,2% im Lebensmittelhandel (LEH) total (bzw. 0,9% im LEH ohne Hofer und Lidl), legten die Umsätze im 2. Quartal mit +3,2% am Gesamtmarkt (bzw. +1,6% im LEH ohne Hofer und Lidl) deutlich zu. Diese positive Entwicklung im 2. Quartal war nicht allein auf die verschobene Ostersaison zurückzuführen, da vor allem im Mai und Juni deutliche Zuwachsraten erzielt werden konnten. In den Zahlen des 3.Quartals setzt sich der positive Trend – etwas eingedämmt – mit einem Plus von 2,5% (bzw. 1,9% im LEH ohne Hofer und Lidl) fort.
Insgesamt liegt die Entwicklung der ersten 3 Quartale damit bei einem Wachstum von 2,6% (bzw. 1,5% für LEH ohne Hofer und Lidl). „Die Umsatzentwicklung 2006 sieht für den Lebensmittelhandel positiver aus als in den letzten Jahren. Die Umsatzentwicklung des Lebensmittelhandels hat sich insgesamt und im Markt ohne Hofer und Lidl im speziellem ab dem 2. Quartal deutlich erholt. Wir rechnen mit einem positiven Weihnachtsgeschäft und damit auch für das Gesamtjahr erstmal seit längerem mit einem realen Plus auch für den Markt ohne Hofer und Lidl. Die zwei Hard Diskonter wachsen mit + 7% zwar wiederum am stärksten, allerdings deutlich geringer als noch im Jahr zuvor“, sagt Prantl.

Das Umsatzwachstum von Hofer fiel dabei stärker aus, als jenes von Lidl. „Die Filial-expansion ist insbesondere bei Hofer annähernd abgeschlossen. Man setzt vielmehr auf ein Uptrading innerhalb des Sortiments und eine Verbesserung bestehender Filialen. Aufgrund seines dichten Filialnetzes wird Hofer von Konsumenten immer mehr auch als Nahversorger gesehen.“ erläutert Prantl die Entwicklung von Hofer und Lidl.
Nicht ganz so dynamisch wie Hofer, aber deutlich besser als der Gesamtmarkt, entwickelten sich auch die Umsätze bei den Marktführern Rewe und Spar.
Prantl dazu: „Der Konzentrationsgrad im österreichischen Handel wird 2006 weiter ansteigen, da neben der dynamischen Entwicklung der Nummer 3 Hofer sich auch die beiden Markführer Spar und Rewe weiterhin besser entwickeln als der Gesamtmarkt. Die Top 3 (Rewe, Spar und Hofer) werden 2006 etwa 77% des Umsatzkuchens auf sich vereinigen, im Vorjahr lag dieser Wert noch bei ca. 75%.“

Trend zu den Großflächen ist ungebrochen
Wie nicht anders zu erwarten geht der Trend – neben jenem zu den Diskontern – weiter zum Verbraucher-/Supermarkt-Format, d.h. zu den Verkaufsflächen über 400m2. Die Verbrauchermärkte (über 1000m2) konnten dabei etwas stärker zulegen als die Supermärkte (400 bis 1000m2). Reale Verlierer waren weiterhin die Geschäfte unter 400m2, die in der Kategorie 250 bis 400m2 um 3% bzw. bei jenen kleiner als 250m2 um mehr als 11% Umsatz versus 2005 verloren haben.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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